Generationsübergreifende Mode

Concept Store Dortmund: Kleidhype

Concept Store Dortmund: Kleidhype! Die Boutique in Dortmund wird von dem Mutter-Tochter-Duo Anette und Julia geführt. (Foto: Kleidhype/ Anette & Julia)
Concept Store Dortmund: Kleidhype! Die Boutique in Dortmund wird von dem Mutter-Tochter-Duo Anette und Julia geführt. (Foto: Kleidhype/ Anette & Julia)

Metropolen wie Berlin, Düsseldorf oder Köln werden unweigerlich mit Mode in Verbindung gebracht. Die nordrhein-westfälische Stadt Dortmund gehört nicht unbedingt zum Fashion-Gestirn Deutschlands, hat aber dennoch feine Concept Stores und Boutiquen zu bieten. Darunter beispielsweise der Concept Store Kleidhype.

Auch abseits des vielbesuchten Westhellwegs hat die nordrhein-westfälische Metropole Dortmund eine feine Modelandschaft, die durch kleine Boutiquen und Concept Stores ein Gesicht bekommt. Hierzu gehört auch Kleidhype – Ein inhabergeführter Shop, der ausgefallene Stücke im niedrigen bis mittleren Preissegment anbietet. Zum Sortiment des Stores von Anette Brinkmann und Tochter Julia Kortmann gehören neben Fashion-Pieces, Schuhen und Taschen auch Kleinmöbel und Lampen. Der Store befindet sich auf der Dortmunder Kleppingstraße und umfasst heute eine Fläche von über 100 qm. Die Vergrößerung der Geschäftsräume wurde vor 3,5 Jahren durchgeführt, als sich die Tochter der Inhaberin und studierte Kommunikationsdesignerin dazu entschied, mit in das Unternehmen einzusteigen. „Meine Mutter war schon immer im Einzelhandel tätig und machte sich dann im Jahr 1997 mit Kleidhype selbstständig. Ich habe studiert und anschließend über acht Jahre in meinem Beruf gearbeitet. Jetzt bin ich bei meiner Mutter eingestiegen. Als das Nebengeschäft dann frei geworden ist, hat sich die Vergrößerung einfach angeboten“, erklärt Julia. Die neue Mutter-Tochter-Konstellation habe sich auch auf das Sortiment übertragen: „Wir haben uns generationsübergreifend aufgestellt und bieten sowohl Stücke an, die meine Mutter tragen würde, als auch Kleidung, die ich bevorzuge. Wir haben daher auch ganz viele Mutter-Tochter-Duos unter unseren Kunden“.

Inspiration für das Sortiment holen sich Julia und Anette in den Modestädten Paris, Berlin sowie in den unterschiedlichen Regionen Italiens: „Wir besuchen unter anderem gerne die Berliner Messen, die Who's Next in Paris oder auch die Tranoi. In Italien ordern wir dann meistens direkt! Wichtig ist uns dabei immer, dass das Sortiment sehr modisch und einzigartig ist. Wir wollen aber auch die Preise im kleinen Segment halten – teure, coole Kleidungstücke kann schließlich jeder anbieten.“

Alltime-Favorit: Animal-Prints

In der aktuellen Saison hat das Mutter-Tochter-Gespann bereits einen Bestseller ausgemacht, der sich aber auch in den Trends für den Sommer 2019 wiederfindet. „Zu den aktuellen Bestsellern gehören in jedem fall Teddy-Mäntel und Animal-Prints in allen Varianten. Insbesondere Schlangen-Muster sind ganz weit vorne“, erklärt Julia. Im Schuhbereich sieht sie ebenfalls eine starke Tendenz zu Animal-Mustern, aber auch zu derben Hiking-Boots, Schnallen, Western-Silhouetten sowie Lackleder-Stiefeln. Außerdem würden die Kunden verstärkt zu Braun- und Naturtönen, anstatt immer nur zu Schwarz greifen.

Für den Sommer haben Julia und Anette besonders viele Stücke in verschiedenen Gelb-Nuancen geordert. Pastellgelb wird als Favorit gesehen. Der Animal-Print setze sich aber weiter fort. Dem Thema Dad-Sneakers steht sie skeptisch gegenüber: „Wir bieten bei Kleidhype nur solche Stücke an, die wir auch selber kaufen und tragen würden. Zwar machen wir fast jeden Trend mit, aber hinter den neuen Sneakern stehen wir beispielsweise nicht. Also haben wir sie auch nicht geordert. Vielleicht gehen uns dadurch Kunden verloren, aber unsere Philosophie ist uns in diesem Zusammenhang einfach wichtiger.“

„Man muss richtig flexibel sein!“

Themen, die im Einzelhandel an jeder Stelle diskutiert werden, sind die abnehmende Kundenfrequenz in den Innenstädten sowie das spürbare Geschäftssterben. Ein Problem, das auch in Dortmund nicht unbekannt ist. „Es gibt wirklich wenig inhabergeführten Handel in Dortmund, Geschäfte schließen. Für den Standort Dortmund ist das mehr als schade“, resümiert Julia. Ihre Empfehlung an andere Einzelhändler: Absolute Flexibilität und Reaktionsfreude gegenüber neuen Trends und Entwicklungen. „Die Modeketten machen es doch vor –Die neuesten Trends müssen sofort verfügbar sein und diesem schnellen Takt mussten auch wir uns anpassen, um relevant zu bleiben“, erklärt sie. Darüber hinaus rät sie zur Nutzung neuer Medien: „Instagram spielt für uns eine so große Rolle! Wir sehen, wie unsere Kunden tatsächlich Storys gucken und dann nach den Schuhen aus den Videos fragen. Es ist zu einem Informationstool geworden und wir werden unser Engagement diesbezüglich auch noch ausbauen.“ Zuletzt ist sie der Überzeugung, dass Kunden heute mehr die Inspiration suchen, den Erlebniswert, das Besondere.

Hier gehts zur Bildergalerie vom Store!

Sarah Amadio / 02.10.2018 - 11:05 Uhr

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