Schuhe von A bis Z – das große Schuhlexikon

von Decksohle bis Durchgenähter Schuh

 

Decksohle

Decksohlen dienen zum Verdecken der Brandsohlenfläche bzw. von leichten Unebenheiten auf der Auftrittsfläche im Schuh. Sie werden in der Regel beim fertigen Schuh im Rahmen des Finishs innen auf die Brandsohle geklebt und können z.B. aus Gewebe, Vlies oder dünnem Leder bestehen. Auf der Decksohle, die auch mit besonderen Komfortelementen (z.B. atmungsaktivem Oberflächenmaterial) ausgestattet sein kann, findet sich meist der Markenname des Schuhanbieters und häufig die Größenangabe des Schuhs.
 

Derby

Bezeichnung für einen klassischen, leicht sportlichen Herrenschuh, auch Blucher genannt, der sich durch einen legeren Schnitt auszeichnet. Die Derby-Schnürung, bei der sich die seitlichen Quartiere auf dem Vorderblatt des Schuhs befinden, lässt sich weit öffnen, ermöglicht so einen bequemen Einstieg und bietet Tragekomfort auch bei hohem Spann. Insgesamt ist der Derby schlicht und schnörkellos, lässt sich so auch gut zu elegant-klassischer Businesskleidung kombinieren. Mit sportlicher Profilsohle und Nubukoberleder gehört ein Derby zur zeitlosen Freizeitgarderobe.
 

Desert Boot

Auch Chukka Boot genannt. Im Englischen kennt man auch die Bezeichnung Turf Boot. Den Original Desert Boot entwickelte Nathan Clark, Gründer des gleichnamigen englischen Schuhherstellers. Der Desert Boot ist von leichter ’Bauart‘ und verfügt über eine dünne, flexible Sohle. Im typischen Fall gehören zwei Ösen zur Schnürung, was die legere Optik des Schuhs unterstreicht.
 

Diaboloabsatz

Absatzform, die sich von oben zur Mitte hin verjüngt und sich dann in Richtung der Auftrittsfläche wieder leicht verbreitert. Die Höhe beträgt in der Regel zwischen 30 und 40 mm.
 

Dianette

(siehe auch: Badedianette, Zehentrenner) Sehr leichter Sommerschuh mit charakteristischem Zehensteg, der in verschiedenen Varianten verarbeitet werden kann, etwa als Schlaufe oder auch als Ring. Die Dianette kann als Straßenschuhvariante der Badedianette bezeichnet werden. Andere Bezeichnungen dieses Schuhtyps: Zehengreifer oder Zehentrenner (meist für Herrenmodelle).
 

Direktansohlverfahren

Bei dieser Machart wird die Laufsohle direkt an den aufgeleisteten Schaft angegossen, angeschäumt, anvulkanisiert oder angespritzt. Dabei ist der Schaft mit einer eingenähten Brandsohle versehen (gestrobelt), dann auf einen speziellen Leisten aufgezogen (aufgeslipt) und wird in der Maschine auf die Leistenform aufgesetzt. Der Raum zwischen Leisten und Unterform wird dann mit dem Sohlenwerkstoff aufgefüllt, wobei sich dieser direkt mit dem Schaftwerkstoff verbindet. Nach dem Erstarren des Sohlenwerkstoffs wird die Form geöffnet, der fertige Schuh vom Leisten genommen.
 

Docksider

Auch Bootschuh oder Segelschuh genannt. Ursprünglich Schuhe für Segler aus Leder und mit stark profilierter Sohle. Heute sind die Schuhe, die in Mokassin-Machart oder -Optik gefertigt werden, auch modisch variantenreich umgesetzt und sind in vielen Materialkombinationen erhältlich.
 

D’Orsay-Pumps

Eleganter Pumps, dessen Schaft auf der Innenseite des Fußes unterbrochen ist und den Blick auf das Fußgewölbe freigibt.
 

Doppelmonk

Siehe auch Monk: Edler Schuh, der statt Schnürung über Schnallen geschlossen wird. Beim Doppelmonk sind es zwei Schnallen, die, quer über den Schuh verlaufend, diesen dann seitlich schließen.
 

Doppeln

Auch Aufdoppeln genannt. Verbindung der Sohle mit dem Rahmen oder der Brand- bzw. Zwischensohle mittels eines Doppelsteppstichs. Die Sohle wird bei diesem Verfahren, das beispielsweise zur Herstellung hochwertiger rahmen- oder zwiegenähter Schuhe angewandt wird, mit der Doppelmaschine aufgenäht. In der Laufsohle befindet sich ein Schlitz, Kanal genannt, in dem die Naht liegt, damit sie vor Abrieb geschützt ist. Bei einigen Modellen wird dieser Kanal nach dem Doppeln wieder geschlossen und ist dann praktisch nicht mehr sichtbar.
 

Double Face

Doppelgewebe oder auch Leder mit zwei unterschiedlich strukturierten Seiten, das beidseitig eine Funktion erfüllt. Typisch z.B. Lammfell, das beidseitig wirkt, über das Fell nach innen zum Wärmen des Fußes, und über die Fleischseite, also das Leder, um Feuchtigkeit abzuhalten.
 

Durchgenähter Schuh

Bei dieser Fertigungstechnik wird eine Langsohle mit Hilfe der Durchnähmaschine an Zwickeinschlag und Brandsohle genäht. Dazu muss der Schuh ausgeleistet werden. Das Verfahren wird auch als ’McKay‘ bezeichnet; der Name geht zurück auf den Erfinder der Durchnähmaschine.
 


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