Digitale Arbeitswelt

HDE fordert flexibleres Arbeitszeitrecht

Die digitalisierte Arbeitswelt braucht ein flexibleres Arbeitszeitrecht. Das fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) bei einer Anhörung des Bundestags-Ausschusses für Arbeit und Soziales. Gleichzeitig warnt der Verband davor, die Rechte der Arbeitnehmer zulasten der Unternehmer immer weiter einseitig auszubauen.

„Die Digitalisierung hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Das Arbeitszeitrecht aber ist beispielsweise bei den Vorgaben zur täglichen Höchstarbeitszeit seit Jahrzehnten gleich geblieben. Das gesetzliche Leitbild des Acht-Stunden-Tages passt nicht in die Welt von Smartphones und Tablets, hier brauchen wir dringend mehr Flexibilität“, erklärte der HDE-Geschäftsführer für Sozial- und Tarifpolitik, Jens Dirk Wohlfeil. Deshalb unterstütze der HDE eine Reform des Arbeitszeitgesetzes und fordere den Wechsel von der täglichen zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit. Dadurch würde sich das tatsächliche Arbeitszeitvolumen insgesamt nicht erhöhen. Ziel sei es lediglich, das zur Verfügung stehende Arbeitszeitvolumen innerhalb einer Kalenderwoche flexibler zu verteilen. Hiervon könnten Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen profitieren.

Michael Frantze / 26.06.2018 - 10:52 Uhr

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