Concept Stores in Düsseldorf

Wer nach Schuhen sucht, hat die Qual der Wahl. Im Stadtbild einer jeden Großstadt existiert eine Vielzahl an Schuhgeschäften, die für Schuhkäufer jeden Alters und weit über die Stadtgrenze hinaus die verschiedensten Schuhe anpreisen. Doch Schuhe zu kaufen erweist sich hin wieder als eine Herausforderung. Man besucht verschiedene Schuhgeschäfte auf der Suche nach den richtigen Schuhen, ganz gleich, ob es sich dabei um Herrenschuhe, Damenschuhe oder Kinderschuhe handelt. Neben dem Kauf von Schuhen wollen Kundinnen und Kunden aber auch Erlebnisse beim Einkaufen, eine Beziehung zum Schuhgeschäft aufbauen und das Einzige, was nicht kopiert ist, erleben. Es ist eben nicht nur ein Ort, in dem man nur Schuhe kauft, vielmehr wird das Erlebnis in einem Schuhladen zum Einkaufsbestandteil. 

 

Unsere Concept Stores im Überblick:

  • Selekteur
  • Stylealbum
  • Fräulein Bredow
  • Tuxedo
  • Ela Selected
     

Aufgrund des Erlebnisfaktors beim Einkaufen nehmen sogenannte Concept-Stores einen immer wichtigeren Platz in der Einzelhandelslandschaft der Metropolen ein. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Bezeichnung Concept Store? Kurz erklärt ermöglichen Concept Stores das Einkaufen mit Konzept und bieten produktübergreifende Vielfalt, die zu einem bestimmten Thema oder Look passt. Concept Stores bilden das frische, junge und kleinformatige Pendant zum klassischen Warenhaus.

Die Shops präsentieren nicht nur Schuhe, sondern auch die zum Schuh passenden Ohrringe und vielleicht kann Frau auch gleich den Schuhschrank kaufen, in dem sie stehen. Concept Stores ermöglichen so das Einkaufen nach Plan und minimieren den Zeitaufwand für die Suche nach außergewöhnlichen Labels und Styles, denn auch extravagante Geschmäcker finden sicherlich einen passenden Concept Store in ihrer Stadt.



Shopping-Erlebnisse in einem inspirierenden Wohlfühl-Ambiente auf der Ladenfläche finden Sie in jeder deutschen Stadt. Einige Concept Stores bzw. Boutiquen möchten wir Ihnen vorstellen.


Selekteur: Life is awesome. Don't buy crap.

Das ist das Motto von Selekteur, dem kleinen, gemütlich eingerichteten Conceptstore, der umrahmt vom historischen Ambiente der Düsseldorfer Carlstadt zwischen moderner Kunstszene und hochkarätiger Baukunst seine Pforten geöffnet hat. Seit dem Jahr 2015 bietet der Conceptstore genau das, was sich Liebhaber individueller Mode wünschen. Was das sanft beleuchtete, liebevoll dekorierte Schaufenster von außen verspricht, wird durch die inneren Werte des Shops gehalten.

Das Interieur des 120 qm großen Ladenlokals macht durch eine Materialauswahl, angefangen bei hellen Hölzern bis hin zu metallisch-glänzenden Messing-Oberflächen, einen unaufgeregten, aber charmanten Eindruck. Dem Namen des Stores entsprechend wird das Sortiment, bestehend aus Bekleidung, Accessoires, einer Pflegeserie, Schreibwaren und Kleinmöbeln vom Team um Geschäftsführer Felix Staeudinger ausgewählt. Ihr Credo: Gegen die Wegwerfgesellschaft, gegen Mode en masse, denn das Leben ist zu aufregend um es in Einheitsmode von der Stange zu bekleiden. Dementsprechend besteht das Sortiment aus Produkten, die überwiegend in traditionellen europäischen Manufakturen hergestellt wurden. Kurze Produktionswege, Sorgfalt und Qualität stehen ebenfalls auf der Agenda, den Klassikerstatus des Sortiments nicht zu vergessen. Zeitlos und hochwertig – das soll es sein.

Was es außerdem zum Selekteur zu wissen gibt – darüber sprach step Magazin mit Felix Staeudinger.

So funktioniert das Konzept von Selekteur:

Unser Motto lautet: Life is awesome. Don’t buy crap. Gemäß diesem Leitgedanken, besteht unser Sortiment aus zeitlosen Klassikern mit Seele, die niemals aus der Mode kommen und seit den 50er-Jahren aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken sind. Bei der Auswahl unserer Produkte liegt der Fokus auf traditionellen Marken mit alt eingesessenen Manufakturen, die fast ausschließlich innerhalb Europas plus vereinzelt den USA und Japan produzieren.
 

Auf welche gestalterischen Merkmale legen Sie besonderen Wert?

Bei der Gestaltung des Stores haben wir auf Hochwertigkeit geachtet. Das Interieur spiegelt unser Sortiment wider. Der Entwurf des neu gestalteten Innenraumes und der Möbel stammt vom Atelier Schumacher & Staeudinger, Zurich. Für die Umsetzung und Betreuung der Umbaumaßnahmen waren die Retailprofis vom Düsseldorfer Büro Schwitzke & Partner verantwortlich. Die Idee von Selekteur passt perfekt in die charmante Atmosphäre der historischen Carlstadt und findet sich auch in der Gestaltung des 120 qm großen Ladenlokales im ehemaligen Tapken Farbengeschäft wieder. Materialien wie massives Kirschholz und Messing, eine hochwertige Verarbeitung und eine schlichte, unaufgeregte Gestaltung unterstreichen dies. Die Räumlichkeiten wurden in ihrer Eigenheit hervorgehoben und ihrer neuen Nutzung und dem Ort entsprechend umgebaut.
 

Welche drei Worte beschreiben Ihren Store am besten?

Drei Worte, die uns beschreiben? Charmant, klassisch, abwechslungsreich!

Unser Team zeichnet sich durch lange Erfahrung im Einzelhandel aus, Inspirationen werden auf Reisen gesammelt. Die Produkte müssen uns gefallen und aus nachvollziehbar korrekten Produktionsstätten stammen.
 

Warum haben Sie sich für den Standort Düsseldorf entschieden? Was ist Ihrer Meinung nach der besondere Charme oder besser der Reiz der Location?

Düsseldorf haben wir aufgrund der Nähe zu unserem Agentur-Standort gewählt. Wir sind hartnäckig geblieben, auch wenn es sehr schwierig ist in Düsseldorf eine geeignete Immobilie zu finden. Nach einem passenden Shop, in dem unser Selekteur beheimatet werden sollte, haben wir gute zwei Jahre suchen müssen.
Der Store, wo sich zuvor über 100 Jahre lang das Tapken Farbengeschäft befunden hat, bot uns die Möglichkeit, unser Geschäft in der charmanten Atmosphäre der historischen Carlstadt zu eröffnen.
 

 

Was sind Ihre drei persönlichen Lieblingsstores/Lieblingslabels, die man sich mal genauer anschauen sollte?

Die liebevoll gearbeiteten Accessoires von MHL aus den Niederlanden.
Die Schreibgeräte von Kaweco mit ihrer 125-jährigen Tradition.
Die hochwertigen Schuhe des französischen Labels Paraboot.
 

Angenommen, Sie würden einen weiteren Store eröffnen: Würden Sie etwas grundlegend anders machen?

Grundlegend würden wir alles wieder genau so machen, bis auf kleinere Details. Der Store ist wirklich sehr gut von den Düsseldorfern angenommen worden, von Jung und Alt! Wir haben viele internationale Kunden und Kunden aus ganz Deutschland, das freut uns sehr.
 

 

Wie verknüpfen Sie online & offline miteinander?

Das Sortiment des Onlineshops ist nur ein Auszug unseres Angebots. Allerdings denken wir, dass es absolut zeitgemäß ist, ’alte‘ und neue Produkte zu führen und hier auch den Online-Handel zu nutzen. Die Idee ist, gute Produkte in einer ansprechenden, aber auch klassischen Umgebung anzubieten. Online in einem aufgeräumten Shop, stationär in einer angenehmen und persönlichen Atmosphäre.

Wir setzen zudem stark auf soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram. Gerade für einen lokalen Einzelhändler ist Facebook von großer Relevanz, um die Kunden über Aktuelles wie Aktionen, Veranstaltungen oder Öffnungszeiten zu informieren. Und natürlich das Sortiment und die Produkte zu zeigen, um die potenziellen Kunden neugierig zu machen oder Begehrlichkeiten zu schaffen. Das haben wir gerade am Anfang gemerkt. Via Facebook-Ads bietet die Plattform insbesondere auf lokaler Ebene gute Möglichkeiten, seine Zielgruppe anzusteuern. Und natürlich steht der Dialog mit dem Kunden im Vordergrund! Für Produktpostings eignet sich besonders gut Instagram. Hier geht’s um’s „Look & Feel“, um speziell der etwas jüngeren Zielgruppe Appetit zu machen.

 

Öffnungszeiten

Mo-Fr   11.00 - 19.00 Uhr
Sa        10.00 - 19.00 Uhr

Adresse

Selekteur Store

Hohe Straße 6
40213 Düsseldorf

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Stylealbum - Industrieller Charme und skandinavische Labels

Man muss schon wissen, wonach man in der Düsseldorfer Altstadt sucht, denn sonst übersieht man den dezenten Eingang zum Düsseldorfer Concept Store Stylealbum womöglich einfach. Von außen verrät nur ein kleines Schild auf der Straße, das hinter den Altbau-Fassaden ein modisch-kreativer Raum geschaffen wurde. Inhaberin des Sue M. Lee hat sich bewusst für die Hinterhoflage ihres 180 qm großen Fashion Concept Store Stylealbum entschieden. Ihr ist klar, dass die versteckte Location einen größeren Marketing-Aufwand erfordert als ein simples Geschäft in der Düsseldorfer Innenstadt. Aber die Düsseldorfer Carlstadt ist exklusiv, ausgefallen und besitzt einen ganz besonderen Charme, von dem auch Stylelalbum profitiert.
 

Modern, sorgsam ausgewählt und alles andere als klassisch – das ist das Sortiment von Stylealbum. Wo heute avantgardistische Mode von skandinavischen Labels präsentiert wird, wurden früher übrigens Liköre gebrannt. Während unseres Besuchs bei Stylealbum haben wir die alten Zeiten allerdings nicht aufleben lassen: Es blieb bei einem leckeren Kaffee und einem guten Gespräch mit Inhaberin Sue M. Lee über Mode, Inspirationsquellen, Concept Stores in Deutschland und den Standort Düsseldorf.
 

Events und Mode – Damit punktet Concept Store Stylealbum

„Die meisten Kunden, die Stylealbum besuchen, kommen erst einmal alleine. Schauen sich um, probieren das ein oder andere Stück an, gehen und bringen ihre Freundinnen mit“, erzählt Sue. Derzeit arbeitet sie am Ausbau des Concept Stores zu einer Eventplattform. Frühstücke mit ihren Kunden, Kollektionspräsentationen oder auch die temporär in den Concept Store etablierte Gentlemen’s-Corner waren erst der Anfang. Der kurzzeitig verfügbare Bereich für Herren war ein Marketing-Event. Die männlichen Shopping-Begleiter sollten sich nicht so verloren fühlen, denn Stylealbum führt aktuell nur Mode für Frauen. Den Pop-up Store verbucht sie als „vollen Erfolg“. Außerdem stellt Sue die charakterstarke Location gerne als Ausstellungsplattform für externe Veranstaltungen zur Verfügung. Ein Weinhändler hat ihren Concept Store beispielweise bereits für eine Verkostung genutzt.
 

Düsseldorf, die Modestadt

Sue hat sich für einen Standort in Düsseldorf entschieden. Der rheinischen Metropole eilt ihr Ruf als international anerkannte Modestadt voraus. Dennoch bewegt sich die Modeszene der Stadt auf einem eher klassischen Terrain. Es dauert oftmals etwas länger, bis angesagte Trends in der Stadt auch wirklich Fuß fassen. Düsseldorfer kleiden sich häufig eher zurückhaltend und sind weniger experimentierfreudig. Und doch besticht der Charme der rheinischen Metropole als Standort für Modeboutiquen. Sue ist der Auffassung: „Für kleinere Händler ist es in Düsseldorf schwieriger neue Labels zu etablieren. Größere Stores wie Jades haben es da etwas leichter.“ Dennoch ist Sue der Überzeugung, mit Düsseldorf die richtige Wahl für Stylealbum getroffen zu haben, was unter anderem an den modisch extrovertierten Frauen mittleren Alters liegt. Sue hat nämlich die Erfahrung gemacht, dass sich Kundinnen ab Ende 30 modisch einfach mehr trauen als Jüngere. „Es geht ihnen nicht darum, wie Außenstehende ihren Stil bewerten, sondern sie entscheiden danach, in welchen Kleidungsstücken sie sich wohlfühlen und welche Stücke ihrem individuellen Geschmack entsprechen“, erklärt sie. Eine Einstellung, die sie auch jungen Modeliebhabern ans Herz legen möchte.
 

Concept Store Stylealbum steht für kreative und persönliche Freiheit

Sue M. Lee hat viele Jahre sowohl als Freelancerin als auch als festangestellte Modedesignerin für große Labels gearbeitet. Der eng gesteckte konzeptionelle Rahmen hatte für Sue auf Dauer allerdings wenig mit kreativem Schaffen und einer modischen Identität zu tun. Über die Jahre hat sie daher  Geld angespart, um sich einen Ausstieg leisten und ihre eigenen Ideen umsetzen zu können. Sie wollte sich selbst verwirklichen und einen modischen Weg einschlagen, der ihren aufgeweckten Lifestyle widerspiegelt.

Zunächst schuf Sue im Jahr 2007 ein rein onlinebasiertes Konzept. „Dass ich in den stationären Handel eintreten würde, war ursprünglich gar nicht geplant“, sagt sie. Sie wollte nach außergewöhnlichen, stylischen Labels suchen und produktübergreifend arbeiten. Ihre Grundidee: Ein Foto, auf dem Kunden jedes abgebildete Element erwerben konnten. Angefangen bei Outfits über Accessoires bis hin zu Interieur. Das Konzept wurde irgendwann allerdings zu komplex, um es weiterhin auf einer Online-Plattform betreiben zu können. Logische Konsequenz:  Sue eröffnete Stylealbum im Jahr 2015 mit ihrer ganz persönlichen Note in der Düsseldorfer Carlstadt. Auch jetzt können Kunden jeden Gegenstand, der bei Stylealbum präsentiert wird, kaufen – selbst die Möbelstücke. „Es wäre natürlich Schade, wenn jemand das Haus-Gerüst kaufen würde. Aber auch das würde ich hergeben“, sagt Sue lächelnd mit Blick auf die hölzerne Sonderanfertigung in Form eines Hauses im hinteren Teil des Stores.
 

Exklusive Marken im Fokus

Modisch setzt Stylealbum auf Looks, die sich von der breiten Masse abheben. Der Style ist pur, frisch, kraftvoll und markant. Skandinavische Labels spielen eine große Rolle. „In meiner Startphase gestaltete sich die Markenbeschaffung noch etwas schwierig“, erzählt Sue. Ihr damals noch hobbymäßig aufgezogener Onlineshop war nicht repräsentativ genug. Heute sieht die Welt ganz anders aus: Mit dem coolen Store im Loft-Stil, dem aufgeräumten Online-Shop und ihrem modischen Know-how hat die Designerin keine Schwierigkeiten mehr, sich vor großen Labels zu präsentieren.
Ihre Orderrunde startet im Juni in Paris und dauert bis Oktober an. Ihre Einkaufsstrategie behält sowohl kleinere Pre-Collections als auch die großen Hauptlinien im Blick, „Ich möchte mich mit Stylealbum vom Einheitsbrei unterscheiden. Dementsprechend extrovertiert sind die Stücke, die ich hier präsentiere“, führt Sue weiter aus. Zu den Highlights ihrer Labels gehören unter anderem: Malaikaraiss, Baum & Pferdgarten, Hope und Ganni. Außerdem gibt es eine neue Edited-Corner im Store.
 

Seoul und Hongkong liefern große Inspiration

Die Modewelt ist ein schnelllebiges Pflaster. Wer sich abheben will, muss gut informiert sein, ein Gespür für Trends beweisen und das Fashion-Geschehen im Blick behalten. Letzteres verfolgt Sue vor allem auf den großen Modemessen in Berlin und Kopenhagen. Schließlich liegt ihr Fokus auf Mode aus der deutschen Hauptstadt und den skandinavischen Metropolen. Ansonsten kann die rheinische Modestadt Düsseldorf mit zahlreichen Showrooms aufwarten. „Showrooms sind für mich definitiv eine Quelle der Inspiration. Ich habe in Düsseldorf immer die Möglichkeit, mich mal schnell auf’s Bike zu schwingen und das Sortiment interessanter neuer Designer kennen zu lernen“, so Sue. Außerdem ist sie immer auf der Suche nach Jung-Designern, die sie in ihr Sortiment aufnehmen kann. Wichtig sind für sie hier vor allem Städte wie Seoul oder Hongkong.
Ihre persönlichen Lieblingsläden, die nicht nur mit einer handverlesenen Kollektion, sondern auch mit einem ganz besonderen Shop-Design glänzen, sind Fred Segal und Ron Herman. Besonders begeistert ist sie außerdem von dem Pariser Concept Store Colette auf der Rue Saint-Honoré. Der Shop wird von Modeliebhabern für seine exklusive Kombination aus Kunst, Mode, Essen, Style und Design gefeiert. Der Concept Store Beyondstudios in Düsseldorf ist für Sue ebenfalls eine Quelle der Inspiration. Das ausgefallene Interieur macht den Concept-Store zur Besonderheit.
Und Gleiches gilt für Stylealbum.

 

Öffnungszeiten

Montag                         Geschlossen
Dienstag bis Freitag     11 - 19 Uhr
Samstag                       11 - 18 Uhr

Adresse

Stylealbum
Bilker Straße 21
40213 Düsseldorf

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Fräulein Bredow – grüne Mode mit Stil

Düsseldorf- Pempelfort – modern, nah an der Düsseldorfer Innenstadt und derzeit im Aufwind. Zahlreiche Grünflächen, hohe Altbauten und ein breites Angebot an Restaurants, Cafés und Bars machen Pempelfort zu einem facettenreichen Pflaster. Inmitten des bunten Trubels hat ein besonderer Concept Store mit einer speziellen modischen Botschaft seine Heimat gefunden. Fräulein Bredow– ein Concept Store in Düsseldorf für ökologische Mode, bei der die Optik nicht zu kurz kommt. Hinter den Schaufenstern des kleinen Concept Stores wartet auf der Roßstraße ein gut sortiertes Sortiment aus dem Bereich Ethical Fashion und zeigt genau das, was man sich von grüner Mode erhofft. Inhaberin Sia Bredow setzt auf Labels, die keinen Altersstempel tragen und mit außergewöhnlicher Schnittführung, angenehmen Materialien und frischen Designs auch bei Trendsettern punkten können. In Düsseldorf sind Concept Stores für grüne Mode bisher unterrepräsentiert; es gibt nur eine Handvoll Geschäfte, die sich auf nachhaltige Bekleidung spezialisiert haben.
 

Fräulein Bredow: Kleiner, aber feiner Concept Store in Düsseldorf

Sia Bredow ist Modedesignerin. Studiert hat sie an der Düsseldorfer Akademie für Mode und Design, im Anschluss war sie sowohl für kleinere Labels als auch größere Modehäuser tätig. Damit war im Jahr 2013 Schluss. Sia wollte weg von der konventionellen Modeindustrie mit ihren starren Vorgaben. Sie wollte sich selbst verwirklichen und ihrem persönlichen Anspruch an Mode gerecht werden. Ihr kleiner, gut sortierter Concept Store in Düsseldorf entwuchs aus einem Online-Konzept: Sia hatte Fräulein Bredow ursprünglich als virtuellen Shop aufgezogen. Die stationäre Niederlassung hatte sich irgendwann ergeben, mehr zufällig als strikt kalkuliert. Heute ist die Gewichtung zwischen On- und Offline anders herum: Der Online-Shop ist mehr zum Herumstöbern gedacht, während im stationären Geschäft dann tatsächlich geshoppt wird. Eigentlich, so Sia, sei das Ladenlokal viel zu groß für ihr kleines Sortiment, aber der Look der Räumlichkeiten sei durch die Helligkeit und die hohen weißen Decken „einfach perfekt.“ Sia verbindet einen modernen Industrial-Look mit Möbeln im 50er-Jahre-Stil, wodurch eine aufgeräumte und zugleich gemütliche Atmopshäre entsteht. Die plüschig-runden Einrichtungsgegenstände treffen auf die klaren Linien der herabhängenden Glühbirnen und den minimalistischen Look der weißen Wände.
 

Sia Bredow: „Meine Kunden kann man nicht beschreiben“

Wer sich die Kunden von Fräulein Bredow als klassischen Öko-Verfechter in Gesundheits-Sandalen, Jute-Beutel und Räucherstäbchenduft vorstellt, liegt falsch. Nachhaltige Mode werde heute in jeder Schicht und von jeder Altersklasse getragen, sagt Sia. Ihre Kunden sind dementsprechend sehr gemischt und nicht klar eingrenzbar. Daher ist Sia stets um ein ausgewogenes, zeitloses Sortiment bemüht: „Kleidung, die ich führe, soll sowohl an meiner Mutter gut aussehen und von mit selbst getragen werden können.“ Ihre Klientel ist überwiegend lokal angesiedelt und stammt aus den umliegenden Wohngegenden. Über das Internet schafft sie sich ein Plus an Aufmerksamkeit. Kleinere Events wie beispielsweise Kollektionspräsentationen mit Sekt und Leckereien bilden für sie einen verlässlichen Kundenmagnet. Zum ’Fashion Revolution Day‘, der als Ausdruck einer Bewegung gilt die an sichere, saubere und schöne Arbeitsbedingungen in der Modeindustrie glaubt, veranstaltet Sia ebenfalls Aktionen in ihrem Concept Store.
 

Fräulein Bredow:  Showrooms statt Messe

Für ihre Order nutzt Sia vor allem das breite Angebot an Showrooms in Düsseldorf und Köln, wo junge moderne Öko-Labels eine Präsentationsbühne gefunden haben. Ansonsten gefällt ihr aber auch das Angebot der MINT-Messe für fair gehandelte Eco-Mode in Amsterdam oder auch Ethical Fashion Show und Greenshowroom in Berlin. Insbesondere aufstrebenden Designern wie Vyosna oder Studio Jux  gibt Sia gerne eine Chance. Concept Stores in Deutschland nutzen ihre Shops häufig als Präsentationsbühne junger Labels.
 

Sia Bredow: „Das Bewusstsein für nachhaltige Produkte nimmt zu“

Allgemein interessieren sich Sias Kunden vor allem für die Produktionsländer der Kleidung. „Wenn man dann sagt, dass das Stück beispielsweise in China produziert wurde, fallen die Reaktionen oft eher skeptisch aus. Dabei wird auch in China nicht alles unter negativen Bedingungen hergestellt“, erklärt Sia. In der Welt der nachhaltigen Mode habe Schwarz-Weiß-Denken keinen Raum, denn gerade in Bezug auf die Verbesserung der Produktionsstandards sei aktuell noch der Weg das Ziel: „Alles ist im Fluss, wird stets verbessert und angepasst.“ Sia ist aber der Überzeugung, dass das Bewusstsein und Interesse an nachhaltig produzierter Mode immer weiter wächst. Ihrer Meinung nach sollte es mehr Concept Stores in Deutschland mit dieser fokussierten Zielsetzung geben. Um ihren Kunden einen größeren Bezugspunkt zu ermöglichen, achtet Sia auf zertifizierte Kleidung, die beispielsweise mit dem GOTS-Labelausgestattet sind. Zu den Labels, die Sia bevorzugt in ihrem Shop anbietet, gehören unter anderem das Kölner Brand Lanius sowie Armedangels.
 

Höhere Preise für nachhaltige Mode? Das ist in den Augen der Shop-Inhaberin nur ein längst überholtes Klischee. „Natürlich sind die Preise der grünen Marken nicht mit den Preisen der großen Modeketten vergleichbar, aber die Qualität der Kleidung ist es auch nicht. Ein nachhaltig gefertigter Pullover aus Alpaka-Wolle kostet genauso viel wie ein Pullover, der aus nicht nachhaltiger Produktion stammt, aber eine vergleichbare Qualität hat“, führt Sia weiter aus.  
Mit der nachhaltigkeitsbetonten Philosophie trifft der Concept Store in Düsseldorf den gesellschaftlichen Trend und leistet einen Beitrag die Modewelt ein bisschen grüner werden zu lassen.
 

Öffnungszeiten

Mo - Fr     11 - 19 Uhr
Samstag   11 - 16 Uhr

Adresse

Fräulein Bredow
Roßstraße 9
40476 Düsseldorf

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Tuxedo – der Concept Store für Authentizität und Wohlbefinden

Düsseldorf Unterbilk. Im Durchschnitt leben in Düsseldorf Unterbilk rund 11.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. Beeindruckende Zahl, insbesondere weil die Besiedelung des Szeneviertels in Düsseldorf rund doppelt so hoch ist, wie in den asiatischen Weltmetropolen Hongkong und Singapur. Doch für den großen Andrang gibt es einen plausiblen Grund, denn Düsseldorf Unterbilk ist aufgrund seiner Vielfalt sehr beliebt. Das ehemals etwas schmuddelige Arbeiterviertel hat sich in den letzten Jahren zu einem lebendigen Pflaster für eine jung gebliebene, trendbewusste und dynamische Szene entwickelt. Zentrum des elektrisierenden Bezirks ist die Lorettostraße. Auf der kleinen, mit Bäumen umsäumten Mini-Allee hat sich ein buntes Sammelsurium aus trendigen Cafés und exklusiven Geschäften niedergelassen. Eines davon ist der Düsseldorfer Concept Store Tuxedo, in dem Ladeninhaberin Ela Reck authentische Wohlfühl-Mode und Accessoires, aber auch Geschirr, Kunstbücher, Möbel und Öl-Gemälde des Düsseldorfer Künstlers Uwe van Afferden verkauft. Der Concept Store von Uwe van Afferden, welcher ebenfalls in der Lorettostraße 35 zu finden ist, bildet übrigens fast schon das männliche Pendant zu dem Store von Nebenan. Hier findet Mann alles, was das Leben schöner macht: Vom Feinripp-Unterhemd bis hin zum neuen Dampfgarer.
Doch genug Nachbarschaftsplauderei. Step hat ein Interview mit Ela Reck durchgeführt, in dem die Geschäftsführerin verrät, welche Philosophie sie mit ihrem Düsseldorfer Concept Store Tuxedo verfolgt.
 

Welche Botschaft steckt hinter Tuxedo? Was verbinden Sie mit Ihrem Concept Store?

Meiner Meinung nach sollten Frauen immer ihrem individuellen Stil immer treu bleiben können. Mode sollte dazu dienen, die Persönlichkeit authentisch zu unterstreichen und hervorzuheben ohne dabei verkleidet oder maskiert zu wirken. Wohlbefinden – das steht ganz weit oben auf meiner Liste, denn es gibt für jede Figur, jeden Stil und jeden Typ den perfekten Look. Kitschige It-Bags, zerrissene Jeans, glitzerndes Bling-Bling sowie Pelz- und Daunenwaren von gequälten Tieren lehne ich persönlich ganz entschieden ab und führe dementsprechend auch keine Produkte aus diesem Segment. Ich bin der Auffassung, dass Frauen sich von diesem Trend bewusst distanzieren sollten. Und genau dieses Statement setzt mein Concept Store Tuxedo in Düsseldorf. Viele Concept Stores in Deutschland legen den Fokus auf modische Extravaganz, ich bin jedoch der Meinung, dass mit Echtheit und einem authentischen Stil viel mehr erreicht werden kann.
Mein modisches Ziel liegt also einfach darin, jede Kundin ihren Vorstellungen entsprechend kleiden zu können und ein bisschen schöner zu machen. Absolute Priorität liegt darauf, dass sie sich wohl fühlt und dieser Aspekt soll beispielsweise auch durch das Interieur von meinem Concept Store aufgegriffen werden. Gemütlich und schön soll es sein.
 

Welche drei Worte beschreiben Ihren Concept Store am besten? 

Individualität, Bedachtheit und Freude an Mode beschreiben meinen Concept Store ab besten.
 

Warum haben Sie sich für den Standort Düsseldorf entschieden?

Ich lebe bereits seit vielen Jahren in der nordrheinwestfälischen Hauptstadt. Düsseldorf ist einfach meine Stadt. Hier fühle ich mich wohl, hier möchte ich weiterhin leben. Für meinen Concept Store wollte ich einen Standort, den ich kenne und liebe – also fiel die Wahl auf Düsseldorf.
 

Was ist Ihrer Meinung nach der besondere Charme der Location? 

Unterbilk und der Standort in der Lorettostraße bedeuten für mich Individualität, aber hier findet man auch ein angenehmes Flair der Entschleunigung und des geselligen Miteinanders.
 

Angenommen, Sie würden einen weiteren Concept Store eröffnen: Würden Sie etwas grundlegend anders machen?

Diese Frage kann ich ganz eindeutig mit Nein beantworten. Ich würde bei einer weiteren Store-Eröffnung alles ganz genauso machen, ich liebe Tuxedo.
 

Wie verknüpfen Sie online & offline miteinander? 

Ich persönlich lege großen Wert auf eine ausführliche Beratung. Meine Kundinnen sollen sich in meinem Concept Store verstanden und geborgen fühlen. Dafür nehmen wir uns gerne etwas mehr Zeit, führen unsere Kundinnen durch die Stücke der Kollektion und erklären dabei die Materialien und Schnitte. Das ist offline ein Grundpfeiler des Konzepts, welches online dann durch den Tuxedo-Blog ergänzt wird. Unseren Blog pflegen wir täglich mit neuen Inhalten und informieren beispielsweise ausführlich über Neuzugänge im Sortiment. Außerdem zeigen wir die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten und präsentieren teilweise ausgefallene, phantasievolle Verbindungen. Der Blog soll Stimmung machen, die Leichtigkeit hinter unserem Multi-Channel-Konzept transportieren und unseren souveränen Umgang mit Mode und Trends abbilden.
 

Der Blog hat keinen integrierten Online-Shop und ist auch nicht als solcher gedacht gewesen. Dennoch erhalten wir zunehmend Bestellanfragen unserer Kunden außerhalb von Düsseldorf. Uns freut natürlich sehr, dass wir durch unsere Online-Präsenz ein breiteres Publikum ansprechen und ihnen Lust auf unsere Mode machen können.

 

Öffnungszeiten

Mo-Fr   11.00 - 19.00 Uhr
Sa        11.00 - 16.00 Uhr

Adresse

Tuxedo
Lorettostraße 35
40219 Düsseldorf

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Ela Selected – Tradition, Stil und Industrial Schick

Düsseldorf-Volmerswerth. Ein kleiner Stadtteil in unmittelbarer Rheinnähe, den man nicht unbedingt mit erlesener Mode in Verbindung bringt, liegt er doch so weit entfernt von Königsallee und Carlstadt. Und dennoch hat der Düsseldorfer Concept Store Ela Selected abseits des quirligen Trubels der Düsseldorfer Shopping-Meilen ein Zuhause gefunden.

Inhaberin und Geschäftsführerin Gabriela Holscher nutzt für die Präsentation ihres gleichermaßen avantgardistischen wie zeitlosen Sortiments die alte Halle der Liesegangfabrik. Umrahmt vom industriellen Charme der Location bietet ELA Selected ein abwechslungsreiches Portfolio, bestehend aus Mode und Accessoires für Männer und Frauen. Bevor der Düsseldorfer Concept Store Ela Selected nach Volmerswerth zog, war der Shop übrigens fast 30 Jahre lang am Düsseldorfer Fürstenplatz zu finden. Nach einem kurzen Ausflug in die Carlstadt, war klar: Für Ela Selected muss es etwas ganz anderes sein. Dafür musste ein neuer Standort her, der roh, ehrlich und authentisch ist, eben unaufgeregt und individuell – so wie Gabriela selbst.
 

Holscher selbst kommt übrigens gar nicht aus der Modeszene. Sie hat eigentlich, der Tradition ihrer Familie entsprechend, eine Ausbildung zur Friseurin absolviert. Nach einem Zwischenstopp in Paris sprang sie ins kalte Wasser und damit in die Selbstständigkeit. Frei nach dem Motto: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und gewonnen hat der Düsseldorfer Concept Store ELA Selected nicht nur ein feines modisches Sortiment, eine charakterstarke Location und einen hohen Bekanntheitsgrad über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus, sondern auch langjährige Stammkunden, die der Düsseldorferin bereits seit mehreren Jahrzehnten die Treue halten.

Im Kurzinterview von step hat die extrovertierte Modeliebhaberin verraten, was ihren Concept Store so besonders macht und von anderen Concept Stores in Deutschland unterscheidet.
 

5 Fragen an Ela Selected

Welche drei Worte beschreiben Ihren Concept Store am besten?

Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten: Individualität, Qualität, Innovation.
 

Warum haben Sie sich für den Standort Düsseldorf entschieden? Was ist Ihrer Meinung nach der besondere Charme oder besser der Reiz der Location?

Düsseldorf ist meine Stadt, in der ich 1977 Ela Selected gegründet habe. Ich habe das Glück, in einer wunderschönen Location auf dem Gelände der alten Liesegangfabrik zu arbeiten, die perfekt zu meinen Avantgarde-Designern und dem Stil meines Concept Stores passt.
 

Was sind Ihre drei persönlichen Lieblingslabels, die man sich mal genauer anschauen sollte?

Sich auf nur drei Labels zu beschränken ist schwierig. Meine Lieblingskollektionen reichen von Hannibal und Henrik Vibskov über Barbara I Gongini bis hin zu MM6 und Esther Perbandt. Nicht zu vergessen meine eigene Kollektion Ela selected… ;-)
 

Angenommen, Sie würden einen weiteren Store eröffnen: Würden Sie etwas grundlegend anders machen?

Nein! Ich würde nichts anders machen wollen. Mit meinem Concept Store in Düsseldorf bin ich rundum zufrieden.
 

Wie verknüpfen Sie online & offline miteinander?

Wir versuchen mit den neuen (sozialen) Medien zu kommunizieren, aber wir finden die persönliche Ansprache und den Kundenkontakt nach wie vor sehr wichtig.

Die Gesamt-Kollektion von Ela Selected beispielsweise gibt es nur bei uns im Store. Hier kann ich den Kunden direkt die Kollektionsstücke erklären, verschiedene Bindearten zeigen und sie beraten. Auf unserer neuen Website www.ela-selected.com hat man zusätzlich die Möglichkeit, die Teile in schwarzem Jersey zu bestellen.


Öffnungszeiten

Di - Fr   11.30 - 19.00 Uhr
Sa        11.00 - 17.00 Uhr


Adresse

Ela Selected
Volmerswerther Straße 21
40221 Düsseldorf

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