ANWR Messe ’’Order Sommer‘

Fragezeichen

Auf der Premiere der neuen Messe ’Order Sommer‘ ergaben sich viele Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen.

In Mainhausen fiel jüngst der Startschuss für eine neue Saisontaktung. Der erste Schritt ist damit getan. Weitere müssen folgen, um das Konzept der ANWR langfristig zu etablieren. Fürs Erste ergaben sich auf der Premiere der neuen Messe ’Order Sommer‘ viele Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen.

Wer zweifelt noch daran, dass die Order näher an den Verkaufszeitpunkt rücken muss? Kann man einer Branche eine neue Taktung wirklich verordnen? Oder braucht es zur Realisierung noch mehr Dialog mit allen Beteiligten? Und mehr Unterstützung im Sinne einer gemeinsamen Sache? Sind 370 Fachbesucher an zwei Messetagen viel oder wenig? Wo war Adidas? Wäre es besser, eine Messe mit Schwerpunkt auf Sneakern so zu terminieren, dass die Order eines der größten Sportbrands noch nicht abgeschlossen ist? Sind die während der Messe präsentierten Sneaker die richtigen, um junge Kunden in den Schuhhandel zu locken? Oder sind diese Kunden eh verloren? Lohnt sich für das gezeigte Angebot die Anreise nach Mainhausen? Wer kann es sich andererseits leisten, die neue Messe nicht zu besuchen? Haben die Händler zum Zeitpunkt der Messe noch Limit für Frühjahr/Sommer? Oder haben die Unternehmer bereits einen Haken an die Saison gemacht, um sich anderen Themen zuzuwenden? War ein Händler vor Ort, der sich noch ernsthaft mit der F/S-Saison befassen wollte? Oder überhaupt mit ’Brown Shoes‘ – und nicht nur mit Sneakern? War es richtig, dass einige Hersteller speziell für die neue Messe in die Entwicklung neuer Modelle für den Hochsommer investiert haben? Reicht es, wenn Aussteller auf einer Messe gute Gespräche führen und Kontakte knüpfen – und ohne einen einzigen Auftrag zurückkommen? Stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis der Messe für die Aussteller? Wäre es hilfreich, den potenziellen Ausstellern Incentives anzubieten, um die Messe für sie attraktiver zu machen? Passt das Angebot auf der Order Sommer – Sneaker für Q3/2018 und Brown Shoes für den Sommer – überhaupt zusammen? Ist es richtig, die Sneaker aufwändig und modern auf der Messe zu inszenieren und die Schuhkollektion in den drei weiteren Hallen mit dem gewohnten Standkonzept, basierend auf Lochregalwänden? Wie kann es gelingen, das O1 und seine aufwändig gestalteten Showrooms besser in das Messekonzept – nicht nur auf der jüngsten Messe – einzubinden? Glauben Handel und Industrie an das neue Konzept? An eine neue Taktung? Wie viel Zeit muss einem neuen Messekonzept gegeben werden, bis man weiß, ob es funktioniert?

Petra Salewski / 04.12.2017 - 16:56 Uhr

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