Concept Stores in Köln

Kunden suchen immer häufiger nach einer harmonischen Sammlung aus Mode, Schuhen, Accessoires und Interieur, die einem bestimmten Stil entsprechen. An dieser Stelle kommen Concept-Stores in Deutschland ins Spiel. Im Stadtbild einer jeden Grßstadt gibt es eine Vielzahl an Ladengeschäften, die eine Verbindung aus Mode, Schuhen, Wohnaccessoires und Lifestyleprodukten anbieten. Mode und Schuhe zu kaufen ist heute mehr als nur ein kein kurzer Zwischenstop im Geschäft um die Ecke - Es ist ein Erlebnis mit emotionalem Wert.

Kunden und Kundinnen suchen verstärkt nach individuellen Shopping-Kosmen, die zu ihren persönlichen Style-Vorlieben passen und ein produktübergreifendes Spektrum anbieten. Die neue Jeans kommt in Concept-Stores gleich mit dem passenden Schuh, einer schönen Tasche und farblich abgestimmten Armbändern daher. Concept-Stores erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit und sind aus der modernen Landschaft des Einzelhandels kaum noch wegzudenken.

 

Unsere Concept Stores im Überblick:

  • Boutique Belgique
  • Look!
  • Simon & Renoldi
  • De Ridder Concept:België
     

Concept-Stores sind eine geschickte Kombinationen aus Warenhaus und Boutique, die eine ganz spezielle Zielgruppe ansprechen wollen. Der Erlebnisfaktor beim Shoppen wird bei Concept-Stores groß geschrieben. Die Concept-Stores versinnbildlichen das moderne Verständnis einer Vereinigung von Shoppen und Spaß-Faktor. Weiterhin soll die Exklusivität der Stücke, ein schneller Wandel des Sortiments und die stilistische Einheitlichkeit der Kundenbindung beitragen.

Concept-Stores richten sich an spezifische Kundenkreise, die sich beispielsweise besonders sport-, mode-, beauty- oder designaffin präsentieren. Durch die Konzentration auf eine besondere Kundengruppe, wird die Identifikationskraft auf Kundenseite gesteigert. Insgesamt bieten viele Concept-Stores einen fundierten Produkt- und Markenmix. Der Kunde spart durch die Ladengeschäfte Zeit, denn hier ist die Vorauswahl der zueinander passenden Labels bereits getroffen und kann im Wohlfühl-Ambiente begutachtet werden.

Auf der Suche nach besonderen Labels, Jungdesignern und exklusiven Styles kommt man um Concept-Stores nicht mehr herum! Auch ausgefallene Geschmäcker finden in den Shops den passenden Look.


Boutique Belgique – Hip, modisch, verspielt


Köln ist im Wandel. Die Stadt wird immer dynamischer. Ein ganz besonderer Hot-Spot der Kölner Mode-Szene ist die Boutique Belgique, denn hier hat die vierfache Shop-Betreiberin Lena Terlutter ein Stück modische Retail-Landschaft neu definiert. Und mit ihrer persönlichen Interpretation des rheinischen Lebensgefühls trifft die multi-talentierte Fashionista und Mutter zweier Kinder genau den Nerv ihrer überwiegend jüngeren Kundschaft. Das pink-orangefarbene, herzförmige Logo des Concept-Stores lässt bereits erahnen, dass die Boutique Belgique mit einer schrillen Aufmachung und individuellen Style-Vorstellungen punkten könnte. Das Interieur des Stores enttäuscht die hohen Erwartungen der Mode-Szene nicht.

Der Look des Concept-Stores im Herzen des pulsierenden Belgischen Viertels in Köln erinnert an eine stilvolle Mischung aus dem industriellen Flair im Stil von Fabrikhallen und einem kleinen, liebevoll dekorierten Modeatelier. Im Detail bedeutet das: Die hippen Kleidungsstücke der Boutique Belgique wandern über eine Theke aus Europaletten. Dunkle Vintage-Holzdielen und Akzente im Look eines zartrosafarbenen Mädchentraums runden den gleichermaßen grungigen wie frischen Look des Stores ab und verleihen ihm einen ganz besonderen Vibe.

Und nicht nur die Boutique Belgique ist ein besonderer Treffpunkt der modischen Kreativ-Kultur, denn die Projekte Lena Terlutters erfreuen sich allesamt größter Beliebtheit. Auf ihrem Instgram-Account postet die Fashion-Ikone Looks, die vor Vielseitigkeit und Modebewusstsein glänzen. Ob verspieltes Boho-Kleid zu romantischen Ballerinas oder die Ripped-Jeans zur rockigen Lederjacke – Lena Terlutter weiß, wie man mit Trends spielt. Dementsprechend zählt ihr Instagram-Account heute über 298.000 Follower, der Facebook-Auftritt der Boutique Belgique wurde von über 13.000 Modebegeisterten abonniert. Als fester Bestandteil der Mode-Szene gilt sie heute als ’Carrie Bradshaw des Belgischen Viertels‘ und wird, wenn sie mit ihrer französischen Bulldogge durch die Straßen flaniert, häufig erkannt.

Im Gespräch mit step verrät Gründerin und Stilikone Lena Terlutter die Feinheiten ihres Store-Konzepts und hat auch den ein oder anderen Tipp für Concept-Stores in Deutschland parat.

 

Du führst insgesamt vier Concept-Stores mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Wie kam es zur Eröffnung der Boutique Belgique?

Die Boutique Belgique ist unser zweiter Concept-Store. Der Shop wurde im Jahr 2010, drei Jahre nach der Gründung des ersten Stores, eröffnet. Dank unserer Erfahrung, Marktbeobachtung, Nachfrageanalyse und gesammelter Expertise konnten wir dann die Boutique Belgique, flankiert von einem ganz besonderen Style-Konzept, ins Leben rufen. Einen Concept-Store mit erschwinglichen Looks für jeden Geldbeutel – so etwas gab es damals in Köln noch nicht.
 

Was zeichnet die Boutique Belgique aus?

Für die Zusammenstellung des Sortiments der Boutique Belgique orientiere ich mich sowohl an aktuellen Modetrends als auch an zeitlosen Klassikern, die in jedem Kleiderschrank einen Platz haben sollten. Letzteres unter anderem vom Label American Vintage. Außerdem sind alle Teile im Shop streng limitiert, was die modische Exklusivität des Concept-Stores sowie einen schnellen Wandel des Angebots ermöglichen soll: Wöchentlich kommt neue Ware, die Boutique Belgique geht mit der Zeit, arbeitet im Sinne der Schnelllebigkeit des Mode-Business’. Wichtig ist mir außerdem, dass keiner Angst haben muss, den Store zu betreten. Jeder soll sich die Mode der Boutique Belgique leisten können – eben ein Sortiment für jedes Budget und jeden Lebensstil. Der angebotene Mix soll bunt, laut, dynamisch sein und das besondere Flair junger Mode geschickt adaptieren. Wenn ich mein Lagengeschäft in drei Worten beschreiben müsste, wäre das innovativ, trendy und unique – denn genau das ist das Geheimnis für den Erfolg meines Concept-Stores in Köln.
 

Du selber bist ein richtiger Influencer auf Instagram. Inwiefern spielen Blogs und Co eine Rolle in puncto Inspiration?

Als beides noch neu und mehr oder weniger unberührt war, waren digitale Netze eine wichtige Inspirationsquelle für mich. Mittlerweile ist die digitale Landschaft doch recht einheitlich geworden. Ich nutze sowohl Blogs als auch Instagram heute vielmehr als Trend-Bestätigung, statt als Innovations-Treiber. Was mein modisches Portfolio betrifft verlasse ich mich einfach auf meine Intuition und habe Gott sei Dank immer relativ schnell und relativ früh den richtigen ‘Riecher’ für neue Trends.
 

Stichwort Messen: Welche besuchst du und wie stellst du dein Sortiment zusammen?

Ich, als zweifache Mutter, besuche in letzter Zeit natürlich weniger Messen. Da sich aber die Boutique Belgique sowohl in Köln selber als auch über die Stadtgrenzen hinaus großer Bekanntheit erfreut, ist es glücklicherweise so, dass viele Brands von alleine auf mich zukommen. Und tatsächlich passen viele Angebote super ins Laden-Konzept. Neue Marken und Trends finde ich außerdem durch intensive Recherchen und natürlich durch Reisen.
 

Gibt es einen Online-Shop?

Noch gibt es ihn nicht, aber er soll noch im Laufe des Jahres gelauncht werden! Ursprünglich habe ich eher eine Expansion in unterschiedlichen Städten Deutschlands geplant. Wir haben allerdings mittlerweile eine größere Kunden- und Fangemeinschaft, und zwar nicht nur innerhalb Deutschlands. Mit einem gut strukturierten Online-Shop können wir einen noch größeren potenziellen Kundenstamm erreichen und den Ansprüchen des digitalen Modekosmos gerecht werden. Man soll dementsprechend natürlich die Möglichkeit bekommen, von überall aus der Welt bei uns bestellen zu können.
 

Was sind deine Lieblingslabels und welche Stücke gehen momentan besonders häufig über die Ladentheke?

Ich selber favorisiere American Vintage, Le Specs und Le petite francaise! Und momentan sind große Sonnen- und natürlich die sogenannten ’Nerd‘-Brillen besonders hoch im Kurs. Farbenfrohe Taschen- und Kamerabänder gehören ebenfalls zu den Bestsellern und, anlässlich der bevorstehenden warmen Jahreszeit, sind locker-leichte Blusen aus Spitze besonders gefragt.
 

Warum Köln? Und wie modisch ist eigentlich der Kölner?

Also, mein Mann Leonard und ich sind ja gebürtige Kölner. Wir lieben die Stadt und das Lebensgefühl, außerdem wohnen unsere Freunde und Familien hier – für uns ist es also der beste Standort! Und zum Modebewusstsein der Kölner habe ich im Jahr 2014 ein ganzes Buch mit dem Titel ’Cologne‘s got Style‘ veröffentlicht! Der Kölner ist definitiv trendbewusster als man vielleicht meint.
 

Und die Zielgruppe des Concept-Stores?

Die ist nicht klar eingrenzbar und das finde ich super und entspricht genau meinem Verständnis von Mode. Ich hatte schon ganz junge, mutige Blogger-Girls im Store, gestandene Business-Frauen, die sich eher klassisch kleiden wollen, hippe Mutter-Tochter-Duos, Studenten und auch ältere, ganz schicke Damen! Es ist ein kunterbunter, aufregender Mix und genauso wollte ich es auch immer.
 

Du begleitest viele Projekte parallel, bist außerdem Mutter und im Mode-Business etabliert. Wie sieht dein Alltag aus?

Ich erledige für meine Stores sowohl Einkauf, Merchandising, Farbbilder und Schaufenstergestaltung selber. Außerdem führe ich noch eine Agentur und muss natürlich den Spagat zwischen Business und Mutterrolle meistern. Immer offen zu bleiben für neue Inspirationen ist bei meinem Arbeitspensum manchmal eine echte Challenge! Mein Mann und ich arbeiten aber zusammen, ergänzen uns und sind einfach ein tolles Team! Er übernimmt beispielweise die Buchhaltung und die gesamte Leitung des Personals.
 

Dein Tipp an Concept-Stores und Shop-Gründer?

Bevor man den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, kann ich jedem raten, erst einmal in der Fashion-Branche zu arbeiten und dort Fuß zu fassen. Außerdem empfehle ich immer, zunächst einen ganz genauen Blick hinter die Kulissen eines Concept-Stores in Deutschland zu werfen! Um einen Store erfolgreich führen zu können, bedarf es jeder Menge betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und nicht nur eines guten Händchens für Mode.
 

Öffnungszeiten

Mo-Fr     11.00 - 20.00 Uhr
Sa          11.00 - 20.00 Uhr

Adresse

Boutique Belgique
Brabanter Straße 29
50672 Köln

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Look!– Industrie-Style und neue Labels


Etwas ruhiger gelegen, abseits des hektischen Shopping-Trubels auf Ehren- und Breitestraße findet sich der Kölner Concept-Store Look! auf der Brüsseler Straße. Auf 75 qm bietet der Store ein erlesenes Sortiment, in dem ausgefallene Stücke internationaler Designer mit Kollektionen von Jungdesignern und Artikeln aus dem Bereich High-End-Fashion vereint werden. Auf Kleiderstangen werden überwiegend junge, urbane Brands wie Tigha, I.Code, Ade Velkon oder Miss Goodlife präsentiert. Neben Damen- und Herrenmode findet der shoppingbegeisterte Kölner im Look! Store Accessoires, Interieur-Design, Beauty, Bücher und handverlesene Geschenkartikel aus der ganzen Welt.
Besonderer Clou: Die Seifen, Schokoladen, Parfums oder seltene Gewürzmischungen können bis zum Farmer der für die Rohstoffe verantwortlich ist zurückverfolgt werden. Interessierte Kunden bekommen die Möglichkeit geboten, die Produktionsstandards via E-Mail zu erfragen, denn im Shop wird auf Fair Trade und Nachhaltigkeit größten Wert gelegt.

Seit der Gründung im Jahr 2012 und dem dritten Standortwechsel innerhalb der Stadt hat Inhaberin Mila Musil dem Store jetzt ein komplettes optisches Make-Over in Sachen Interieur-Design verpasst. Helle Wände und eine minimalistische Einrichtung bilden ein insgesamt aufgeräumtes und cleanes Ambiente mit industriellem Charme.

Im Gespräch mit step verrät Gründerin Mila Musil das, was ihren Kölner Concept-Store zu einem besonderen Highlight macht.
 

Welchem Konzept folgt Look! in Sachen Interieur und Produktauswahl?

Mein Look! Store bietet auf 75 qm ein urbanes, individuelles, liebevoll ausgewähltes Sortiment aus Mode, Accessoires, Schmuck, Büchern, Beauty, Home und Geschenkartikeln für Männer & Frauen. Durch die Vielfalt des Angebots soll jedes Budget abgedeckt werden.
 

Drei Schlagworte, die den Store beschreiben?

Design. Fashion. Lifestyle – dafür steht mein Concept-Store.
 

Wie kam es zu der Store-Idee?

Als Inhaberin der ehemaligen Vertriebsagentur Sales Affairs mit Spezialisierung auf Jungdesigner war ich viel in der Welt unterwegs und habe viele tolle Concept-Stores u.a. in Paris, Mailand, Kopenhagen, Berlin und Zürich besucht, die es so in Köln noch nicht gab. Dieses Kauferlebnis wollte ich nach Köln transportieren, um eine Besonderheit in der deutschen Einzelhandelswelt zu erschaffen.
 

Für was soll der Concept-Store stehen?

Für Inspiration und neue Erlebniswelten. Wir wollen unsere Kunden immer wieder neu überraschen. Die Freude am Stöbern, Staunen und dem Entdecken von Neuigkeiten mit allen Sinnen in Verbindung mit persönlicher und ehrlicher Beratung liegt uns besonders am Herzen und belohnt uns jeden Tag mit glücklichen Kunden, die unser Engagement zu schätzen wissen.
 

Woher holst Du Deine Inspiration für die Zusammenstellung der neuen Kollektion? Inwieweit spielen Instagram, Blogs und Co eine Rolle?

Die Inspiration für die Zusammenstellung des Sortiments erfolgt eigentlich immer sehr intuitiv aus vielen Impulsen heraus, die mir aus Bereichen wie Mode, Kunst, Design, Musik, Medien und Stores zuströmen und die ich wie ein Schwamm aufsauge. Daraus entsteht immer wieder ein neues harmonisches Konzept an Produkten, das sich wie ein Puzzle zusammenfügt. Je nach Saison dominieren verschiedene Farbenwelten und Themenschwerpunkte. Neben lokalen Produkten finden sich im Kölner Concept-Store Artikel aus der ganzen Welt.
Menschen mit neuen Ideen und Visionen faszinieren mich. Jungdesignern und Start-up-Unternehmen mit innovativen Produkten, die bei uns anfragen, finde ich spannend. Instagram, Blogs und Co spielen für die Kollektion im Ladengeschäft aber eher eine untergeordnete Rolle.
 

Welche Messen besuchst du? Wie stellst du dein Sortiment zusammen?

Wichtig für das Sortiment im Shop ist die Fashion Week in Berlin mit ihren Messen Bright, Seek, Premium, Show&Order, Panorama und neuerdings auch noch der Berliner Modesalon. Die Supreme und Gallery in Düsseldorf sowie die Ambiente und Tendence in Frankfurt gehören ebenfalls Pflichtprogramm. Besonderen Spaß macht es mir aber, auf kleineren Independent-Designmessen noch unbekannte junge Designtalente und ausgefallene Produkte zu entdecken.
 

Gibt es einen Online-Shop?

Look! hat einen Online-Shop auf der Plattform von sugartrends.com, die ausgewählte einzigartige kleine Läden aus der ganzen Welt fernab der Massenindustrie präsentiert. Hier ist mein Concept-Store wunderbar aufgehoben und befindet sich in bester Gesellschaft!
 

Deine Top-3-Lieblingslabels?

Esther Perbandt, Tigha und Miss Goodlife
 

Was sind die aktuellen Bestseller im Laden?

Aktuell geht Gin & Tonic von Windspiel besonders gut. Außerdem ist der Schmuck von Mint aus Schweden und von Leju aus London begehrt.
 

Und welche Labels führst Du außerdem?

Mein Store-Portfolio umfasst circa 20 verschiedene Labels, die sich im stetigen Wandel befinden. Insbesondere Jungdesignern und lokalen Newcomern bietet unser Store eine Plattform, um sich dem Zielpublikum zu präsentieren und diese Chance wollen wir auch zukünftig lebendig halten. Aktuelle Labels sind beispielsweise Alpha Industries, Desires, Erfurt, Esther Perbandt, Grome Design, Katspell, Lua, Mint, Miss Goodlife, Shine Originals, Tailored Originals, Tigha, Time for wood, United Nude und viele mehr.
 

Warum Köln? Hat der Standort eine besondere Bedeutung?

Die Stadt ist offenherzig, multikulturell und bietet viel kreatives Potential. Köln hat sich in den letzten zehn Jahren zu einem attraktiven Standort für Mode und Design entwickelt. Insbesondere das Belgische Viertel mit seinen vielen individuellen Stores, Cafés und Restaurants ist als lebendiges Szeneviertel international bekannt geworden. Gemeinschaftliche Events wie Le Tour Belgique und Le Bloc mit einem buntgemischten Kulturprogramm sind beliebte Publikumsmagnete. Mit Look! auf der bin ich mitten drin im angesagten Veedel – Köln ist dementsprechend der ideale Standort für mich!
 

Wie modebewusst und trendsicher ist der Kölner?

Der Kölner ist durchaus modebewusst, macht aber nicht jeden neuen Trend mit. Individualität, Qualität und Wohlfühlen stehen mehr im Fokus. Gefragt sind zeitlose, pflegeleichte und gut kombinierbare Lieblingsteile und diesen Bedarf kann das Sortiment meines Concept-Stores sehr gut abdecken.
 

Wie würdest Du Deine Kunden beschreiben? Gibt es eine klar definierbare Zielgruppe?

Meine Kunden suchen im Shop nach Inspiration und schätzen das Besondere. Sie sind neugierig und aufgeschlossen für Neues, aber gleichzeitig qualitäts- und preisbewusst. Sie legen Wert auf individuelle Beratung und Nachhaltigkeit. Die Liebe zu schönen Dingen und ein individueller Lifestyle stehen dabei im Vordergrund, weniger das Alter. Demensprechend vielschichtig ist der Kundenstamm meines Concept-Stores.
 

Gibt es weitere Projekte für die Zukunft? Sind beispielsweise noch weitere Standorte geplant? Wohin soll es gehen?

Da Kunden aus anderen Städten immer wieder nachfragen, ob es unser Sortiment auch in ihrer Stadt zu kaufen gibt, sind mittelfristig weitere Standorte für Concept-Stores in Deutschland geplant – langfristig gerne auch mit internationaler Ausrichtung.
 

Wie sieht Dein Alltag im Store aus? Welche Herausforderungen gab/gibt es zu meistern?

Im Vordergrund steht die persönliche und ehrliche Beratung basierend auf Empathie und Vertrauen. Viele unserer lokalen und internationalen handverlesenen Produkte sind einzigartig. Wir unterstützen Jungdesigner, kleine Manufakturen und lokale Designer. Freunde und Kunden glücklich zu machen, das ist unsere Hauptmotivation.
Eine besondere Herausforderung waren die drei Standortwechsel, wodurch ich meine Stammkundschaft immer wieder neu gewinnen musste, was aber glücklicherweise gut funktioniert hat.
Einzelhandel ist harte Arbeit und erfordert maximalen Einsatz jeden Tag. Man braucht Durchhaltevermögen und viel Eigenmotivation, besonders in Flaute-Zeiten.

Was würdest du Shop-Gründern raten? Gibt es Dinge, die du verändern würdest, wenn du einen weiteren Store eröffnen würdest?

In der heutigen Zeit ist die Eröffnung eines Stores ein sehr mutiger Schritt. Die Mieten steigen, der Online-Handel wächst und die Kunden sind nicht nur gut informiert, sondern auch sehr wählerisch und besonders preisbewusst geworden. Der Markt dreht sich immer schneller und verlangt nach neuen Impulsen. Aber ein individuelles einzigartiges Konzept mit Storytelling und Erlebnischarakter, das sich an den Kundenwünschen orientiert und kontinuierlich begeistert, hat durchaus Chancen auf Erfolg.
Ich bin dreimal mit meinem Store umgezogen, bis ich die richtige Location gefunden habe. Jeder Store war einzigartig und hatte seinen eigenen Charakter, ohne seinen Signature Look zu verlieren – und darauf kommt es besonders an, man muss sich von der Masse abheben und einen individuellen Look kreieren.
 

Öffnungszeiten

Mo-Fr   12.00 - 19.00 Uhr
Sa        12.00 - 19.00 Uhr

Adresse

Look! Conzept Store
Brüsseler Straße 65
50672 Köln

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Simon & Renoldi


Das quirlig-kreative Belgische Viertel in Köln hat mit dem im Jahr 2008 gegründeten Concept Store Simon & Renoldi auf der Maastrichter Straße 17 ein neues Glanzlicht der Einzelhandelslandschaft zu verzeichnen. Auf 170qm Ladenfläche, in einem schmucken, atmosphärisch starken Altbau wurde eine individuelle Lifestyle-Area geschaffen, die sich bewusst gegen massentaugliche, homogene Einheitsmode positionieren möchte. Das Angebot des Kölner Concept Stores will genau dort ansetzen, wo das Altbekannte bereits an seine Grenzen stößt – eine Feier der Individualität. Das handverlesene Sortiment wird mit einer ehrlichen, fairen, kompetenten Beratung und einem besonderen Interieur-Design kombiniert, welches sich durch unverputzte Wände und einen markanten, schwarzen Steinboden charakterisiert und stilvollen Vintage-Charme versprüht. Eine unkonventionelle Einkaufswelt mit Wohlfühlfaktor, das will Simon & Renoldi seiner vielschichtigen Kundengruppe bieten.

Inhaberin Leonie Stockmann verrät im Gespräch mit step, was ihr und Geschäftspartnerin Olivia Zirkel besonders wichtig ist, welche Message der Kölner Concept Store nach außen tragen soll und wie sie den Spagat zwischen einem erfolgreichen Shop und Privatleben meistern. Außerdem gibt die Geschäftsfrau Tipps für andere Concept Stores in Deutschland, erklärt, was bei der Gründung eines Modeunternehmens beachtet werden sollte und erzählt, warum sich Simon & Renoldi selbst gar nicht als typischer Concept-Store wertet.
 

Welchem Konzept/welchem Leitgedanken folgt der Concept Store in Sachen Interieur und Produktauswahl? 


Hinter unserem Concept Store Simon und Renoldi steht die Idee einen individuellen, qualitativ hochwertigen Style abseits des Mainstreams anzubieten. Wir versuchen bei der Auswahl der Produkte den Blick für das Besondere nicht zu verlieren. Es ist uns wichtig, die S&R-DNA zu wahren – unter Berücksichtigung aktueller Trends, ohne diese einfach vom Laufsteg zu kopieren.
 

Seit unserer Gründung 2008 haben wir unser Konzept verändert, den Gegebenheiten angepasst. Ging es uns bei der Gründung vor allem darum einen umfassenden Lebensstil anzubieten, was neben dem Verkauf von individueller Mode auch Bücher, Geschenkartikel bis hin zu Einrichtungsgegenständen bedeutete, konzentrieren wir uns heute hauptsächlich auf Fashion und ausgewählte Accessoires. Innerhalb der letzten Jahre haben einige Stores im Belgischen Viertel eröffnet, die sich zum Beispiel auf Home Interieur, Bücher etc. spezialisiert haben. Das sind sehr gute, inhabergeführte Stores mit viel Herzblut und einer tollen Auswahl. Da macht es für uns keinen Sinn, diese Themen auch noch anzubieten. Hinzu kommt, dass der Gedanke des Concept Stores massentauglich gemacht wurde. Man hat den Eindruck über kurz oder lang sind alle Geschäfte Concept Stores. Da möchten wir uns nicht unbedingt einreihen. Nahezu alles, was wir als inhabergeführter Concept Store angeboten haben, wird mittlerweile viel günstiger von großen Ketten nachproduziert und verkauft. Zu guter Letzt haben wir den Eindruck gewonnen, dass sich unsere Kunden wieder eine klare Linie/Ausrichtung wünschen. Konzentration auf unsere Kernkompetenz ist daher unser Schlagwort. Natürlich gibt es nach wie vor auch noch tolle Concept Stores, wie zum Beispiel The Store im Soho House in Berlin, aber wir denken, dass es für uns nicht mehr das richtige Konzept ist. 

 

Schlagworte, die den Concept Store beschreiben? 


Premium Fashion. 


Authentische Trends mit guten Basics. 


Unaufgeregtes Einkaufen.

Kompetente, unaufdringliche Beratung. 

 

Wie kam es zu der Store-Idee? 


Die Idee zur Gründung von Simon & Renoldi entstand aus der Leidenschaft für Mode und Design, gepaart mit der Leidenschaft für einen stationären Store.

Wir (Olivia Zirkel, geb. Simon und Leonie Stockmann, geb. Renoldi) lernten uns kennen und merkten sehr schnell, dass wir uns gemeinsam mit einem Store selbstständig machen möchten und auch gleiche Vorstellungen davon hatten, wie dieser aussehen sollte. So wurde die Gründung der ’Simon und Renoldi GmbH‘ am 11.11.2007 beim Einläuten der Karnevalssession per Handschlag besiegelt. Neun Monate später eröffneten wir unseren Concept Store im Belgischen Viertel in Köln. Im nächsten Jahr ist das bereits zehn Jahre her... Wahnsinn... 

 

Für was soll der Store stehen? 


In ungezwungener Atmosphäre hochwertige Mode entdecken, probieren und neue Lieblingsteile finden. Bei Bedarf umfassende, schonungslos offene Beratung. Bei uns gibt es wenig ’Bling-Bling‘, wir stehen für einen lässigen, aber dennoch angezogenen Style. Individualität statt Mainstream.
 

Woher holst Du Deine Inspiration für die Zusammenstellung des neuen Sortiments? Inwieweit spielen Instagram, Blogs und Co eine Rolle? 


Wir gestalten den Einkauf gemeinsam, wodurch per se unterschiedliche Einflüsse in die Auswahl der Kollektionen gelangen. Instagram und Co. spielen dabei keine vordergründige Rolle. Sie sind Teil eines großen Ganzen, woraus wir unsere Inspiration ziehen. Anstatt sich zu sehr auf die Social-Media-Kanäle zu konzentrieren sollte man sich im Einkauf mehr mit seinen tatsächlichen Kunden auseinandersetzen und als Store authentisch bleiben. 

 

Welche Messen besuchst du? Wie stellst du dein Sortiment zusammen? 


Wir besuchen regelmäßig die Fashion Week in Berlin mit all ihren Messen. Darüber hinaus sind wir in Paris und Düsseldorf unterwegs. Mit den meisten unserer Labels arbeiten wir schon seit vielen Saisons zusammen, wodurch sich natürlich eine grundsätzliche Ausrichtung unseres Styles ergibt.
 

Die Auswahl der einzelnen Kollektionsteile orientiert sich an unserer modischen DNA. Wir geben den einzelnen Kollektionen unsere Handschrift und haben dabei natürlich auch unsere Kunden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen im Hinterkopf. Zu Beginn einer Orderrunde sichten wir zunächst all unsere Labels um einen Eindruck zu bekommen, wohin die Reise geht. Im nächsten Schritt legen wir unseren Style für die kommende Saison fest. Dabei ist es uns wie schon gesagt wichtig, nicht blindlinks Trends aufzunehmen, sondern diese gezielt für unsere Kunden zu übersetzen. 

 

Gibt es einen Online-Shop? 


Nein, nicht mehr. In der Vergangenheit kooperierten wir mit der Shoppingplattform Luxodo. Auch hier sind wir mittlerweile zu dem Entschluss gekommen, uns auf unser Kerngeschäft, den stationären Handel – zu konzentrieren. Die Konkurrenz im Online-Markt ist so groß, dass es für einen Store unserer Größe nahezu unmöglich ist, überhaupt sichtbar zu sein.

Zudem widerspricht es auch unserer grundsätzlichen Philosophie nah am Kunden zu arbeiten, besonderen Service gepaart mit individueller Beratung zu bieten. Wir möchten das den Online Stores nicht absprechen, dies ist aber nur mit einem enormen Aufwand und Budget umsetzbar, was für einen Store unserer Größe wirtschaftlich einfach nicht darstellbar ist.
 

Welche Labels führst Du?
 

  • Lala Berlin

  • Joseph
Odeeh

  • Sonia by Sonia Rykiel
  • iheart
  • Paul and Joe Sister
  • Custommade

  • Sita Murt

  • Denham 
  • DL Jeans
  • Majestic
  • Filippa K
  • Juvia
     

Außerdem Schuhe und Accessoires von AGL,
 Billi Bi,
 Veja, Steffen Schraut, Anaki Paris, Gum, Gianni Chiarini
 

Deine Top-3-Lieblingslabels?

Joseph, iheart und
 Lala Berlin
 

Was sind die aktuellen Bestseller im Laden?

Zurzeit haben wir eine große Nachfrage nach Denim Styles – egal, ob als Jeans, Kleid oder Oberteil. Hinzu kommen sportlichere Schuhe wie zum Beispiel die Sneaker von Veja oder Slip-Ons von Billi Bi.
 

Warum Köln? Hat der Standort eine besondere Bedeutung?

Köln ist besonders. Die einzelnen Stadtteile haben ihre besonderen Eigenarten und Highlights. Es existiert das Nebeneinander alter und neuer Impulse. Köln hat eine sehr rege Design- und Kreativszene. Man muss allerdings auf die Suche gehen. Manchmal haben wir auch den Eindruck, dass gerade in diesen Bereichen vieles die Stadt verlässt und woanders mehr wertgeschätzt wird. Eine wirkliche Fashionszene gibt es unter den Jüngeren durchaus, was sich auch in den zahlreichen individuellen Läden der einzelnen Stadtviertel wiederspiegelt. Die Shop-Auswahl auf den großen Einkaufsstraßen entspricht der aller großen Städte und ist einfältig. Aber in den einzelnen Viertel gibt es coole, individuelle Läden.
 

Wie modebewusst und trendsicher ist der Kölner?

Kölner Style hat in der breiten Öffentlichkeit viel mit Marken zu tun. Da wird schnell zur Moncler Jacke, den Ugg Boots und der 7for all Mankind-Jeans gegriffen. Der Kölner Style ist wenig individuell.
 

Wie würdest Du Deine Kunden beschreiben? Gibt es eine klar definierbare Zielgruppe? 


Unsere Kunden sind sehr qualitätsbewusste und modeaffine Frauen in nahezu jeder Altersklasse. Frauen die authentisch sind und ihren eigenen Stil gefunden haben. Sie machen nicht zwingend jeden Trend mit bzw. passen ihn ihrem eigenen Stil an. Es ist keine Eins-zu-Eins-Kopie der Laufsteg-Looks. Der Mix macht den perfekten Look. 

 

Gibt es weitere Projekte für die Zukunft? Sind beispielsweise noch weitere Standorte geplant? Wohin soll es gehen? 


Es soll weiter gehen... allein das ist ja in der heutigen Zeit durchaus nicht selbstverständlich. Ein Store ist niemals ’fertig‘ und somit immer auch ein sich wandelndes Projekt für die Zukunft. Zur Zeit sind keine weiteren Standorte geplant. Wir konzentrieren uns zu 100% auf den bestehen Store. 

 

Wie sieht Dein Alltag im Store aus? Welche Herausforderungen gab/gibt es zu meistern? 


Die größte Herausforderung für meine Geschäftspartnerin und mich ist es im Moment unsere Kinder, die noch sehr klein sind, und Simon & Renoldi parallel zu organisieren und  beidem in entsprechendem Maß gerecht zu werden. In Bezug auf den Store ist für uns größte und auch wichtigste Herausforderung die Bedürfnisse unserer Kunden zu eruieren und für sie spannend zu bleiben. 

 

Was würdest du Shop-Gründern raten? Gibt es Dinge, die du verändern würdest, wenn du einen weiteren Store eröffnen würdest? 


Den richtigen Partner zu finden und eine klare Aufgabenverteilung. Neben der Leidenschaft für die Sache muss die Bereitschaft hart zu arbeiten vorhanden sein. Unerlässlich ist eine genaue Marktanalyse und Ausarbeitung des eigenen Konzepts mit einer klaren Zielgruppenanalyse. Bei der Standortwahl darf man keine Kompromisse machen, der Wareneinsatz muss genau berechnet sein, die Abverkäufe sowie Lagerbestände müssen ständig im Blick behalten werden. 

 

Öffnungszeiten

Mo-Fr   11.00 - 19.00 Uhr
Sa        11.00 - 19.00 Uhr

Adresse

Simon & Renoldi
Maastrichter Straße 17
50672 Köln

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De Ridder Concept:België


Im Kölner Concept Store De Ridder bringt Inhaberin Ines De Ridder die Besonderheiten ihres Heimatlandes in einem ausgewogenen Mix zusammen und trifft damit den Nerv einer vielseitig interessierten Kundenschicht.

Ines De Ridder stammt ursprünglich aus Belgien – dem an Deutschland grenzenden Land, das für Schokolade und eine dynamische Kreativszene in den Metropolen Antwerpen und Brüssel bekannt ist. Neben romantischen Landschaften, verträumten Stränden und beeindruckender Natur bieten die belgischen Städte auch hippe Flaniermeilen mit modischer Vielfalt. Stilistisch wechseln sich moderne Straßenbilder mit urigen Gassen und barocken Bauten im Jugendstil ab – eine architektonische Vielfalt, die den quirligen Lebensstil des kleinen Landes mit holländischen und französischen Adern optisch adaptiert. Der Concept Store De Ridder in Köln versucht die landesspezifischen Besonderheiten besonders ansprechend zu vereinen. Eher zufällig fand der 70qm große Concept Store De Ridder einen Standort im Belgischen Viertel in Köln. Für Ines De Ridder ihre Chance, den Charme ihrer Heimat und die einzigartige Design-Handschrift der belgischen Mode auf dem deutschen Markt zu etablieren. Neben Mode, Interieur und Kunst spielt auch die Kulinarik eine besondere Rolle: Schokolade sowie belgische Bier- und Gin-Sorten werden im Store angeboten. Individualität und ein insgesamt außergewöhnliches Portfolio charakterisieren den kleinen Concept Store im Belgischen Viertel.

Im Interview mit step verrät Ines De Ridder, was ihrem Concept Store einen besonderen Flair verleiht, worauf sie bei der Zusammenstellung ihres Sortiments Wert legt und warum Belgien für die Modewelt prädestiniert ist.
 

Welchem Konzept/welchem Leitgedanken folgt der Concept Store in Sachen Interieur und Produktauswahl? 


Es ist ein belgischer Concept Store, der dann doch eher zufällig im Belgischen Viertel von Köln beheimatet ist. Belgien hat in Sachen Mode und Design wirklich viel zu bieten und die kulinarische Seite ist auch nicht zu unterschätzen. Somit verfolge ich recht konsequent das Konzept, zu 99% belgische Produkte zu präsentieren. Bei guter Qualität und – wenn passend zum Sortiment – gibt es noch niederländische, französische und deutsche Labels. Wichtig ist, authentische, individuelle, qualitativ hochwertige Kollektionen aufzunehmen. 

 

Drei Schlagworte, die den Store beschreiben? 


Belgische Mode, Lifestyle, Gin.


Mein Concept Store soll erfrischend anders, individuell und ausgefallen sein.
 

Wie kam es zu der Store-Idee? 


Als gebürtige Belgierin, genauer gesagt komme ich aus Brüssel, lag der Gedanke zu einem dementsprechenden Concept Store schon nahe. Aber der ursprüngliche Ansatz war, etwas Neues, Anderes, mit internationalem Flair im stationären Einzelhandel zu gründen. Nämlich das, was es in Deutschland in der Form noch nicht gibt, möglichst originell, ausgefallen, manchmal frech und bunt und dennoch qualitativ hochwertig. So reifte die Idee, das Beste aus Belgien in ein Geschäftskonzept zu bringen. 

 

Für was soll der Store stehen? 


Mein Concept Store steht für das Besondere, das qualitativ Wertige, schöne Materialien, Stil & Eleganz, Lässigkeit & Coolness, Zeitlosigkeit & Understatement, je nach Modelabel. Und natürlich handwerklich anspruchsvolle Produkte, so auch der belgische Gin. Oft haben meine Produkte auch eine lange Tradition – sowohl die Mode, als auch die belgischen Leckereien.
 

Woher holst Du Deine Inspiration für die Zusammenstellung der neuen Kollektion? Inwieweit spielen Instagram, Blogs und Co eine Rolle?

Die Inspiration für meinen Concept Store kommt eigentlich unmittelbar von den belgischen Designern. Sei es auf den Modemessen in Paris und Berlin oder direkt in den Headquarters und Showrooms in Belgien und natürlich auch von den Straßen der Modemetropolen Antwerpen und Brüssel. Die sozialen Medien spielen da auch eine immer wichtigere Rolle. Ich verfolge beispielsweise Trends und Farbkonzepte auf den sozialen Plattformen wie Instagram oder Facebook, lese die Fachpresse on-/offline, mache Inforeisen und besuche die belgischen Städte. Es ist also ein sehr vielfältiger Mix unterschiedlicher Inspirationsquellen. Empfehlungen von und Gespräche unmittelbar mit belgischen Kunden oder kleineren Designerlabels sind ebenfalls sehr hilfreich bei der Recherche nach neuen Produkten. Außerdem spielt natürlich die Kommunikation mit Herstellern und Gin-Destillerien eine Roll. Entweder kommen die Firmen auf mich zu oder ich überzeuge mich durch Probekäufen selber von der Qualität und der Einzigartigkeit der Produkte.
 

Welche Messen besuchst du? Wie stellst du dein Sortiment zusammen?

Vornehmlich besuche ich die Messen in Paris, Berlin und gelegentlich in Amsterdam. Es kommen aber auch häufig belgische Designerlabels zu uns und bitten um eine Kollektionsvorlage. Gerne schaue ich mir dann die Webseite, Lookbooks usw. genauer an. In meinem Concept Store besteht allerdings bereits ein festes Marken-Sortiment für eine entsprechende Stammkundschaft. Somit ist die Erweiterung um neue Labels schon etwas seltener geworden. Aber ich bleibe offen und neugierig.
 

Gibt es einen Online-Shop?

Noch habe ich keinen eigenen Online-Shop. Auf der Plattform Sugartrends ist das Angebot von De Ridder aber vertreten! Ein eigener Online-Shop zum Concept Store ist in Planung.
 

Welche Labels führst Du?

Dazu habe ich direkt eine kleine Liste, die einen guten Überblick bietet:
 

  • Babbi
  • Bellerose
  • Equuss
  • Essentiel Antwerp
  • Humanoid
  • Just in Case
  • Kate & Jules
  • Komono
  • Libeco
  • Ellen Verbeek
  • Lolo Ballerina
  • Magdalena
  • Mooiloop
  • Pluto on the moon
  • Resourcelab
  • Rue Blanche
  • Scapa Home
  •  Tikli
  • 10tien
  • Toupy
  • Wouters & Hendrix
  • Iodus
     

Deine Top-3-Lieblingslabels?

Rue Blanche, Mooiloop, Bellerose, Lolo Ballerina


Das sind nun schon vier Labels, es ist kaum möglich, ausschließlich Lieblingslabels zu benennen. Jedes Label hat seine besonderen Vorzüge und herausragenden Merkmale.
 

Was sind die aktuellen Bestseller im Concept Store?

Die Marken Essentiel Antwerp, Just In Case und Komono verkaufen sich definitiv besonders gut.
 

Gibt es hippe Newcomer-Labels, die du führst oder empfehlen kannst?

Ich kann Pluto On The Moon empfehlen. Da gibt es eine neue Pret-à-porter Linie.
 

Warum Köln? Hat der Standort eine besondere Bedeutung für deinen Concept Store?

Insbesondere das Belgische Viertel mit seinem hippen und kreativem Flair, ist für meinen Concept Store der ideale Platz. Ich selbst bin schon Köln-verliebt, fühle mich hier wohl und habe hier meinen Familien- und Freundeskreis. Aufgrund meiner Mehrsprachigkeit genieße ich auch die internationale Atmosphäre durch Touristenbesuche aus aller Welt. Gerne flanieren interessierte Besucher durch das Belgische Viertel, was inzwischen schon in manchen Reiseführern als lohnenswerter Routentipp erwähnt wird.
 

Wie modebewusst und trendsicher ist der Kölner?

Nicht ganz so modebewusst würde ich sagen. Aber der Kölner ist definitiv neugierig und zumeist überglücklich, endlich etwas Neues zu entdecken, was sich vom modischen Einheitsbrei der Innenstadt abhebt.

Häufig freuen sich Belgien- und Antwerpen-Reisende oder Gin-Liebhaber über das Sortiment des Belgischen Concept Stores.
 

Wie würdest Du Deine Kunden beschreiben? Gibt es eine klar definierbare Zielgruppe?

Aufgrund der Preiskategorie eher mitten im Leben stehende, berufstätige Frauen und Mütter, die auf der Suche nach modischen Alltagslooks sind. Aber ich habe oft auch junge Damen im Shop, die nach Anlassbekleidung suchen – beispielsweise für die Abi-Feier, als Trauzeugin, Eventbekleidung und eben für besondere Veranstaltungen im Allgemeinen. Auch aus der Medien- und Schauspielbranche gibt es starkes Interesse an ausgefallenen Outfits. Bezeichnend ist die Kundin mit einer hohen Affinität in Richtung Internationalität, gehobener Gastronomie, Reisen, Kultur, Kunst und Musik aller Art.
 

Gibt es weitere Projekte für die Zukunft? Sind beispielsweise noch weitere Standorte geplant? Wohin soll es gehen? 


Als langfristiges Ziel wären Concept Stores in weiteren deutschen Großstädten wie Hamburg und München oder sogar Österreich schön, da Besucher in Köln dies schon häufiger angemerkt haben und mich zu diesem Schritt ermutigen. Sätze wie: „Kommen Sie doch nach...., da fehlt sowas“ höre ich sehr oft. 
Mittelfristig möchte ich jedoch gerne der Nachfrage in Bezug auf Herrenbekleidung entgegenkommen. Im Sortiment sind aktuell schon diverse Unisex Accessoires und kleinere Baby-Sachen enthalten. Ein gutes Angebot für Männer wäre aber doch sehr wünschenswert und ebenfalls sehr gut aus Belgien zu beziehen. Bis dahin werden einige Herren gerne mit Gin oder Schokolade oder Geschenkinspirationen bedient.
 

Wie sieht Dein Alltag im Concept Store aus? Welche Herausforderungen gab/gibt es zu meistern? 


Der Alltag ist sehr vielseitig und gefüllt mit endlosen Aufgaben von Kundenberatung und - Betreuung, Warenpräsentation, Büro, Ordertermine, Social Media (Instagram, Facebook) Planung und Durchführung von Events usw. 
Die Herausforderungen sind enorm, aber das Wichtigste ist wohl immer noch die Mundpropaganda und das Generieren von Umsatz bei mittlerer Preiskategorie in einer verhältnismäßig versteckten Lage. 

 

Was würdest du Shop-Gründern raten? Gibt es Dinge, die du verändern würdest, wenn du einen weiteren Store eröffnen würdest?

Die Lage, die Lage, die Lage!!! Sprich auch die Sichtbarkeit. Concept Stores in Deutschland sollten den avisierten Standort sehr stark auf Lauffrequenz prüfen.
Dann sollte man einen Concept Store vielleicht auch nicht alleine gründen, sondern sich mit einem Partner zusammen tun. Es kommt definitiv viel Arbeit auf eine Gründerperson zu, da sollte der Wert einer Unterstützung mit entsprechender Aufgabenverteilung nicht unterschätzt werden. Marketingmaßnahmen und Werbung sind natürlich auch sehr wichtige Aspekte, aber wenn die Budgets nicht reichen, haben die ersten beiden Punkte aus meiner Sicht Priorität.

Als Fazit noch dazu: Concept Stores in Deutschland sollten sich durch Insidertipps innerhalb der Kundengemeinschaft nach vorne katapultieren lassen. Es müssen möglichst viele Interessierte durch Mundpropaganda vom Shop erfahren.

Ich beteilige mich beispielsweise an schönen Events in Köln wie:
 

  • Findeling ’Kleine Läden in der Nacht‘ (jeden 1. Donnerstag im Monat von 18-21 Uhr Late Night Shopping) 

  • Le Tour Belgique – Kunst & Musik 

  • Le bloc – Mode-Event 

  • Eigene Gin-Tastings 
usw. 

     

Events bzw. Veranstaltungen wecken immer die Neugier und generieren mehr Kundenfrequenz. Das macht dann auch Riesenspaß, besondere Begegnungen zu erfahren und mit einem Mehrwert neue Kunden zu gewinnen.
 

Öffnungszeiten

Mo-Fr   11.00 - 19.00 Uhr
Sa        11.00 - 19.00 Uhr

Adresse

De Ridder Concept:België
Lütticher Straße 6
50674 Köln

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