Schuhindustrie

Deutschland importiert weniger Schuhe aus Italien

Die Schuhimporte aus Italien nach Deutschland sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 deutlich gesunken. Insgesamt konnten die italienischen Schuhausfuhren jedoch zulegen.

Deutschland ist nach der Schweiz und Frankreich drittgrößter Importeur von Schuhen aus Italien. In den ersten neun Monaten sind die Einfuhren allerdings um 8,7% zurückgegangen. Auch die Entwicklung auf dem wichtigen russischen Markt bereitet dem Verband der italienischen Schuhindustrie (Assocalzaturifici) weiterhin Sorgen: Hier wurde ein Rückgang der Schuhausfuhren um 18,5% verzeichnet. Positiv war dagegen die Entwicklung in der Schweiz, Frankreich, den USA und China inklusive Hongkong. Insgesamt stieg der Wert der Exporte um 6,7%. Die Produktionsmenge ging in den ersten neun Monaten jedoch um 2,9% zurück.

Italien: Unternehmen sind pessimistisch

Die Anzahl der Schuhhersteller ist im Zeitraum Januar bis September um 148 auf 4.357 zurückgegangen. Diese Unternehmen beschäftigten insgesamt rund 75.000 Mitarbeiter. Laut einer Umfrage von Assocalzaturifici blickt die Mehrheit der Schuhproduzenten in Italien pessimistisch auf das neue Jahr und erwartet kein Wachstum.

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Helge Neumann / 02.01.2020 - 10:03 Uhr

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