Deutsche Stiftung Verbraucherschutz

Deichmann unterstützt Projekte für Geflüchtete

Filialen von Deichmann. (Foto: Deichmann)
Filialen von Deichmann. (Foto: Deichmann)

Der Schuhfilialist Deichmann unterstützt die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz bei ihrem Schwerpunktthema ’Verbraucherschutz für Geflüchtete.‘ Das Unternehmen aus Essen spendet insgesamt 40.000 Euro für zwei Projekte.

Geflüchtete kennen die Gepflogenheiten auf dem deutschen Konsummarkt häufig nicht und es bestehen sprachliche Barrieren. Durch ihr Unwissen über ihre Rechte und Pflichten als Konsumenten können sie in finanzielle Schwierigkeiten geraten, teilt Deichmann mit. Aus diesem Grund setze die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hier einen inhaltlichen Schwerpunkt, zum Beispiel mit der Förderung konkreter Projekte für diese Zielgruppe. Die Unterstützung von Deichmann fließt in den ’Fonds für Verbraucherbildung‘, aus welchem die Stiftung aktuell zwei Projekte für Geflüchtete fördert: zum einen das Projekt ’WebiTipp‘, das online Tipps zum Verbraucherschutz für diese Zielgruppe gibt. Darüber hinaus werden in einem zweiten Projekt AWO-Mitarbeiter zum Thema Verbraucherschutz für Geflüchtete geschult. „Wir unterstützen die Stiftung, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Verbraucherkompetenz und zum Verbraucherschutz leistet“, erläutert Sonja Schröder-Galla aus der Unternehmenskommunikation von Deichmann. „Insbesondere sind uns die Projekte für Geflüchtete wichtig, weil gerade diese Menschen leicht in eine Notlage geraten, wenn sie ihre Rechte und Pflichten als Konsumenten nicht kennen und keine Verbraucherkompetenz haben oder aufbauen.“

Deichmann spendet 40.000 Euro

Die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz hat das Ziel, die Verbraucheraufklärung in Deutschland zu stärken. Sie fördert Projekte mit dem Ziel, Konsumenten besser zu informieren, zu beraten und weiterzubilden. Sie ermöglicht es, Kundeninteressen durchzusetzen und die Stellung des Konsumenten in der sozialen Marktwirtschaft zu verbessern. Die Stiftung wurde vom Verbraucherzentrale Bundesverband und seinen Mitgliedsorganisationen gegründet. Diese haben in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Projekten auf die Herausforderungen für Geflüchtete reagiert. Ihre Projekte finanziert die Stiftung u. a. aus dem Fonds für Verbraucherbildung, in den Unternehmensspenden fließen. Die Deichmann-Stiftung unterstützt die Arbeit der Deutschen Stiftung Verbraucherschutz mit einer Spende über jeweils 20.000 Euro in diesem und im kommenden Jahr.

Hilfe zur Selbsthilfe

Konkret engagiert sich die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz aktuell in zwei Projekten für Geflüchtete, bei denen die Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt steht. Das Projekt ’WebiTipp‘ umfasst eine Homepage und ein Sendeformat für Geflüchtete auf Facebook. Kreditkarten, Handyverträge, Inkassoprobleme, Streamingdienste, Wohnungssuche – aktuelle Themen werden in deutscher und arabischer Sprache speziell aufbereitet. Fragen können direkt in die monatlichen Sendungen eingebracht werden. Experten aus den Verbraucherzentralen geben Antwort und ein Moderator übersetzt simultan ins Arabische.
Das zweite Projekt fördert Workshops für AWO-Mitarbeiter aus den Migrationsfachdiensten zur Stärkung der Verbraucherschutzkompetenz von Geflüchteten. Menschen, die nach Deutschland geflohen sind, werden besonders oft Opfer von Betrug und geraten durch Unwissenheit in finanzielle Schwierigkeiten. Die AWO unterstützt deshalb mit ihrem Projekt gezielt die Vermittlung von Wissen über Rechte und Pflichten als Verbraucher. Ziel ist es, die AWO-Berater für die Bedürfnisse der Geflüchteten zu sensibilisieren und ihnen Informationen über die vielfältigen Themen des Konsumentenschutzes an die Hand zu geben. Zudem wird die Kooperation mit den regionalen Angeboten, insbesondere der Verbraucherzentralen, gestärkt.

 

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Helge Neumann / 28.11.2018 - 11:26 Uhr

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