Retail-Investmentmarkt

JLL: Handelsimmobilien gewinnen an Attraktivität

Der deutsche Retail-Investmentmarkt nimmt nach einer Erhebung des Immobiliendienstleisters Jones Lang LaSalle wieder Fahrt auf. Der Rückstand im Vergleich zum Vorjahr konnte von 23% auf 7% reduziert werden.

Zu 1,72 Mrd. Euro im ersten Quartal kamen jetzt 2,76 Mrd. Euro Transaktionsvolumen im zweiten Quartal 2018 hinzu, teilt JLL mit. Mit nun insgesamt 4,5 Mrd. Euro Transaktionsvolumen macht Einzelhandel aktuell 18% des deutschen gewerblichen Investmentmarktes aus.

„Die aktuelle Dominanz der Geschäftshäuser zeigt die höhere Verkaufsbereitschaft von Investoren in Top 1A Lagen das über die letzten Jahre signifikant gestiegene Preisniveau mitzunehmen und Gewinne zu realisieren. Nach wie vor ist die Nachfrage nach den sonst im aktuellen Marktumfeld dominierenden Fachmärkten und Fachmarktzentren sehr hoch, so dass wir zum Jahresende noch eine Vielzahl an Fachmarkttransaktionen sehen werden“, erklärt Sandra Ludwig, Head of Retail Investment JLL Germany.

Denn mit 50% Marktanteil und 2,25 Mrd. Euro Transaktionsvolumen führen die Geschäftshäuser die Objektarten mit großem Vorsprung an. Hierzu haben einige große Transaktionen beigetragen. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte deren Volumen noch lediglich 1,54 Mrd. Euro betragen. Auf dem zweiten Rang liegen Fachmarktzentren, die im Jahresvergleich einen Rückgang von 1,4 Mrd. Euro auf 788 Mio. Euro hinnehmen mussten und nun 18% Marktanteil haben. Dahinter folgen Fachmärkte/Supermärkte mit zusammen 16% Marktanteil und 890 Mio. Euro nach nur 548 Mio. Euro im Vorjahr. Shopping-Center (467 Mio. Euro) und Warenhäuser (88 Mio. Euro) komplettieren mit einem deutlich gesunkenen Anteil das Feld.

Stärker als zuletzt sind Transaktionen in den Big 7 im ersten Halbjahr verzeichnet worden: 1,33 Mrd. Euro Transaktionsvolumen sind ein Plus von 56% nach 850 Mio. Euro im Vorjahr. Im Städtevergleich wurde das größte Volumen zu Jahresbeginn auf dem Berliner Markt beobachtet. Mit einem Plus beim Volumen um 117 % auf 634 Mio. Euro setzte sich die Hauptstadt vor Hamburg (263 Mio. Euro/plus 281 %) an die Spitze. Dahinter folgt München, das diesmal 215 Mio. Euro (minus 11%) erzielte. Erst mit deutlichem Abstand folgen Stuttgart (155 Mio. Euro) und Frankfurt (52 Mio. Euro).

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Michael Frantze / 09.07.2018 - 09:58 Uhr

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