Leistungsangebot für Schuhhändler

ANWR: Warenlogistik geht in die Live-Testphase

Bereits im vergangenen Jahr hat die ANWR Group die Basis für eine Logistikplattform für die Mitgliedsunternehmen geschaffen. Ab Januar beginnen Tests mit einem Tochterunternehmen der Verbundgruppe.

„Der Schuh muss nicht zweimal auf die Fläche – zügige Nachversorgung vorausgesetzt“, erläutert Harald Krug, der bei der ANWR Group unter anderem für das Projekt Warenlogistik verantwortlich ist. Statt sich das Lager mit Schuhen vollzustellen, sollten Händler in jeder Ausführung und Größe nur ein Paar bevorraten. Wird dieses verkauft, erfolgt innerhalb von 24 Stunden eine automatische Nachlieferung des Artikels. Dieses Leistungsangebot bildet den Kern der Warenlogistik.

In den zurückliegenden Monaten hat die Verbundgruppe die hierfür benötigten Prozesse analysiert. „Wir kennen die Abläufe jetzt sehr gut“, so Krug. Entsprechend sei man nach erfolgreicher Testphase, spätestens Mitte 2018, in der Lage, ein marktreifes Produkt anzubieten. Nachdem die ANWR zunächst Pläne prüfte, eine eigene Logistik für diese Prozesse aufzubauen, hat man sich nun entschieden, für den Start auf einen externen Dienstleister mit entsprechender Expertise zurückzugreifen. Dieser ist mit einem Unternehmen in Nordbayern inzwischen gefunden.

 

Start mit Quick Schuh

 

Erste Tests für das Angebot der Warenlogistik sollen nun mit dem ANWR-Franchisesystem Quick Schuh realisiert werden. 22 Testfilialen werden dabei ab Januar 2018 über zwei Quartale mit Sneaker-Modulen versorgt. Die dazu gehörenden Schuhe, 40 bis 50 Artikel, werden an die ANWR geliefert und in Erst- und Nachversorgung unterteilt. Kommt die Information vom Händler – über dessen Warenwirtschaftssystem, den Sales Report oder auch über die Bestandsinformation von schuhe.de –, wird er automatisch nachgeliefert.
Der Aufwand für den teilnehmenden Händler ist dabei laut Harald Krug gering.

 

Angebot für Hersteller und Händler

 

Nach erfolgreichem Test, ab Mitte 2018, soll der Leistungsumfang der Warenlogistik interessierten Unternehmen bereitgestellt werden, wobei die genaue Kostenstruktur nach Angaben von Harald Krug derzeit noch ausgearbeitet wird. Interessant sei das Angebot für Hersteller und Händler ohne eigene Logistik. Im Handelsbereich seien Unternehmen mit einer überschaubaren Filialzahl prädestiniert.

Die Verknüpfung der Warenlogistik mit schuhe.de kann teilnehmenden Händlern laut dem Handelsexperten weitere Vorteile bieten. So müsste künftig bei einer Onlinebestellung ein Artikel nicht mehr im Geschäft verpackt und von dort versandt werden. „Wenn sich die Schuhe im Lager der ANWR befinden, können wir den Versand übernehmen“, so Krug. „Ein Händler beschäftigt sein geschultes Personal ja nicht für das Verpacken von Schuhen in Kartons.“

Petra Salewski / 12.09.2017 - 15:01 Uhr

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