Kinderschuhe in der Kritik

Clarks löst Debatte über Sexismus aus

In Großbritannien hat der Schuhhersteller Clarks mit zwei Kinderschuhen eine Debatte über Sexismus ausgelöst.

Verbraucher hatten bemängelt, dass Clarks in seiner ’Back to School‘ Range für Mädchen einen Mary Jane aus schwarzem Lackleder mit dem Namen ’Dolly Babe‘ angeboten hatte, während für Jungen das Modell ’Leader‘ zur Auswahl stand. Unter anderem hatte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon Clarks kritisiert. Es sei nahezu unglaublich, dass im Jahr 2017 ein großes Unternehmen wie Clarks glaube, dass dies akzeptabel sei, so Sturgeon auf Twitter. Clarks hat sich mittlerweile für den Vorgang entschuldigt und den Mädchenschuh aus dem Online-Sortiment entfernt. Zudem kündigte der Hersteller an, künftig mehr Unisex-Modelle zu entwickeln.  

Es ist das zweite Mal innerhalb weniger Wochen, dass die Kinderschuhe von Clarks in Großbritannien in der Kritik stehen. So hatte Anfang August Jemma Moonie-Dalton, Mutter zweier Kinder, in einem Facebook-Post das ungleiche Angebot von Clarks für Jungen und Mädchen bemängelt. Während für Jungen robuste und widerstandsfähige Modelle angeboten würden, seien die Mädchenschuhe nicht ’spielplatztauglich‘ und entsprächen nicht den Anforderungen des britischen Wetters. Der Post wurde mehr als 17.000 Mal geteilt.   

Helge Neumann / 21.08.2017 - 16:08 Uhr

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