Grundsteuerreform

HDE fordert keine Mehrbelastungen für Einzelhändler

Stefan Genth
Stefan Genth

Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert von der Politik, dass die Reform der Grundsteuer schnell zum Abschluss gebracht werden muss, um Handelsunternehmen Rechtssicherheit zu geben. 

Mehrbelastungen für Einzelhändler sollen im Zuge der Grundsteuerreform nach Ansicht des HDE vermieden werden. Schließlich stecke die Branche mitten in einem großen Strukturwandel. „Eine höhere Steuerbelastung könnte viele Händler in Schieflage bringen“, erklärt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Wenn die Grundsteuer, wie vom Bundesfinanzminister vorgeschlagen, vom Grundstückswert abhängig gemacht wird, dann führt das zu einem hohen Aufwand in den Unternehmen. Denn die Feststellung des Grundstückswertes ist alles andere als einfach und oft mit Unsicherheit behaftet. „Die Kopplung der Grundsteuer an den Grundstückswert führt zu Rechtsunsicherheit und neuer Bürokratie. Denn für Vermögenswerte gibt es nicht den einen objektiven Wert“, so Genth weiter. Der HDE plädiert deshalb dafür, die Steuer an die Grundstücksgröße zu koppeln. Die Fläche von Grundstück und Gebäuden könne so unkompliziert ermittelt werden. Auch bei dieser Lösung fordert der HDE allerdings, dass es für die Handelsunternehmen nicht zu Mehrbelastungen kommen darf.

Michael Frantze / 01.02.2019 - 14:04 Uhr

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