Lederindustrie

JBS Couros investiert in Transparenz

Auf der ACLE in Shanghai hat das brasilianische Unternehmen JBS Couros ein neues Konzept zur Transparenz in der Lieferkette von Leder vorgestellt.

Die Lösung unter der Bezeichnung ’JBS 360 Grad’ soll Informationen entlang der gesamten Prozesskette von der Aufzucht bis hin zum fertigen Endprodukt bereitstellen. Auf der Messe in China konnten sich die Besucher über die gesamte Historie der ausgestellten Leder informieren. Die Daten reichten von der exakten Herkunftsangabe der Rohmaterialien über das Schlachtdatum bis zu technischen Angaben zum Gerbprozess und den eingesetzten Chemikalien. Mit dieser Initiative will JBS nach eigenen Angaben unter Beweis stellen, dass es keine Häute aus Regionen bezieht, in denen es zu massiven Rodungen kommt oder in denen es zu Enteignungen der indigenen Bevölkerung gekommen ist.

„Wir sind das einzige Lederunternehmen, das den gesamten Produktionsprozess von den Farmen bis zur Auslieferung an unsere Kunden unter Kontrolle hat“, erklärte Fernando Bellese, Nachhaltigkeits-Manager bei JBS Couros. „Damit können wir ein Höchstmaß an Transparenz bieten und die Einhaltung der strengsten Sozial- und Umweltstandards weltweit garantieren.“ JBS Couros betreibt rund 25 Lederfabriken auf drei Kontinenten und verarbeitet jährlich knapp zehn Millionen Tierhäute.

Helge Neumann / 31.08.2018 - 12:41 Uhr

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