Mode

Fashion Week Berlin: Ein erster Blick auf die neuen Schuhtrends

Die neuen Schuh-Trends von der Fashion Week Berlin.
Die neuen Schuh-Trends von der Fashion Week Berlin.

Dad-Sneaker, Mules, Overknees? Die Fashion Week Berlin gibt die Richtung für die Saison Herbst/Winter 2018/19 vor. schuhkurier zeigt erste Themen und Tendenzen.

Eins ist klar: An Fell und weichen Texturen kommt man in der Saison Herbst/Winter 2018/19 nicht vorbei. Und zwar nicht nur als wärmendes Innenfutter, sondern vor allem auch in Form von rein dekorativen Details und Applikationen am äußeren Teil des Schuhs. „Lammfell wird in der kommenden Saison nicht mehr rein funktionsorientiert verwendet, sondern avanciert vielmehr zum Fashion-Statement. Natürliche Materialien gehen außerdem mit der auch bei jüngeren Kunden stärker werdenden Komfortorientierung Hand in Hand. Ugg-Boots werden beispielsweise nicht nur wegen ihres typisches Looks getragen, sondern auch aufgrund ihrer wärmenden Funktion“, erklärt Björn Wischnewski, Brand Manager bei Lloyd. Tomislav Postruzin, der das Label Felmini auf der Panorama Berlin vertritt, resümiert: „Warmfutter wird im Fashion-Umfeld wesentlich stärker. Komfort und Fashion rücken durch die Ansprüche der Kunden näher zusammen.“

Weich bleibt es auch beim Thema Samt, das in der neuen Saison allerdings weniger stark im Vordergrund steht als in den aktuellen Kollektionen. „Samt war 2017/18 stark im Fokus, deshalb schauen wir jetzt, dass wir den Look bewusst neu umsetzen, beispielsweise in Form von Samt-Stiefeletten, die zusätzlich mit Pailletten bestickt sind“, so Vanessa Jochum am Stand von Kennel & Schmenger. Ebenfalls wichtig: Zarte Samt-Details in Kombination mit floral-femininen Mustern, die aber in den Damenschuhkollektionen mit derben Bikerboot-Silhouetten mit Nietenapplikationen kontrastiert werden.

„Die Materialien spielen bei uns weiterhin eine wichtige Rolle, Samt allen voran. Maskuline Bikerboot-Typen sind bei uns, neben dekorierten Sneaker-Typen aus Knit-Stoffen, weiterhin stark“, erklärt Rob Callenfels, Direktor von La Strada. Sneaker sind bei den Silhouetten weiterhin das vorherrschende Thema. Hier stehen vor allem sehr technisch anmutende Varianten im Vordergrund, beispielsweise mit Neopren-Einsätzen, Schnallen, Laschen und Klettverschlüssen. Wichtig sind dabei auch die vielen neuen Profil- und Ballonsohlen im Balenciaga-Stil. „Wir glauben weiterhin an den Sneaker, weshalb wir heute mit der Marke Ed Parrish auf der Panorama Berlin vertreten sind. Hier spielen stark betonte Böden, Bommel, Glitzer-Details und Pony-Fell in Rot-Tönen eine wichtige Rolle. Der Schuh wird weniger clean. Außerdem sehen wir eine Relevanz in Mid-Cut-Modellen und Neopren-Einsätzen, die an eine Socke erinnern. Gerade im Winter bietet das Sneaker-Trägerinnen einen Vorteil. Für die Herren bleibt der Sneaker aufgeräumter, mit stärkerem Fokus auf Details und Materialien“, so Handelsvertreter Frank Vogel zu den neuen Kollektionen. 

Abwechslungsreiche Boots

Aber die sportiven Styles bekommen im Herbst/Winter 2018/19 wieder mehr Konkurrenz: Denn Stiefel-Varianten, Biker-Boots und Loafer zeigten sich auf Premium und Panorama ähnlich abwechslungsreich. Stiefel fallen durch neue Raffungen am Schaft, Booties mit Doppel-Zipper-Details ins Auge. Opulente und progressive Schmuck-Details sind weiterhin ein wichtiger Trend, umgesetzt etwa in Form von Broschen, Ketten oder neuen Nieten an der Rahmen-Naht. „Außerdem müssen so viele Schnallen wie möglich am Schuh sein“, betont Vanessa Jochum. Hinzu kommen viele neue Pumps im V-Neck-Schnitt und mit hochgezogenen Fersen.

Farbtechnisch erleben im Herbst/Winter 2018/19 allen voran Rot, Bordeaux und Pink ihren großen Auftritt, natürlich neben dem ohnehin gesetztem Schwarz. „Außerdem bewerten wir Braun in der kommenden Saison sehr stark“, so Vanessa Jochum. Eine Tendenz, die sich laut Björn Wischnewski auch im Herrenschuh-Umfeld spiegelt: „Lange Zeit war Schwarz die Farbe Nummer eins. Heute werden verschiedene Brauntöne stärker und zwar nicht nur das klassische Cognac-Braun. Die Palette der unterschiedlichen Nuancen ist heute wesentlich breiter gefächert.“

Kristina Schulze / 16.01.2018 - 15:34 Uhr

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