Online-Handel

HDE: Bund will verstärkt gegen Umsatzsteuerbetrug vorgehen

Das konsequentere Vorgehen der Länderfinanzminister gegen Umsatzsteuerbetrug im grenzüberschreitenden Onlinehandel bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) als positiv.

Nachdem die Finanzminister der Länder sich darauf geeinigt haben, gegen Umsatzsteuerbetrug entschlossener vorgehen zu wollen, fordert der HDE, möglichst schnell konkrete Schritte einzuleiten und die Regelungen entsprechend anzupassen. „Wer in Deutschland Waren verkauft, muss dafür die korrekte Umsatzsteuer bezahlen. Das gilt auch im internationalen Online- Handel. Alles andere behindert den fairen Wettbewerb. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die staatlichen Stellen dafür sorgen, dass Online-Händler aus Nicht-EU-Ländern ihre Umsatzsteuer hierzulande ordnungsgemäß bezahlen“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser.

Im Rahmen dessen fordert der Handelsverband, dass die Plattformbetreiber als zentrale Koordinierungsstelle die Verantwortung für Geschäfte übernehmen, die über Ihre Plattform abgewickelt werden. Diese sollten dann kontrollieren, ob jeder Marktplatzhändler eine gültige Umsatzsteuer-ID besitzt und für nicht abgeführte Umsatzsteuer haftbar gemacht werden.

Michael Frantze / 30.11.2017 - 14:30 Uhr

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