Schuhe von A bis Z – das große Schuhlexikon

von Rahmennähen bis Römersandale

 

Rahmennähen

Bezeichnung für eine Machart, die auf einem doppelten Vernähen basiert: Zunächst wird der Rahmen, ein schmaler Lederstreifen, an der Brandsohle befestigt. Dann wird an diesem Rahmen die Laufsohle befestigt (das Doppeln). Der Begriff ’Rahmennähen‘ steht unter Insidern für eine von Hand ausgeführte Fertigung, etwa beim Maßschuhmacher. Im Gegensatz dazu steht die rationellere Fertigung im Goodyear-Verfahren, bei der der Rahmen mit Hilfe der Einstechmaschine an der Brandsohle befestigt wird. Rahmengenähte Schuhe zeichnen sich in der Regel durch besondere Stabilität und Langlebigkeit aus. Insbesondere Herren mit Faible für klassische Garderobe schätzen rahmengenähtes Schuhwerk.
 

Rauhleder / Rauleder

Im Gegensatz zu Glattleder Bezeichnung für fleischseitig hergestellte Leder – heute nicht mehr sehr gebräuchlich; stattdessen verwendet man den Begriff Velours. Rauhleder haben eine matte Optik und eine leicht unebene, pelzige Haptik. In der Regel sind Rauhleder sehr weich, geschmeidig und anschmiegsam.
 

Reparatur

Hier ist (fast) alles möglich. Ein guter Schuhmacher repariert abgelaufene Sohlen und Absätze als Pflichtprogramm. Zur ’Kür‘ gehören Feinheiten wie das Einnähen ausgerissenen Fersenfutters, das Nachnähen nicht haltender Nähte (häufig von Hand) oder auch das Stabilisieren von Modellen mit sehr hohem Absatz. Hierbei kann beispielsweise eine Metallplatte als Verstärkung der im Schuh eingearbeiteten Gelenkfeder verwendet werden. Gute Schuhfachgeschäfte arbeiten mit Schuhmachern zusammen, die Reparaturen übernehmen. Der Kunde muss dann ein reparaturbedürftiges Paar Schuhe lediglich im Geschäft abgeben und kann sie nach einigen Tagen dort wieder abholen.
 

Reptilleder

Leder u.a. aus Schlangen-, Echsen- oder Krokodilhaut.
 

Riemchensandale

Der Name ist Programm. Bei diesen Schuhen besteht der Schaft aus schmalen Riemen, die miteinander verflochten sind oder quer bzw. gekreuzt über dem Fuß verlaufen. Ist der Absatz eines solchen Schuhs über 20 mm hoch, spricht man von einer Riemchensandalette.
 

Rindbox

Glanzgestoßenes, kräftiges Rindleder mit fester Oberfläche, das sich für stabiles Schuhwerk gut eignet.
 

Rist

Der obere mittlere Bereich des Fußes; wird heute gebräuchlicher Spann genannt. Die Form bzw. Höhe des Ristes bzw. Spannes haben Einfluss auf die Schuhauswahl. Personen mit hohem Spann etwa müssen auf eine bequeme Öffnung des Modells achten (z.B. Derbyschnitt) und auf eine Mehrweite, die dem Fuß zusätzlichen Raum gibt.
 

Rochenleder

Leder aus der Haut von Rochen, das eine spezifische Haptik und Optik aufweist. Es ist auf der Oberfläche mit kleinen punktförmigen Hornplatten bedeckt, die einen individuellen Look erzeugen.
 

Rock’n’ Roll

Variante insbesondere von Ballerinas, aber auch Trotteurs, die am Schaftrand mit einem Gummizug ausgestattet sind. Dies sorgt für guten Halt am Fuß und eine schöne Optik, die gerade bei den tief decolletierten Modellen wichtig ist.
 

Römersandale

Auch Gladiatorensandale genannt. Flache Sandale, bestehend aus dünnen Riemchen, die quer über dem Fuß verlaufen und auch bis in den Knöchel- bzw. Wadenbereich reichen.



 


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