Generalversammlung in München

„ANWR hat Trümpfe in der Hand“

Die Mitgliedsunternehmen der ANWR Group eG konnten sich am 26. Juni anlässlich der diesjährigen Generalversammlung in München ein Bild von aktuellen Zahlen und jüngsten Entwicklungen machen.
Zum letzten Mal begrüßte Hans-Jürgen Robers als Vorsitzender des Aufsichtsrats die Anwesenden und schwor sie ein, sich gemeinsam den derzeitigen Herausforderungen im Markt zu stellen. Er betonte, dass es für jeden Schuhhändler unerlässlich sei, neben dem ohnehin erforderlichen Aufwand für Einkauf, Schaufenstergestaltung, attraktive Verkaufsräume und motivierte Mitarbeiter („Das sind die Basics“) auch ein intensives Engagement im Bereich Digitalisierung zu erbringen. „Es gibt keine Alternative mehr. Wenn wir langfristig im Wettbewerb um den Kunden mithalten wollen, wird ein großer Teil des Digitalisierungspakets heute zur Pflicht“, so Robers. Dazu gehörten ständig wechselnder Content auf der Homepage – im responsiven Design, außerdem ein Online-Shop mit 360°-Bildern, Click& Collect sowie weitere Services. „Von unseren klassischen Aufgaben als Schuhhändler ist nichts wegefallen, und das beträchtliche Digitalisierungspaket kommt jetzt noch oben drauf“, so Robers. Damit einhergehend wird das traditionelle Aufgabengebiet der Verbundgruppe als Einkaufsvereinigung, um neue Bereiche erweitert: „Eine gute Einkaufsvereinigung muss heute die Technologieführerschaft anstreben, muss Prozessinnovationen konsequent vorantreiben, um ihren Mitgliedern erprobte Innovationen in kurzen Entwicklungs- und Testspannen anbieten zu können.“

Umsatzziel für schuhe.de

Nach Überzeugung von Hans-Jürgen Robers unterscheidet sich die ANWR „substantiell von anderen Einkaufsvereinigungen“, da sie „zwei große Trümpfe in der Hand“ habe: die Domain www.schuhe.de und die Filialen von Schuh Mücke. Mit Blick auf schuhe.de sprach Robers von einer Möglichkeit, damit notwendigen Traffic zu generieren, den ein Händler alleine niemals erzielen könnte. Vorstand und Aufsichtsrat haben, so Robers, für schuhe.de bereits im letzten Sommer das Umsatzziel von 50 Mio. Euro für das Jahr 2019 definiert; man habe zudem die dazu notwendigen Maßnahmen mit einem Businessplan hinterlegt. Mit Schuh Mücke wiederum sei es möglich, in kurzer Zeit neue Technologien und Prozesse auf Anwendbarkeit und Reife in der Praxis zu testen, bevor eine Umsetzungsempfehlung für die Händler ausgesprochen werde. Mit seiner Rede nahm Hans-Jürgen Robers zugleich Abschied. Nach 15 Jahren als Mitglied im Aufsichtsrat und 13 Jahre als Vorsitzender des Gremiums wolle der nunmehr 60-Jährige „einen Gang rausnehmen“; sein Rückzug sei „langfristig geplant.“ Er sei weiterhin überzeugt, dass „unsere Branche für den Tüchtigen, den Leidenschaftlichen und den Mutigen mit dem richtigen Augenmaß, der den Geschmack seiner lokalen Kunden kennt und dies bei der Zusammenstellung seines Angebots berücksichtigt, auch heute noch Chancen und Perspektiven bietet.“ Weitere Informationen lesen Sie in der kommenden Ausgabe von schuhkurier.
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Petra Salewski / 26.06.2017 - 16:45 Uhr

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