Finanzen

HDE: Quellensteuer auf Online-Werbung wird nicht erhoben

Unternehmen in Deutschland müssen keinen Steuerabzug für ihre Onlinewerbung bei ausländischen Großkonzernen wie Google, Facebook, Instagram befürchten. Das berichtet der Handelsverband Deutschland (HDE).

Online-Werbung unterliegt nicht der Quellensteuer. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt. Für den HDE-Steuerexperte Jochen Bohne sei dies „eine gute Nachricht“. „Eine Quellensteuerpflicht hätte die Unternehmen erheblich belastet, zum Teil rückwirkend.“ 

 

Der deutsche Werbetreibende könne die Quellensteuer aufgrund vertraglicher Ausschlüsse in aller Regel nicht an die ausländischen Unternehmen weiterbelasten. In der Konsequenz hätte sich Onlinewerbung für die Einzelhändler massiv verteuert. Für viele Unternehmen in Deutschland sei Onlinewerbung unverzichtbar, um national und international wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Rechtsfrage, ob bei entsprechenden Zahlungen an ausländische Anbieter vom inländischen Werbetreibenden ein Steuerabzug vorzunehmen ist, habe dementsprechend für Verunsicherung bei den Unternehmen gesorgt, so der HDE.

 
Michael Frantze / 20.03.2019 - 15:32 Uhr

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