Verkaufsverbot bekräftigt

Birkenstock contra Amazon

David Kahan, CEO von Birkenstock USA, hat in einem fünfseitigen Schreiben das Verkaufsverbot auf Amazon bekräftigt. Jeder Händler, der gegen dieses Verbot verstoße, werde künftig nicht mehr beliefert – und zwar für immer.

Birkenstock hatte Mitte 2016 angekündigt, künftig keine Schuhe mehr an Amazon zu liefern. Zudem wurde authorisierten Händlern in den USA der Verkauf über die Online-Plattform ab dem 1. Januar 2017 untersagt. Zur Begründung hieß es damals, Amazon ermögliche „unakzeptable Geschäftspraktiken.“ Zudem würde eine erhebliche Menge an Plagiaten über den Marktplatz angeboten.  

In einem fünfseitigen Schreiben hat David Kahan, CEO von Birkenstock USA, das Verkaufsverbot erneut bekräftigt. Amazon suche derzeit nach Wegen, um die Marke dennoch anbieten zu können, heißt es in dem Brief an die Händler, den Sie hier downloaden können. „Das ist unakzeptabel und wird von uns nicht toleriert“, so Kahan in dem Schreiben. Jeder Händler, der auch nur ein Paar Birkenstock über Amazon verkaufe, werde künftig nicht mehr beliefert. „Und zwar für immer.“

Die Versuche von Amazon, trotz der eindeutigen Bestimmungen von Birkenstock, dennoch an Ware des Herstellers aus Neustadt/Wied zu gelangen, bezeichnete David Kahan in einem Interview mit der Washington Post als „Mittelfinger an alle Markenhersteller, nicht nur Birkenstock.“        

Helge Neumann / 27.07.2017 - 09:51 Uhr

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