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Ariston Informatik: „Wir denken partnerschaftlich“

Investieren massiv in die Entwicklung digitaler Handelsprozesse (v.l.n.r.): Jörg Dufner, Dr. Björn Brandt, Torsten Hahn und Ralf Leveringhaus. (Foto: Ariston-Informatik)
Investieren massiv in die Entwicklung digitaler Handelsprozesse (v.l.n.r.): Jörg Dufner, Dr. Björn Brandt, Torsten Hahn und Ralf Leveringhaus. (Foto: Ariston-Informatik)

Am 1. Januar 2017 erfolgte der Zusammenschluss der Brandt Software-Produkte GmbH mit den Systemen BITS (ehemals SBH), WWS 2000 und CV-Schuh mit der Ariston Informatik GmbH mit HIS::WIN zur Brandt-Retail-Gruppe. Die Geschäftsführer Torsten Hahn und Jörg Dufner ziehen ein Fazit nach den ersten beiden Jahren der Zusammenarbeit – und blicken auf aktuelle Entwicklungen.

Wie ist die Brandt-Retail-Gruppe aktuell aufgestellt?

Jörg Dufner: Aktiv werden mehr als 1.300 Unternehmen, in Deutschland, Österreich und in der Schweiz betreut. Damit sind wir Marktführer. In der Gruppe werden mehr als 40 Mitarbeiter beschäftigt. Aufgrund der erfreulich guten Auftragslage wird der Mitarbeiterstamm kontinuierlich aufgestockt. Unser Schwesterunternehmen Brandt und Partner GmbH berät mit ca. 100 SAP Experten Industrie-Partner, unter anderem zwei Dax-Konzerne. Teilbereiche nicht isoliert zu betrachten, sondern partnerschaftlich alle Dienstleister in der Prozesskette bis zum Endkunden zu unterstützen, dies ist entscheidend für die Zukunft und eine der Kernkompetenzen der Brandt-Gruppe.

Wo liegt der Fokus bei den Mitarbeitern?

Torsten Hahn: Das Rückgrat ist die Softwareentwicklung mit 16 Kollegen, gefolgt von 14 Support-Spezialisten. Vor drei Monaten haben wir einen Entwickler eingestellt, der sich ausschließlich um mobile Anwendungen kümmert. Er führt unsere APPs zusammen. So wird die mobile Inventuraufnahme für alle Anwender vereinheitlicht. Immer mehr Händler greifen zu ihrem iPhone oder Android Smartphone, um untertägig Umsätze mit dem Vorjahr zu vergleichen. Beliebt ist auch die Möglichkeit, auf Messen, im Verkaufsraum bzw. im Lager Bilder aufzunehmen und diese vollautomatisiert den zugehörigen Artikeln in BITS oder HIS zuzuordnen. Unser Ziel ist es, alle Arbeiten auf der Fläche mobil zur Verfügung zu stellen.

Was wurde neu entwickelt?

Jörg Dufner: BITS und HIS verfügen über einen ’Auto-Report‘: Automatisiert werden zu definierten Zeitpunkten beliebige Statistiken erstellt und an interne oder externe Bearbeiter versendet. Die vollintegrierten Mailclients vermeiden den zeitaufwändigen und kostenintensiven Wechsel zu externen Programmen. Zudem wird die Kommunikation innerhalb der Unternehmen gebündelt, strukturiert und verschlankt. Die Ware wird online mittels unserer direkten API-Anbindung zu Shopware sichtbar gemacht. Ob als Virtuelles Schaufenster, mit Click & Collect oder inklusive klassischem Online-Verkauf. Der Händler wählt die zu ihm passende Onlinestrategie. Die vollintegrierte Anbindung an schuhe.de, sabu.de, schuhe24.de, sportmarken24.de, amazon etc. ist inzwischen Standard. Immer mehr Händler nutzen unsere Mastersysteme, um ihre Ware gemeinsam online zu präsentieren. Die Synergieeffekte des vereinten Handelns ermöglichen es den rasant steigenden Anforderungen des Omnichannel-Marktes gerecht zu werden.

Was wird aktuell entwickelt?

Torsten Hahn: Im Zuge dreier Großprojekte – mit jeweils deutlich über 100 Verkaufsstellen – treiben wir die Vereinheitlichung der SQL-Datenbanken innerhalb der Systeme der Brandt-Retail-Gruppe voran. Zukünftig wird es in BITS und in HIS möglich sein, die Systeme wahlweise unter Microsoft SQL, MySQL oder MariaDB zu betreiben. Es ist uns dabei sehr wichtig, nicht von einem SQL Anbieter abhängig zu sein, sondern die Datenbank austauschbar zu halten. Es ist geplant, die SQL-Version bei Power-Usern in den Pilotbetrieb zu nehmen, im zweiten Schritt bei den Großprojekten auszurollen und anschließend allen Anwendern auf Wunsch zur Verfügung zu stellen.

Gibt es weitere Entwicklungen?

Jörg Dufner: Unsere Anwender nutzen seit Jahren die Möglichkeit, nach allen erdenklichen Merkmalen Artikel zu selektieren und einzeln, halb- oder vollautomatisiert zu bearbeiten. Ein beliebtes Werkzeug hierfür ist die sogenannte HIS::Umsatzanalyse. Mehrstufig kann von einem Gesamtüberblick bis in den einzelnen Artikel die Selektion verfeinert und umsortiert werden. Dies gelingt mittels der vorberechneten SQL-Datenbanken nahezu ohne Wartezeit. In BITS wird aktuell ’EVA‘ (Erweiterte Vergleichs Analyse) auf SQL-Basis programmiert. ’EVA‘ vereint die Vorzüge der hochflexiblen Artikelselektion mit der Geschwindigkeit einer vorberechneten SQL Abfrage. Sollten noch Wünsche offenbleiben, kann jegliche Selektion direkt an Excel übertragen werden.

Welche Erfahrungen haben Sie bzgl. der gesetzlichen Änderungen der letzten Monate gemacht?

Torsten Hahn: Die Anforderungen für DSGVO wurden vollumfänglich umgesetzt. Uns ist aktuell kein Fall bekannt, bei dem einer unserer Händler geahndet wurde. Besonders geschätzt wird die Möglichkeit – ohne weitere Hardware – eine DSGVO-konforme Datennutzungsvereinbarung an der Kasse mit dem Endkunden zu schließen. Immer mehr Händler haben ihre Prozesse auf eine mögliche ’spontane Kassennachschau‘ angepasst. Die EC-Geräte werden angebunden, alle steuerrelevanten Vorgänge werden direkt in den Kassensystemen abgebildet, der täglich geforderte Zählvorgang wird durch das Kassen-System unterstützt und die Buchungssätze werden automatisiert an die FiBu übergeben. Für die Steuer-Prüfung werden die Daten IDEA konform ausgespielt. So vorbereitet, kann der nächsten Prüfung gelassen entgegengesehen werden.

www.brandt-software-produkte.de

www.aristoninformatik.com

Michael Frantze / 04.12.2018 - 11:00 Uhr

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Das Ziel ist definiert: gemeinsam die Zukunft gestalten. Dr. Winfried Brandt, geschäftsführender Gesellschafter der Brandt Software-Produkte GmbH (BSP), Aschaffenburg, übernimmt ab dem 1. Januar 2017 alle Anteile an der Neusser Ariston Informatik GmbH. Zugleich soll es auch eine Erweiterung in der Geschäftsführung geben.