Tarifverhandlungen

Galeria Karstadt Kaufhof einigt sich mit Verdi

Galeria Karstadt Kaufhof hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen neuen gemeinsamen Tarifvertrag geeinigt.

Durch die schnellen Fortschritte bei der Sanierung von Galeria Kaufhof und die Synergien aus der Fusion mit Karstadt werden eine schnelle Anpassung des Gehalts und künftig substanzielle Lohnsteigerungen möglich, teilt der Warenhaus-Konzern mit. „Wir konnten damit für die Kaufhof-Beschäftigten abwenden, dass die Löhne nach der rechtlichen Verschmelzung auf das Entgeltniveau von Karstadt zurückgehen. Im Gegenzug entfallen die Einmalzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld) bei einer Verlängerung der Laufzeit des Tarifvertrages bis 2025. Damit gewinnen wir auch Planungssicherheit für die nächsten Jahre", führt Miguel Müllenbach, Arbeitsdirektor für Kaufhof und Karstadt aus.

Im Zuge dieser Einigung wird das monatliche Entgelt der Karstadt-Beschäftigten um rund 11% auf das Entgelt-Niveau der Kaufhof-Mitarbeiter angehoben. Für die Beschäftigten des fusionierenden Unternehmens werden die Löhne dann nach einer Pause 2020 um 0,3 (2021), 0,6 (2022) und 0,9 (2023) Prozentpunkte oberhalb der Tarifabschlüsse des Einzelhandels wachsen.

„Wir haben im ersten gemeinsamen Jahr von Karstadt und Kaufhof die wirtschaftlichen Voraussetzungen für diese Tarif-Einigung geschaffen und freuen uns, dass wir die Ergebnisse dieser harten Arbeit so früh in der Phase des Zusammenwachsens an die Beschäftigten weitergeben können. Besonders wichtig war uns, dass der Abschluss Spielraum für leistungsabhängige Vergütungsbestandteile, wie wir sie bei Karstadt erfolgreich eingeführt haben, auch für Kaufhof-Mitarbeiter bietet", erklärt Dr. Stephan Fanderl, CEO von Galeria Karstadt Kaufhof.

Helge Neumann / 20.12.2019 - 18:28 Uhr

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