Tarifverhandlungen

Einzelhandel in Baden-Württemberg: Verdi erzielt Tarifeinigung

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber haben sich in Baden-Württemberg auf eine Tarifvereinbarung zu neuen Löhnen und Gehältern im Einzel- und Versandhandel geeinigt.

Verdi zufolge haben die Tarifvertragsparteien vereinbart, dass rückwirkend zum 1. Juni 2017 Gehälter und Löhne um 2,3% erhöht werden. Ab dem 1. April 2018 gibt es eine weitere Erhöhung um 2,0% geben. Die Vergütungen der Auszubildenden werden entsprechend zum 1. August 2017 bzw. 1. August 2018 angehoben. Zudem wird im März 2018 ein Einmalzahlung von 50 Euro ausgezahlt, Auszubildende erhalten 25 Euro.

„Mit dem Abschluss ist es uns gelungen, voraussichtlich in beiden Jahren Reallohnsteigerungen für die Beschäftigten auszuhandeln. Zudem konnten wir – gegen den ursprünglichen Willen der Arbeitgeber – die Erhöhungen in beiden Jahren voll tabellenwirksam vereinbaren. Nicht zuletzt durch die vielen Streiks und Protestaktionen der vergangenen Wochen wurde dieses Ergebnis möglich. Besonderer Dank gilt denen, die sich in den vergangenen Wochen daran beteiligt haben“, erklärt Verdi-Verhandlungsführer Bernhard Franke.

Was die Forderung nach einer Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge betrifft, so konnte Verdi die Arbeitgeber zu diesem Schritt nicht bewegen. „Das Thema Allgemeinverbindlichkeit werden wir weiter mit hoher Priorität verfolgen, nach wie vor sehen wir darin eine große Chance, der weiteren Verbreitung von ‚Armutslöhnen‘ in der Branche entgegenzuwirken,“ so Bernhard Franke.
 

Michael Frantze / 28.07.2017 - 11:44 Uhr

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