Schuhindustrie

Italienische Schuhindustrie mit großen Sorgen

Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici. (Foto: Micam)
Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici. (Foto: Micam)

Die Exporte der italienischen Schuhindustrie sind im ersten Halbjahr gestiegen. Dennoch blickt die Branche mit Sorgen auf die aktuelle Situation.

Nach Angaben des Verbands der italienischen Schuhindustrie (Assocalzaturifici) sind die Schuhausfuhren aus Italien in den ersten sechs Monaten im Wert um 7,1% gestiegen. Zugleich ging jedoch die Exportmenge zurück. Sorgen bereiten dem Verband die weiterhin mäßige Konsumlaune in Italien sowie die Abschwächung der Konjunktur in Deutschland und China. Auch Russland ist weiterhin ein Problemfall. Laut Assocalzaturifici sind die Schuhausfuhren in diesen wichtigen Markt im ersten Halbjahr um über 15% gesunken.

Die problematische Lage der Schuhindustrie in Italien wird auch durch Unternehmensschließungen deutlich. So wurden zwischen Januar und Juni insgesamt 194 Betriebe geschlossen. Rund 1.000 Mitarbeiter waren betroffen. „Wir befinden uns in einer schwierigen Phase“, erklärte Siro Badon, Vorsitzender von Assocalzaturifici. „Um gestärkt aus dieser Periode hervorzugehen, müssen unsere Unternehmen in Innovationen und ihre Mitarbeiter investieren.“

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Helge Neumann / 12.11.2019 - 10:14 Uhr

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