Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels

BDSE: Schuhhandel kämpft mit Herausforderungen

BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski (Foto:Redaktion)
BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski (Foto:Redaktion)

Der Schuheinzelhandel schloss das Jahr 2017 nach vorläufigen Berechnungen des BDSE mit einem Umsatzwachstum von 1,5%. Dies teilte Verbandspräsidentin Brigitte Wischnewski im Rahmen der Gallery Shoes mit. Vor allem kleinere Fachgeschäfte taten sich offenbar schwer, erzielten aber immer noch ein „gutes Umsatzpari“.

Mit der letzten Dezemberwoche fing es an: Der Winter hielt endgültig Einzug. Was folgte, waren nach Einschätzung von BDSE-Präsidentin Brigitte Wischnewski sechs ernüchternde Wochen. Bislang ist auch der Start in die F/S-Saison misslungen; der Handel muss weiter hoffen.

Erneut habe im vergangenen Jahr der Online-Handel mit Schuhen wachsen können, um immerhin rund 7%, so Wischnewski. Das gewohnt zweistellige Wachstum habe sich damit deutlich abgeschwächt, allerdings auf einem deutlich höheren Umsatzniveau. Aber auch Schuhhändler, die sowohl stationär als auch online aktiv sind, zeigten laut Wischnewski eine bessere Umsatzentwicklung als rein stationäre Händler.

Über alle Internet-Vertriebslininen hinweg beziffert der BDSE den Online-Marktanteil bei Schuhen mit derzeit rund 20%. Etwa jedes fünfte Paar Schuhe wird damit hierzulande im Internet gekauft. Darunter nehmen Pure Player mit 50% den Löwenanteil ein; gefolgt von knapp 25% für den Multichannel-Handel.

Gut entwickelt haben sich laut Brigitte Wischnewski auf Schuhe spezialisierte Mittelstands-Plattformen wie schuhe.de oder schuhe24.de.

Anfang 2018 nutzten nach einer aktuellen BDSE-Befragung 37% der Unternehmen des Schuhfachhandels solche Online-Plattformen.

Mit 40% der Schuhfachgeschäfte will laut BDSE-Umfrage ein anhaltend hoher Anteil der Unternehmen in diesem Jahr in Multichannel-Konzepte investieren. Mehr als 42% der Unternehmen beabsichtigen, den Kontakt zu den Kunden über neue Kommunikationskanäle bzw. die Sozialen Netzwerke wie Facebook, Whatsapp oder Instagram auszubauen und zu optimieren.

Gleichwohl gaben 63% der Schuhfachhändler an, im vergangenen Jahr mit sinkenden Besucherzahlen an ihren Standorten gekämpft zu haben. Fast ein Fünftel aller Schuhgeschäfte (18%) litten demnach sogar unter stark rückläufigen Kundenfrequenzen. Erfreulich war allerdings, dass der Durchschnittspreis pro Einzelverkauf leicht gestiegen ist. Immerhin konnten 40% der Schuhhäuser ihren Durchschnittsbon erhöhen.

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Petra Salewski / 12.03.2018 - 15:00 Uhr

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