Insolvenzverfahren vor dem Abschluss

Höltl plant Neustart nach Sanierung

Clemens Schick
Clemens Schick

Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung des Warenwirtschaftsanbieters Höltl Retail Solutions steht vor dem Abschluss. Die förmliche gerichtliche Aufhebung des Verfahrens wird von den Beteiligten in Kürze erwartet.

Höltl hatte im Januar 2017 Insolvenz angemeldet. Die Gläubiger haben dem von der Geschäftsführung vorgelegten Sanierungsplan nun mehrheitlich zugestimmt. Der Plan wurde zusammen mit der Beratung Buchalik Brömmekamp entwickelt und mit Sachwalter Kai Dellit, Partner bei der Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm, abgestimmt. Damit sei die wichtigste Hürde zur baldigen Beendigung des Verfahrens genommen, teilt Buchalik Brömmekamp mit.  Nach der Annahme des Sanierungsplans durch die Gläubiger habe auch das Amtsgericht den Sanierungsplan bestätigt.

 

Höltl: Umbau des Portfolios 

 

„Höltl geht mit seinen 90 Mitarbeitern restrukturiert und zukunftsfähig aufgestellt aus dem Verfahren hervor. Die wichtigsten Maßnahmen aus dem Sanierungsplan sind oder werden noch im laufenden Jahr umgesetzt. Die Sanierung im Rahmen einer Eigenverwaltung war für Höltl der richtige Weg“, so Kai Dellit. Kernpunkt des neuen Konzeptes ist der Umbau des Höltl-Portfolios von Individual- hin zu Standardsoftware und damit eine beschleunigte Neuausrichtung des Geschäftsmodells. „So setzen wir Kapazitäten frei, die unsere Entwicklungsressourcen nachhaltig stärken“, kündigt Höltl-Geschäftsführer Johannes Schick an. Die bewährte Produktpalette rund um Kasse, Warenwirtschaft, Data Warehouse und mobile Lösungen für den Handel werde davon maßgeblich profitieren.

Helge Neumann / 07.09.2017 - 13:48 Uhr

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