Projekt des Wirtschaftsministeriums

Japan führt elektronische Etiketten im Lebensmittelhandel ein

Das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) will gemeinsam mit mehreren Lebensmittelhändlern bis zu 100 Mrd. elektronische Etiketten einführen. Ziel soll es sein, die Prozesse entlang der Wertschöpfungskette transparenter, einfacher und kostengünstiger zu gestalten.

Gemeinsam mit den Lebensittelhändlern Seven-Eleven Japan, FamilyMart, Ministop und RF East Retail Net wurde bereits im April dieses Jahres beschlossen, ab 2018 mit der elektronischen Produktauszeichnung zu beginnen. Dabei richtet sich das Augenmerk auf so genannte Convenience Stores, also Geschäfte mit Nahversorgungs-Charakter und einer begrenzten Produktauswahl auf kleiner Fläche.

Bis zum Jahr 2025 sollen alle Produkte in den entsprechenden Geschäften mit Etiketten, die mittels RFID-Technologie ausgelesen werden können, versehen sein. Damit soll das individuelle Monitoring eines jeden Produkts möglich sein. Die Handelsunternehmen als Inverkehrbringer der Etiketten sind verpflichtet, die über die elektronischen tags gewonnenen Informationen offenlegen bzw. zu teilen.
Außerdem sollen die beteiligten Unternehmen ein System aufbauen, das schon beim Produzenten die Ausstattung der Ware mit einem elektronischen Etikett beinhaltet. Der Preis pro Etikett soll bei einem Yen liegen (0,01 Cent).

Ziele des Projektes sind laut METI eine höhere Geschwindigkeit beim Kaufvorgang im Geschäft sowie bei Produktinspektionen und Inventuren. Auch sollen Diebstähle wirkungsvoller bekämpft und das Management von Haltbarkeitsdaten optimiert werden, was wiederum die Menge zu vernichtender Lebensmittel eindämmen soll.
Weiterhin setze man darauf, dass über die Ausstattung mit elektronischen Etiketten die gesamte Wertschöpfungskette effizienter gestaltet werden kann. So soll ein Effekt sein, dass die produzierten Mengen bestimmter Produkte stärker am tatsächlichen Abverkauf ausgerichtet und Überproduktion vermieden werden können. Ebenso könnte durch das Teilen von Produktinformationen im Logistikbereich die Transportmittel besser genutzt werden, indem etwa freie Flächen optimal mit Ware bestückt werden.

Redaktion / 18.09.2017 - 12:33 Uhr

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