Warenhaus-Konzern

Karstadt/Kaufhof: Sozialplan vereinbart

Galeria Karstadt Kaufhof (Foto: Redaktion)
Galeria Karstadt Kaufhof (Foto: Redaktion)

Mehrere Monate lang war verhandelt worden. Jetzt hat sich der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof offenbar mit den Betriebsräten auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt. 

Laut Informationen des ’Kölner Stadt-Anzeiger‘ vom 17. Mai wurde für die Mitarbeiter eine Abfindungssumme beschlossen, die maximal 18 Monatsgehälter beträgt. Mitarbeiter über 61 Jahre sollen 25% ihres Gehalts für jeden Monat zwischen dem Ende des Arbeitsverhältnisses und dem Beginn der Rente erhalten, wenn sie weniger als 20 Jahre bei Galeria Kaufhof gearbeitet haben. Angestellte, die länger als 20 Jahre im Unternehmen gearbeitet haben, sollen 30% ihres Gehaltes bis zur Rente erhalten. Eine offizielle Mitteilung zu den Verhandlungsergebnissen gab es seitens Galeria Karstadt Kaufhof nicht. 

Die Regelung liegt laut 'Kölner Stadtanzeiger‘ unter der bisher gültigen Gesamtbetriebsvereinbarung, die mit Hudson's Bay Company (HBC) ausgehandelt worden war. Die Tageszeitung zitiert den Kaufhof-Gesamtbetriebsratschef Peter Zysik mit den Worten, man habe Schlimmeres verhindern können. Erreicht worden sei neben der Abfindungssumme auch, die Zahl der Stellen, die in den Filialen gestrichen werden sollten, von rund 1.800 auf etwa 1.000 zu senken. Zudem soll es für Beschäftigte, die das Unternehmen freiwillig verlassen, eine höhere Abfindung geben. In den Stellenabbau eingerechnet wurde offenbar die Zahl der Mitarbeiter, die das Unternehmen seit Herbst letzten Jahres verlassen haben, sowie derjenigen, die in diesem Jahr in den Ruhestand gehen werden. 

Petra Steinke / 17.05.2019 - 19:57 Uhr

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