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Instagram: Retro ist In

Retro-Fotografie liegt voll im Trend. (Foto: Unsplash)
Retro-Fotografie liegt voll im Trend. (Foto: Unsplash)

Wenn die vergangenen Modemessen eines gezeigt haben, dann ist es, dass Vintage-Looks und Retro-Details derzeit wieder ganz weit vorne auf dem Trend-Barometer liegen. Auch die digitalen Fotos auf Plattformen wie Instagram oder Pinterest präsentieren sich im Polaroid-Look. I love shoes mit einem Blick auf die Foto-Trends.

Je nach Zielgruppe und Produktportfolio gilt die Foto-App Instagram als virtuelles Aushängeschild für Stores, Restaurants, Cafés und Co. Die App bietet die Möglichkeit, mit einer einheitlichen Bildsprache einen ganz individuellen Look zu kreieren und so den Lifestyle, die Message des Stores zu vermitteln. Es versteht sich von selbst, dass der hippe Sneaker-Store andere Fotos teilt, als der kleine Vintage-Laden um die Ecke. Bilder zu machen und zu posten ist keine große Kunst – wichtig ist vielmehr, dass die Fotos Emotionen transportieren und eine Botschaft ausdrücken können. Ein Beispiel für besonders effektvolle Foto-Bearbeitung ist der aktuelle Retro-Trend, der nicht nur in der Mode, sondern auch in digitalen Netzwerken eine Rolle spielt.

Analog ist Kult

Dadcore nimmt den (oft spießbürgerlichen) Look amerikanischer Daddys zum Vorbild. Mom Jeans und Vintage-Blusen zieren die Berliner Street-Culture. Ugly Sneakers, Plateau-Schuhe und auch High Heels im Look der 60er-Jahre bringen den Wind früherer Generationen in die Schuhmode. Und auch im Netz tummelt sich der neue Retro-Trend: Instagram-Bilder zeigen sich zunehmend im Look verstaubter Polaroid-Bilder. Analoge Fotografie wird paradoxerweise in Zeiten einer ultramodernen Digital-Ära zum Trend. Die Gründe dafür sind vielfältig, liegen jedoch meistens in einer schlichten Rückbesinnung auf emotionale Werte. Hochglanzfotografie durch Handyschnappschüsse haben keine Ecken und Kanten, keine richtige Geschichte, keine gefühlte Authentizität. Zwar wird der Retro-Look auch nur mit Apps erzeugt, aber er vermittelt immerhin das Gefühl, ein verstaubtes Fotoalbum oder einen Schuhkarton voller Erinnerungen in den Händen zu halten.

Retro-Shots: How to

Retro-Bilder kennzeichnen sich beispielsweise durch Belichtungsfehler, durch staubig wirkende Oberflächen, durch verblasste Farben, die ins Braunstichige gehen. Die beliebte Bearbeitungs-App VSCO Cam bietet mit den A-Filtern eine Reihe, die von der analogen Fotografie inspiriert wurde. Die Töne des Fotos werden natürlicher und verblassen außerdem leicht – perfekte Ausgangsvoraussetzung für das coole Retro-Bild.  

Ebenfalls beliebt für den Vintage-Look sind die Effekte der App Afterlight. Sie nennen sich ’Dusty‘ und ’Light Leak‘. Ersteres sorgt für kleine, weiße Punkte, die an Staub oder Schmutz erinnern, die zweite Funktion bringt Belichtungsfehler. Android-User können außerdem auf die Kuni-Applikation zurückgreifen, die spezielle Analog-Effekte wie die bekannte orangerote Datumsanzeige oder leichte Bildunschärfe erzeugt.

Zu wem passt der Retro-Style

Retro-Looks passen zu allen Stores, die nicht auf Haute-Couture und Hochglanz-Formate setzen. Wenn auf dem Account von Chanel plötzlich ein verwackeltes Foto mit Grünschleier zu sehen wäre, würde das der Hintergrundaussage der Marke widersprechen. Stores, die allerdings ohnehin auf Retro-Marken setzen oder Vintage-Details bieten, können ihren Fotos mit Retro-Effekten noch mehr Leben einhauchen.

I love shoes wünscht viel Spaß beim Fotografieren und Experimentieren.

Sarah Amadio / 30.07.2018 - 14:17 Uhr

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