Verbundgruppe in Mainhausen

ANWR startet Service-Offensive

Die ANWR-Offensive ’Service & Smile‘ wurde in Mainhausen vorgestellt. (Foto: ANWR)
Die ANWR-Offensive ’Service & Smile‘ wurde in Mainhausen vorgestellt. (Foto: ANWR)

In Mainhausen stellte die Geschäftsführung der ANWR Schuh GmbH aktuelle Zahlen vor und warf einen Blick auf geplante Maßnahmen. 

„Es ist wichtig, dass Sie sich informieren“, stellte ANWR-Warenvorstand Fritz Terbuyken zum Auftakt der ANWR Campus Second klar. Und ergänzte mahnende Worte: „Achten Sie auf die Limitplanung, denken Sie daran, dass noch weitere Messen folgen.“ Ermutigend sei, so Terbuyken, dass die Umsätze aktuell wieder angezogen hätten – „Menschen kaufen Schuhe!“ Mit dem Zuspruch auf den Messen in Mainhausen zeigten sich die ANWR-Verantwortlichen zufrieden. 

Gedämpft ist indes die Stimmung in Mainhausen mit Blick auf die Zahlen des Jahres 2018. So schloss die ANWR im Bereich des ZR-Umsatzes etwa auf Vorjahresniveau ab: das ZR-Volumen umfasste im Jahr 2018 886 Mio. Euro (ANWR Schuh: 797 Mio., Garant: 89 Mio.). Im Jahr 2017 hatte das ZR-Volumen bei 889 Mio. Euro gelegen (ANWR: 799 Mio., Garant: 90 Mio.)

Insgesamt waren der ANWR im Jahr 2018 1.223 Häuser angeschlossen (ANWR Schuh: 763, Garant: 460). Die Zahl der Verkaufsstellen war laut ANWR Schuh-Geschäftsführer Michael Decker rückläufig: 3.746 Verkaufsstellen wurden gezählt (ANWR Schuh: 3.141, Garant: 605). Im Vorjahr hatte die Gesamtzahl bei 3.892 gelegen; auf die ANWR Schuh waren 3.194 Verkaufsstellen entfallen, auf die Garant 698. 

„Wir haben sicherlich eines der schwersten Jahre unserer Branche hinter uns“, so Michael Decker. Bei den Umsätzen im Handel sei 2018 aufgefallen, dass erstmals der Süden schlechter da stand als der Norden Deutschlands. Hervorzuheben sei außerdem, dass Händler, die zusätzlich zu ihrem stationären Geschäft online aktiv sind, bessere Umsätze erreichten.

Zahlreiche Initiativen für den Handel

Um den Veränderungen des Marktes und dem damit verbundenen Kundenverhalten Rechnung zu tragen, will die ANWR Schuh ihre Mitgliedsunternehmen mit einer Reihe von Initiativen unterstützen, die Händler bei Bedarf und auf Wunsch nutzen können. So wurde das Beratungsportfolio um konkrete Handlungsempfehlungen, verbunden mit konkreten Maßnahmen, zu vermitteln. Diese umfassen die Positionierung eines Handelsunternehmens, für die spezielle Workshops angeboten werden, sowie eine Service-Analyse durch die insgesamt zehn aktiven ANWR-Berater. In diesem Bereich können Händler verschiedene Schulungspakete für sich und ihr Verkaufspersonal buchen, die dann mit einer Zertifizierung abgeschlossen werden. Zusätzlich will die ANWR Schuh ihre Mitglieder in ihrer Kommunikationsstrategie unterstützen. So sollen unter anderem die Nutzung von Facebook zur Kommunikation forciert und ganz allgemein digitale Formen der Kundenansprache stärker implementiert werden. Die ANWR Schuh empfiehlt ihren Händlern einen Online-Anteil in Höhe von 15% am Gesamtumsatz. Um die 15% des Limits sollten zudem in die Warenprogramme der Verbundgruppe fließen. Auch der Liquiditätsplanung will sich die ANWR Schuh gemeinsam mit ihren Mitgliedern verstärkt widmen. Mögliche Engpässe sollten früh erkannt und auch aktiv kommuniziert werden, um ggf. Maßnahmen ergreifen zu können. Die ANWR Schuh unterstütze ihre Mitglieder im Bedarfsfall mit verlängerten Saisonlinien. Handlungsempfehlungen gibt die ANWR Schuh auch mit Blick auf das Sortiment: „In Zeiten, wo es schwieriger wird, ist der Informationsgrad höher und muss die Relevanz des eigenen Angebots überdacht werden. Dafür tun wir sehr viel“, so Fritz Terbuyken. „Wir bieten vier Messen pro Saison, um das ganze Spektrum an Ware zu zeigen. Fünf Stammlieferanten reichen heute für ein Schuhgeschäft nicht mehr aus.“

ANWR Media stellt neue Entwicklungen vor

Gregor Bernhart und Alexander Hock stellten in Mainhauen die Themen vor, welche im Bereich ANWR Media aktuell fokussiert werden. So soll die Plattform schuhe.de einen umfangreichen Relaunch erfahren. Ende April der neue Auftritt starten. Schon ab März soll der erste Händler in Österreich an schuhe.de angebunden werden. In der Folge sei, so die Verantwortlichen, ein internationaler Roll-Out logisch; konkret im Visier habe man Märkte wie Italien oder Spanien. Auch mit Blick auf die angebundenen Marktplätze soll eine Internationalisierung erfolgen. Eine Sportplattform nach dem technischen Muster von schuhe.de soll bis Ende des Jahres an den Start gehen. Bereits jetzt sind laut Alexander Hock mehr als 60.000 Sportartikel in der Datenbank von schuhe.de erfasst. Mit Qualibet haben Händler, die online verkaufen, laut ANWR ein wertvolles Tool, um ihre Verkäufe zu steuern und ihre Rendite zu sichern. Qualibet biete inzwischen weitere Reportings, die es dem Händler ermöglichten, die Entwicklung seiner Online-Aktivitäten zu beobachten und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Zum Leistungsumfang gehören etwa wöchentliche Top-Seller-Listen.  

 
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Petra Steinke / 21.02.2019 - 11:41 Uhr

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