Kleine und mittlere Einkommen entlasten

HDE regt Förderung der Kaufkraft an

Stefan Genth
Stefan Genth

Der Handelsverband Deutschland (HDE) wünscht sich, dass die Verbraucher mehr Geld in der Tasche haben. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth regt daher an, kleine und mittlere Einkommensgruppen zu entlasten.

Auf Einladung des HDE diskutierten am 17. Mai die Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann (CDU), Kerstin Andreae (Grüne) und Marie-Luise Dött (CDU) mit der HDE-Spitze und dem Chefökonom des Handelsblatts, Bert Rürup, über die politischen Rahmenbedingungen für den Konsum.



Dabei machte Stefan Genth deutlich, dass der Einzelhandel eine dauerhafte Stärkung der Kaufkraft bräuchte. "Das heißt, dass kleine und mittlere Einkommensgruppen entlastet werden müssen." Es sei ein Gebot der Gerechtigkeit, den Steuerzahler an den derzeit sprudelnden Überschüssen des Staates teilhaben zu lassen. Dabei gehöre insbesondere der gerade bei kleinen Einkommen stark ansteigende Tarifverlauf – der so genannte Mittelstandsbauch – auf den Prüfstand.



Josef Sanktjohanser (HDE-Präsident) forderte außerdem die Entlastung der Verbraucher und der Handelsunternehmen bei der Finanzierung der Energiewende. "Die Verteilung der Kosten der Energiewende muss sich stärker am tatsächlichen Energieverbrauch orientieren und auch den derzeit unverhältnismäßig entlasteten Industriesektor angemessen an der Energiewende beteiligen", so Sanktjohanser. Ansonsten sei auch die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz des Projekts Energiewende in Gefahr.

Tobias Kurtz / 23.05.2017 - 08:59 Uhr

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