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Hoodies: Die Urbanwear im Herbst!

So sehen die Urbanwear-Trends im kommenden Herbst aus. ( Foto: João Silas on Unsplash)
So sehen die Urbanwear-Trends im kommenden Herbst aus. ( Foto: João Silas on Unsplash)

Hoodies und lässige Sweater sind fester Bestandteil der Urbanwear-Kollektion im Herbst 2018/19. In den letzten Saisons kamen unterschiedliche Interpretationen hinzu, die inzwischen ganz verschiedene Stilrichtungen abdecken können. I love shoes mit einem Blick auf die Herbsttrends im Bereich Urban- und Streetwear.

Brit-Chic trifft Berlin-Streetwear

Sweat hat sich eine der Hauptrollen in der weiblichen Garderobe erstritten. Nicht ohne Grund, denn die lässigen Cuts, die starken Farben und der Coolness-Faktor der Oberteile lockern Outfits maßgeblich auf. Kein Wunder also, dass in den Lookbooks Hoodies zu strengeren Kleidungsstücken kombiniert werden, um dem Style eine andere Sprache zu verleihen. In den Kampagnen-Shots von Marc Aurel wird beispielsweise ein besonders klassischer Karo-Blazer mit einem langen, weinroten Kapuzenshirt und einer Lederleggings kombiniert: Ohne den Blazer wäre der Look schon fast zu lässig für den Alltag, mit einer Bluse wäre er zu streng – der weite Sweater sorgt für Balance.

Heißt im Umkehrschluss: Eine strenge Jacke mit klassischem Muster gehört zu den Hoodies der Saison!

Comic-Prints: Let me be your hero

Im Herbst sorgen die neuen Hoodies für noch mehr Retro-Feeling – insbesondere dann, wenn sie mit Vintage-Comicprints von Batman oder Superman ausgerüstet werden. Noch verspieltere Designs setzen auf Bucks Bunny oder Tom & Jerry! Die Styles erinnern an die Kindheitstage, waren die Comic-Sweater doch damals oft ein Dauerbegleiter in der Grundschule und den kleineren Klassen der weiterführenden Schulen.
Die Pullover werden heute natürlich im ganz strengen Vintage-Style zusammengestellt: Hemdblusen in klassischem Denimblau, Mom-Jeans und natürlich die berühmt-berüchtigten Chunky-Sneaker, die in den vergangenen Monaten für eine regelrechte Welle der Kritik oder des Lobes gesorgt haben gehören zu dem verspielten Style.

Fur forever!

Klar, Kunstfelle sind schon lange wieder ein Thema und haben nicht nur einen festen Platz an Jackenkragen. Ganz im Gegenteil: Im Herbst sind Mäntel und Jacken, vollständig aus Teddyfell, gefragt. Doch damit nicht genug: In Sachen Urbanwear hat das Kunstfell ebenfalls die Nase vorn und wird zukünftig auch auf Sweatern und Hoodies appliziert. Was im letzten Herbst noch seltsam wirkte, wird heute weiter ausdifferenziert: Fur kommt auf Ärmeln und als Kapuzen-Inlay zum Einsatz. Allerdings sind die krassen Hoodies eher für den Herbst geeignet, da die felligen Arme im Zweifel gar nicht mehr in die Jacke passen.

Weit, weiter, Urbanwear!

Skinny-Jeans und Sweater mit körperbetonter Passform sind natürlich ein wesentlich größerer Bestandteil der Streetwear-Kollektion. Nichtsdestotrotz ist eine klare Tendenz in Richtung maximaler Länge und maximaler Weite feststellbar: Oversize wird im Herbst ultraextrem interpretiert. An der modischen Spitze werden beispielsweise bodenlange Palazzo-Jeans zu verhüllenden Hoodies kombiniert, die sogar bis zum Knie reichen können.

Color-Pops & Pop-Art

Im Herbst wird die Mode eher farblich reduziert und schlicht? Nicht in der kommenden Saison und nicht in der Urbanwear. Laute Farben spielen bei Hoodies und Sweats weiterhin eine extrem starke Rolle. Die knalligen Modelle in schrillem Orange, in Magenta oder Rot setzen einen strahlenden Kontrastpunkt zu grauen Regenwolken und der übrigen Mode-Welt. Saisonale Farbabstimmungen finden sich in den Nuancen Curry, Petrol oder Bordeaux. Wichtig ist, dass Farbe weiterhin von Bedeutung bleibt. Kombiniert werden die bunten Oversize-Sweats übrigens zu schlichten Mänteln und Dad-Sneakern.

Hoodies können auch feminin

Cropped-Tops von Streetwear-Marken haben im Sommer bereits den Grundstein für den neuen Herbst-Look gelegt. Zukünftig können Hoodies nämlich nicht nur ultralang, sondern auch als sehr kurze und damit bauchfreie Variante getragen werden. Auf der femininen Ebene kommen darüber hinaus Biesen, Raffungen oder auch Ballonärmel hinzu. Damit wirkt die Street-Couture weniger androgyn, sondern kann durchaus auch romantisch und zart interpretiert werden.
An dieser Stelle kommt Mix & Match ins Spiel: Crossdressing wird zum Keyword der Urbanwear. Die femininen Hoods können so beispielsweise zu ganz zarten, schmeichelnden Röcken getragen werden. Dann wieder der Bruch mit einer maskulinen Vintage-Jeansjacke und Sneakern – fertig ist ein lässiger wie cooler Herbstlook, der in jeder Hinsicht den Ansprüchen der Urbanwear gerecht wird.

Sarah Amadio / 22.08.2018 - 14:41 Uhr

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