Verkaufsoffene Sonntage

Bayern will Sonntags-Shopping erleichtern

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will die Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen erleichtern. Unterstützung bekommt er vom Handelsverband Bayern.   

Der Handelsverband Bayern (HBE) begrüßt den Vorstoß von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, verkaufsoffene Sonntage in Bayern zu erleichtern. HBE-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Puff: „Die Streichung der umstrittenen Anlassbezogenheit ist genau der richtige Weg. Handel und Kommunen hätten endlich Rechtssicherheit.“

Bislang fordert das bayerische Ladenschlussgesetz einen konkreten Anlass (z.B. Stadtfest) für die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags. In einigen Kommunen wurden geplante verkaufsoffene Sonntage abgesagt, da Verdi damit gedroht hatte, gegen diese Sonntagsöffnung juristisch vorzugehen. Puff: „Die Planungs- und Rechtsunsicherheit bei Handel und Kommunen ist groß. Für Einzelhändler ist es schwieriger geworden, an einem Sonntag für ihre Kunden zu öffnen.“ Die Abschaffung der Anlassbezogenheit wäre nicht nur weniger Bürokratie, sondern würde auch die Genehmigung verkaufsoffener Sonntage entscheidend erleichtern.

In diesem Zusammenhang spricht sich Puff klar gegen eine generelle Sonntagsöffnung aus. Einzige Ausnahme sollen die vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage sein. Puff: „Die Sonntagsöffnung muss die Ausnahme bleiben. Wir wollen keine Erhöhung der Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage.“ In ganz Deutschland werden verkaufsoffene Sonntage schon seit vielen Jahren mit großem Erfolg genutzt, um die Attraktivität des Standortes zu steigern. Puff: „Verkaufsoffene Sonntage tragen zur Belebung der Innenstädte bei, binden zusätzliche Kaufkraft und verbessern das Image einer Stadt.“

Helge Neumann / 01.04.2019 - 08:37 Uhr

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