Schuhe von A bis Z – das große Schuhlexikon

von Mary-Jane bis Mule

 

Mary-Jane

Mädchenhafter Pumps, ursprünglich Kinderschuh, mit Riemchen über dem Fuß und in mittlerer Absatzhöhe.
 

Maßschuh

Die wesentliche Eigenschaft dieser Schuhe: Sie sind ’nach Maß‘, also entsprechend der individuellen Fußform gefertigt. Basis der Maßschuhfertigung ist der Leisten, der speziell für einen Kunden hergestellt wird. Dafür muss ein Abdruck beider Füße des Kunden genommen und jeder Fuß sorgfältig vermessen werden. Viele Maßschuhmacher fertigen ihre Schuhe fast ausschließlich von Hand, vom Schaft bis zum Bodenbau. So ein Paar Schuhe passt dann sprichwörtlich ’wie angegossen‘, hat aber auch seinen Preis.
 

Mastkalbleder / Mastbox

Bezeichnung für Leder, das aus den Häuten junger Rinder hergestellt wird, die nicht mehr ausschließlich mit Milch, sondern auch mit Zusatzfutter ernährt wurden. Die typischen sogenannten Mastkalbfalten im Nackenbereich sind für die Verarbeitung des Leders nicht verwendbar und daher nachteilig.
 

McKay-Verfahren

Bezeichnung für das Durchnähen, bei dem Laufsohle und Schaft mit Hilfe der von Gordon McKay entwickelten Maschine verbunden werden.
 

Mehrweitensystem

Die Herstellung eines Schuhmodells in verschiedenen Umfangsmaßen des Ballen. Vor allem bei Herstellern aus dem Komfortsegment ein wesentliches Service-Element. Als ’normale‘ Weiten gelten gemeinhin E und F, für etwas breitere Füße eignen sich die Weiten G und H. Als Überweiten bezeichnet man J und K; als Unterweiten gelten C und D.
 

Membrane

Dünne Folie aus Kunststoff, die in verschiedenen Verfahren zwischen Schaft- und Futtermaterial eingearbeitet werden kann. Sie dient dank einer mikrofeinen Perforation dem Transport von Fußfeuchtigkeit nach außen, lässt im Gegenzug jedoch keine Flüssigkeit ins Innere des Schuhs eindringen und soll so Klima und Komfort im Schuh verbessern. Im heute gebräuchlichen Sinne sind mit Membrane verarbeitete Schuhe meist mit dem Beinamen ’tex‘ gekennzeichnet.
 

Mesh

Netzartiges Material, das für die Schaftherstellung verwendet wird. Vor allem bei Sportschuhen kommt Mesh zum Einsatz, um einen Temperatur- und Feuchtigkeitsausgleich zu schaffen. Mesh-Einsätze werden aber auch aus optischen Gründen in den Schaft eingearbeitet.
 

Metallicleder

Leder, das in der Zurichtung, also nach dem eigentlichen Gerbprozess, behandelt wird, um den gewünschten Metallic-Effekt zu erzielen. Hierzu eignen sich Metallic-Pigmente, die den Farben beigemischt, oder auch Folien, die auf das Leder aufgetragen werden. Schuhe aus Metallicleder sollten, um möglichst lange ihre Optik zu erhalten, mit besonderer Pflege behandelt werden.
 

Modellentwicklung

Am Anfang jeder Kollektion steht die Modellentwicklung. Inspiriert von internationalen Trends kreieren Designer den Look künftiger Modelle und visualisieren sie mittels CAD. Schuhgruppen mit einheitlichen Elementen werden zusammengefasst, Modellreihen gebildet. Nach der ’theoretischen‘ Gestaltung kommt die Praxis: Aus dem Modell wird ein Prototyp; anschließend beginnt die Musterfertigung, z.B. für die Präsentation auf Messen.
 

Mokassin

Traditionell ist ein Mokassin ohne Brandsohle gearbeitet, das heißt, das Leder, aus dem der Schaft gefertigt wird, umschließt den Fuß auch von unten. Entsprechend groß ist das Hauptschaftteil des Mokassin. Es wird mit dem Einsatz oben auf dem Schuh durch eine Wulstnaht verbunden (auch Mokassin-Naht genannt). Dann wird der Schaft über einen sogenannten Klappleisten gezogen, der dem Mokassin seine Form gibt. Das Besondere am Klappleisten ist, dass er sich öffnen lässt, damit der Schaft wie ein Strumpf über den Leisten gestülpt werden kann.

Die Ferse des Mokassin wird mit einem Lederfaserteil verstärkt; die Schaftunterseite aufgerauht und eine Zwischensohle angebracht, die mit der Sohlendurchnähmaschine am Schaft befestigt wird. Anschließend wird eine Laufsohle aufgebracht.
 

Monk

Klassischer Schuh mit markantem Lederriemen, der quer über dem Spann verläuft und an der Außenseite mit einer Schnalle befestigt wird. Monks sind klassisch-elegant, können aber auch eine sportliche Note haben. In der Mode unterliegen sie ’Ups‘ and ’Downs‘; in den Kollektionen hochwertiger Schuhhersteller fehlen sie allerdings nie.
 

Montage

Der eigentliche ’Bau‘ des Schuhs. Der Arbeitsbereich Montage in einer Schuhfabrik setzt sich zusammen aus dem Zwicken (Befestigen des Oberleders an der Brandsohle), dem Befestigen der Laufsohle und ggf. dem Befestigen des Absatzes.
 

Motoradstiefel

Siehe: Biker Boots
 

Mule

Französische Bezeichnung für eine Pantolette, ursprünglich vor allem für Hausschuhe dieses Typs. Oftmals sind Mules deutlich tiefer ausgeschnitten als das hier gezeigte Modell. Oft ist die Bezeichnung nicht eindeutig; die Grenzen z.B. zur Pantolette sind fließend.
 


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