MosShoes in Moskau

HDS/L: Schuhexporte nach Russland legen zu

Gemeinschaftsstand des HDS/L in Moskau (Foto: HDS/L)
Gemeinschaftsstand des HDS/L in Moskau (Foto: HDS/L)

Im September war der Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie HDS/L mit einem Gemeinschaftsstand auf der Schuhmesse MosShoes in Moskau vertreten. Die Ausfuhren nach Russland entwickeln sich positiv.

Mehr als 1.000 Marken aus 30 Ländern präsentierten sich auf der MosShoes, die vom 10. bis 13. September in Moskau stattfand. Die Besucherzahlen sind laut Messeorganisation stabil: 12.000 Einkäufer aus Russland und angrenzenden Staaten kamen, um ihre Order für Frühjahr/Sommer 2019 zu treffen. Auch die 18 deutschen Anbieter, die im Rahmen des HDS/L Gemeinschaftsstands an der Messe teilgenommen haben, bewerteten den Verlauf der Messe als zufriedenstellend. Auf sehr gute Resonanz sei der Botschaftsempfang am 11. September gestoßen, teilte der HDS/L mit. Botschaftsrat Dr. Thomas Multhaup informierte die zahlreich erschienenen Teilnehmer, darunter auch die Messeleitung sowie Verbandsvertreter der Russian Tanning und Shoe Union (RSKO), über wissenswerte News im Außenhandel sowie über die aktuelle politische Situation.

Schuhexporte nach Russland steigen

„Es war alles in allem eine gute Messe in einem schwierigen politischen und wirtschaftlichen Umfeld. Der Rubelkurs steht leider nicht so gut für unsere Unternehmen“, so die Bilanz von HDS/L Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert. Die aktuellen Export-Zahlen bestätigten den leichten Aufwärtstrend: So stieg die von Deutschland nach Russland exportierte Anzahl an Schuhen im ersten Halbjahr 2018 um 11,9% auf 2,2 Mio. Paar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,9 Mio. Paar). Gleichzeitig ist ein Zuwachs beim Wert der exportierten Schuhe zu beobachten. Während im ersten Halbjahr 2017 der Warenwert der exportierten Schuhe 38,8 Mio. Euro betrug, liegt für das erste Halbjahr 2018 ein Anstieg von 19,1% auf 46,2 Mio. Euro vor. „Jetzt heißt es dran bleiben und Flagge zeigen“, erklärte Manfred Junkert.

Helge Neumann / 24.09.2018 - 09:23 Uhr

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Manfred Junkert (Foto: Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann)

Kein Leder mehr aus Brasilien?

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Die VF Group, zu der Marken wie Timberland und Vans gehören, ging voran; H&M folgte: Beide Unternehmen kündigten vor Kurzem an, vorerst kein Leder aus Brasilien mehr beziehen zu wollen. Auslöser waren die Brände im Amazonas-Gebiet und der mangelnde politische Wille, diese einzudämmen. Auch deutsche Unternehmen verarbeiten Leder aus Brasilien. schuhkurier fragte beim HDS/L nach.