Lebenswerk: Hans-Joachim Wolter

Man erkennt die Schuhe seines Unternehmens auf den ersten Blick: Finn Comfort ist eine Marke, die es beispielhaft geschafft hat, über Jahrzehnte ihre Nische konsequent auszufüllen. Der Macher dieses Erfolgs, Hans-Joachim Wolter, hat schon in jungen Jahren unternehmerische Verantwortung übernommen. 

Mit gerade 26 Jahren stand Hans-Joachim Wolter in der Pflicht. Sein Schwiegervater, Inhaber der im Jahr 1945 gegründeten Waldi Schuhfabrik, war verstorben. Und er selbst, sagt er heute, habe nicht lange gezögert und „die Aufgabe angenommen“. Nicht alle seiner Entscheidungen seien „populär“ gewesen, sagt der 77-jährige Unternehmer. Manches war schmerzhaft, aber er habe immer versucht, einen geradlinigen Weg zu wählen. Dazu gehörte in den Anfangsjahren die Schließung des Standorts in Bamberg und die Konzentration auf das Werk in Haßfurt.

Finn Comfort, das sei bis heute – und werde es bleiben – ein bedienungsintensives Produkt, das viel Erklärung braucht, betont der Unternehmer. Die Schuhe weisen eine sehr typische Leistenform auf und sind an ihrer markanten Handnaht erkennbar. Das Modellangebot wird in jeder Saison variiert. 300 Artikel mit verschiedenen Farbvarianten hat man bei Finn Comfort immer auf Lager. Welche Herausforderungen sieht der Preisträger für sein Unternehmen? In den letzten 20 Jahren sei vor allem der Spagat zwischen Komfort und Mode eine knifflige Aufgabe gewesen. „Wir wollen jünger werden, nachdem es ja keine Alten mehr geben wird“, sagt Hans-Joachim Wolter und schmunzelt. 

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