Sportartikelmesse in München

Ispo rückt Digitalisierung in den Fokus

Digitalisierung war eines der zentralen Themen auf der Ispo in München. (Foto: Messe München)
Digitalisierung war eines der zentralen Themen auf der Ispo in München. (Foto: Messe München)

Rund 80.000 Besucher kamen zur Sportartikelmesse Ispo nach München – ein kleines Minus im Vergleich zum Vorjahr. Besonders im Fokus standen die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und erstmals eSports.

Nach dem Ende der diesjährigen Ispo zogen die Veranstalter ein positives Fazit. Rund 80.000 kamen zur weltweit größten Sportartikelmesse nach München. Knapp 3.000 Aussteller präsentierten ihre Produkte und Innovationen. Das entspricht einem Plus von 5% gegenüber dem Vorjahr. Während das Winterwetter einigen Besuchern die Anreise erschwerte, sorgte sie in allen 18 Hallen der Messe München für gute Stimmung. Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Die Ispo Munich zeigt, dass es für Sportartikelhersteller und Sportfachhändler zahlreiche ungenutzte Potenziale gibt, die das Wachstum und vor allem die Branche selbst beflügeln können. Erfolgreich etabliert haben wir in diesem Jahr das Thema eSports.“ Aus der neuen eSports Arena wurden Vorträge und Spiele über einen eigenen Twitch-Kanal übertragen. Mehr als 300.000 Aufrufe in den letzten drei  Tagen zeigen, welche Reichweiten eSports erzielen kann. Für die gesamte Sportbranche eröffnet sich damit eine große Chance, um vor allem eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Digitalisierung spielt dabei eine entscheidende Rolle. „Nicht digital zu denken, ist keine Option. Die Welt verändert sich, jeder von uns muss es auch tun“, appelliert Stefan Herzog, Generalsekretär des Deutschen Sportfachhandels (VDS).

Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung

„Wir alle tragen Verantwortung für unseren Planeten. Mit nachhaltigen Stoffen und Produktionsverfahren kann die Sportbranche einen Beitrag dazu leisten“, so Klaus Dittrich. Auch der Konsument fordere verstärkt ressourcenschonend hergestellte und recycelbare Produkte. „Die Branche hat die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und ein Zeichen zu setzen, bevor gesetzliche Bestimmungen uns die Entscheidung abnehmen. Darüber hinaus ist Nachhaltigkeit heute auch ganz einfach ein Geschäftsmodell“, sagte Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG).

Outdoor-Konzept wird gut angenommen

Vom 30. Juni bis 3. Juli 2019 findet in München erstmals die Fachmesse Outdoor by Ispo statt. Das im vergangenen Jahr vorgestellte Konzept trifft in der Branche auf großen Anklang: Rund 700 internationale Aussteller haben sich fünf Monate vor der Veranstaltung bereits zur Premiere angemeldet. Darunter unter anderem Adidas Outdoor, Arc’teryx, Birkenstock, Black Diamond, Fjällräven, Jack Wolfskin, Keen, Mountain Equipment, Patagonia, Primaloft, Scott und Vaude. „Die Internationalität dieser Aussteller beweist die Relevanz von OutDoor by ISPO. Gemeinsam können wir nun ein globales Outdoor-Mindset kultivieren, aufbauend auf unseren Untersuchungsergebnissen aus dem Vorfeld, und der Outdoor-Branche neue Horizonte öffnen“, so Arne Strate, Generalsekretär der European Outdoor Group (EOG).

Helge Neumann / 07.02.2019 - 10:57 Uhr

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