Handelsstreit

EU verhängt Strafzölle auf US-Produkte

In Reaktion auf US-Strafzölle hat die Europäische Kommission Vergeltungszölle auf US-Produkte beschlossen. Am 22. Juni treten erste Maßnahmen in Kraft. 

Die US-Einfuhren, auf die an den EU-Grenzen ein zusätzlicher Zoll entfällt, umfassen laut EU-Kommission Stahl- und Aluminiumerzeugnisse, landwirtschaftliche Erzeugnisse und eine Reihe weiterer Waren, u.a. auch Kleidung und Schuhe, im Gesamtwert von 2,8 Mrd. Euro.

„Wir wollten nicht in diese Lage geraten. Die einseitig und unrechtmäßig von den USA beschlossenen Zölle auf Stahl- und Aluminiumexporte aus der EU lassen uns jedoch keine andere Wahl. Die Regeln des internationalen Handels, die wir im Laufe der Jahre gemeinsam mit unseren amerikanischen Partnern erarbeitet haben, können nicht einfach ohne eine Reaktion unsererseits verletzt werden. Unsere Reaktion ist angemessen, wohlüberlegt und voll und ganz mit den WTO-Regeln vereinbar. Es versteht sich von selbst, dass, wenn die USA ihre unrechtmäßigen Zölle aufheben, unsere Maßnahmen ebenfalls aufgehoben werden“, erklärt EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström.

Michael Frantze / 21.06.2018 - 15:00 Uhr

Weitere Nachrichten

Dr. Matthias Händle

AVE lehnt EU-Schutzzölle ab

Handelsstreit mit den USA

Die Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) warnt davor, angesichts der von US-Präsident Trump angeordneten Strafzölle der USA auf Importe von Aluminium und Stahl Gegenmaßnahmen zu erlassen.