Steuern

HDE-Präsident ruft zu mehr Mut im Umgang mit Steuer-Entlastungen auf

Der Einzelhandelsverband Deutschland (HDE) fordert von der Bundesregierung in Sachen Steuer-Entlastungen mehr Entschlossenheit.

Nach Ansicht des HDE müsse die Politik die Phase des politischen Stillstands beenden und die richtigen Rahmenbedingungen für eine dauerhaft stabile Binnenkonjuktur setzen. „Wir können uns keine längere Einarbeitungszeit für die neue Bundesregierung leisten. Die Herausforderungen der Digitalisierung warten nicht, bis die Politik so weit ist, sie anzugehen“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Am drängendsten sei in diesem Bereich derzeit, dass endlich die flächendeckende Versorgung des Landes mit schnellem Internet sichergestellt werde. Hier müssten den Worten rasch Taten folgen. Denn langsame Internetverbindungen hemmen den E-Commerce und verhindern das Angebot digitaler Innovationen im stationären Handel.

Um die Kaufkraft und die Binnenkonjunktur dauerhaft zu stärken, macht sich der HDE für eine Entlastung vor allem der kleinen und mittleren Einkommen stark. „Die derzeit gut laufende Konjunktur darf kein Ruhekissen sein. Es gilt, unsere Wirtschaft krisenfest zu machen und für schlechtere Zeiten zu rüsten“, so der HDEPräsident. Die von den Koalitionären verabredeten Entlastungsmaßnahmen bei Steuern und Sozialabgaben gehen dabei aus Sicht des HDE nur teilweise in die richtige Richtung. Sanktjohanser: „Die Koalition muss an dieser Stelle Mut beweisen und über die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag hinausgehen. Die gute Haushaltslage gibt deutlich mehr Entlastungen her, beispielsweise beim Einkommensteuertarif.“

Michael Frantze / 12.04.2018 - 08:05 Uhr

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