Handelsstreit

AVE fordert WTO-Reform

Dr. Matthias Händle
Dr. Matthias Händle

Mit großer Sorge sieht die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) den eskalierenden Zollkonflikt der Vereinigten Staaten mit China.

„Auch wenn der Handelskrieg zwischen den USA und China die Europäische Wirtschaft nicht unmittelbar trifft, führt er die Autorität der Welthandelsorganisation ad absurdum und gefährdet den freien Handel weltweit“, sagte Dr. Matthias Händle, Präsident der AVE. Die US-Regierung schaffe damit ein negatives Beispiel, wie künftig mit Differenzen im internationalen Handel umgegangen werden könne. In dieser Situation müsse die Europäische Kommission sich intensiv dafür einsetzen, dass die Welthandelsorganisation entsprechend den aktuellen Bedürfnissen der Weltwirtschaft reformiert werde. „Die WTO muss in die Lage versetzt werden, auf derartige Konflikte schnell und angemessen zu reagieren“, fordert Händle und warnt: „Anderenfalls könnte diese Art von Machtspielen zum neuen Stil im Welthandel werden.“

Helge Neumann / 18.09.2018 - 12:05 Uhr

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