Modeunternehmen

Gerry Weber schließt 120 Läden

Das insolvente Modeunternehmen Gerry Weber hat Maßnahmen zur Sanierung beschlossen. So werden in Deutschland knapp 120 Stores und Verkaufsflächen geschlossen. Im Zuge dessen verlieren rund 450 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze.

Mit den Vertretern der Arbeitnehmer wurden entsprechende Eckpunkte beschlossen. Diese regeln zum einen den künftigen Tarifvertrag zur Zukunftssicherung von Gerry Weber und zum anderen den Interessenausgleich sowie den Sozialplan zur Umsetzung der geplanten Sanierungsmaßnahmen. Die Maßnahmen gemäß den Vereinbarungen werden umgehend umgesetzt und laufen voraussichtlich bis zum geplanten Abschluss der Neupositionierung Ende 2021. Florian Frank, Mitglied des Vorstands der Gerry Weber International AG und Chief Restructuring Officer, kommentiert: „Nach harten, aber jederzeit fairen Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern sind wir zügig zu Einigungen über den Tarifvertrag zur Zukunftssicherung und den Interessenausgleich gekommen. Wir sind zuversichtlich, dass wir Gerry Weber auf dieser Grundlage zurück in die Erfolgsspur führen können.“ Johannes Ehling, Vorstandssprecher der Gerry Weber International AG ergänzt: „Wir spüren, dass wir aufgrund der bereits ergriffenen Maßnahmen zur Neupositionierung insbesondere im Retail Rückenwind im Markt erhalten. Die Effekte aus den leider unverzichtbaren Sanierungsmaßnahmen werden diesen Rückenwind sicherlich verstärken.“

Am 25. Januar 2019 hatte die Gerry Weber International AG Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren wurde vom Amtsgericht Bielefeld am 1. April 2019 ebenfalls in Eigenverwaltung eröffnet. Für die 100%-Tochtergesellschaft Gerry Weber Retail GmbH & Co. KG wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung für Anfang Mai 2019 erwartet.

Helge Neumann / 08.04.2019 - 10:27 Uhr

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