Einzelhandel

HDE plant eine Initiative für mehr verkaufsoffene Sonntage

Stefan Genth
Stefan Genth

Der Handelsverband Deutschland plant nach einem Bericht der 'Welt am Sonntag' eine Initiative zur Liberalisierung der Sonntagsöffnung. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sucht dafür das Gespräch mit allen gesellschaftlichen Gruppen.

„Wir plädieren für runde Tische auf der Ebene der Landesregierungen, an denen sich Politik, Kirchen, Gewerkschaften, Kommunen und Handel beteiligen“, sagt Stefan Genth gegenüber der 'Welt am Sonntag'. "Deren Ergebnisse müssen dann auch gelten, ohne dass wieder geklagt wird", ergänzt der Hauptgeschäftsführer des HDE.

Bei Runden Tischen soll es aber nicht bleiben. Als nächster Schritt sei in den kommenden Wochen ein Vorstoß von Handelsunternehmen mit dem Ziel geplant, „die relativ liberale Berliner Regelung bundesweit umzusetzen".

Stefan Genth kritisiert die Dienstleistungsgesellschaft Verdi, die teils gemeinsam mit kirchlichen Organisationen in den letzten Jahren rund 110 Verfahren gegen kommunale Genehmigungen für verkaufsoffene Sonntag geführt zu haben. "Verdi macht die Sonntagsöffnung mit der Klagewelle faktisch unmöglich und stellt sich gegen den Handel, gegen die Städte und letztlich auch gegen die Beschäftigten.“

Tobias Kurtz / 16.05.2017 - 09:29 Uhr

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