Digitales Schuhdesign

Gabor, RG Technologies und 3D Schuhdesign kooperieren

Peakture 3D schafft eine Schnittstelle vom digitalen Design zur Technik. (Foto: 3D Schuhdesign)
Peakture 3D schafft eine Schnittstelle vom digitalen Design zur Technik. (Foto: 3D Schuhdesign)

Peaktoure 3D ist ein Softwaremodul zum Im- und Export von 3D-Daten zu Leisten und Designlinien. Die Hersteller bezeichnen ihr Produkt als „Schnittstelle vom digitalen Design zur Technik".

 

Entstanden ist die Software aus einer intensiven Zusammenarbeit von RG Technologies, Gabor Shoes und 3D Schuhdesign.
„Die Gabor Shoes AG war Triebfeder dieser Entwicklung“, verrät Theodor Kuffler, Geschäftsführer der RG Technologies GmbH. Die Rosenheimer Schuhhersteller suchten nach einer Lösung für die Abwicklung von digitalisierten Leistenformen und virtuell designten Schäften, samt Designlinien. „Da im Hause Gabor absolute Priorität auf der Erhaltung der Passform der Schuhe liegt, war es erforderlich, die digitale Abwicklung der bisherigen manuellen Abwicklung gleichzusetzen. Neue Algorithmen mussten geschaffen werden, um dieses Ziel zu erreichen", erläutert Theodor Kuffler die Herausforderung.

Die 3D-Daten liefert die Software von 3D Schuhdesign aus Pirmasens mittels eines Schaftdesignprogramms. Über Peaktoure 3D lassen sich alle notwendigen 3D-Daten zu Leisten sowie die Designlinien importieren, bzw. exportieren. Die Trennung des Leistens in Außen- und Innenseite ermöglicht zudem eine separate Abwicklung. Die akkuraten Abwicklungen und Designlinien werden im passenden Format für die CCAD 2D Konstruktion bereitgestellt.

In der Praxis

Bislang wurden drei Lizenzen von Peaktoure 3D bei Gabor installiert und der Einsatz weiterer Systeme ist laut Anbieter in Planung. Die Leisten- und Designlinienabwicklung mit dem Programm funktioniert im Vergleich zur bisher eingesetzten manuellen Abwicklung effizient. Weitere Vorteile laut Hersteller: Das Ergebnis sei jederzeit reproduzierbar und die Weiterbearbeitung in der CCAD 2D Konstruktion erfolge ohne Verluste der Abwicklungsgenauigkeit.

„Ein spezielles Verfahren generiert aus den Produktionsdaten eine fotorealistische Wiedergabe, die von der Bildaufnahme physischer Modelle kaum mehr zu unterscheiden ist“, erläutert Hans-Martin Knerr, Geschäftsführer von 3D Schuhdesign. Für die Bildqualität nach der Visualisierung sieht er zwei Parameter als entscheidende Faktoren für die korrekte Abbildungsqualität: Die digitalisierten Materialien, wie Oberleder oder Futter, sind von den Herstellern begutachtet und freigegeben, entsprechen somit den Vorgaben der Gerbereien. Mittels High-End-Visualisierung entsteht ein wirklichkeitsgetreues Abbild des fertigen Modells. Dank dieser Bildqualität lassen sich schon frühzeitig Aussagen über die Produktions- bzw. Kollektionsaufnahme treffen.

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Mara Mechmann / 27.11.2019 - 12:36 Uhr

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