CADS – Cooperation at DSI

CADS fordert mehr Transparenz von NGOs

Wie transparent sind Nichtregierungsorganisationen (NGO)? Diese Frage stellt die Initiative der Schuhindustrie CADS.

Die NGOs wie Change Your Shoes treten in regelmäßigen Abständen immer wieder mit Forderungen an die Schuhindustrie heran – dazu gehören unter anderem: 

  • mehr Transparenz in der Lieferkette

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen

  • Verbesserung der Sozial- und Umweltstandards

  • Beachtung der Menschenrechte 

„Die Forderungen hinsichtlich Transparenz an unsere Unternehmen sind hoch – aber wie transparent arbeiten eigentlich die NGOs“, fragt der CADS-Vorsitzende Michael Tackenberg stellvertretend für viele Unternehmen der Schuh- und Lederwarenindustrie.

CADS fragt:

  • Wer genau steckt hinter den NGOs?

  • Welche Ziele verfolgt wer?

  • Welche konkreten Projekte verfolgen die Organisationen?

  • Spektakuläre Aktionen machen viel Lärm und verschaffen sich Gehör, aber wo bleibt der Nutzen?

  • Arbeiten die NGOs wirklich uneigennützig und moralisch integer?

Nach Angaben von CADS blieben und bleiben die NGOs die Antworten auf diese Fragen meist schuldig. CADS fordert daher mehr Transparenz auch von den NGOs. Auch unter finanziellen Aspekten wünscht sich die Kooperation mehr Aufklärung: Wie werden die NGOs finanziert? Erhalten sie Spenden? Von wem? Und was genau machen die NGOs mit den Spenden? Für welche Aktivitäten/Kampagnen werden die Gelder eingesetzt?Die CADS Mitglieder sind sich einig: Die Förderung der zivilgesellschaftlichen Organisationen muss auf den Prüfstand! Das gilt auch für die Dauer-Finanzierung durch EU-Mittel, die zumindest beschränkt wenn nicht sogar beendet werden müsste. Michael Tackenberg geht noch einen Schritt weiter: „Einige NGOs behindern sogar die Freihandelspolitik!“ 

„Wir sind unter der Voraussetzung beidseitiger Offenheit und Transparenz durchaus interessiert daran mit den NGOs zu arbeiten“, bekräftigt Michael Tackenberg. „Seitens CADS suchen wir den Schulterschluss und setzen alles daran, gemeinsame Lösungen zu finden.“

Michael Frantze / 21.06.2017 - 09:26 Uhr

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