GfK-Konsumklimastudie

Kauflaune bleibt intakt

Die Kauflaune der Bundesbürger ist weiterhin sehr ausgeprägt. Laut der aktuellen Konsumklima-Studie der GfK bleibt die Konsumstimmung trotz der schwächelnden Konjunktur intakt.

Nach zwei Rückgängen in Folge konnte sich das GfK-Konsumklima im April wieder stabilisieren. Insgesamt zeigte die Stimmung der Verbraucher jedoch ein uneinheitliches Bild. So setzte sich die bereits seit über einem Jahr anhaltende Talfahrt der Konjunkturaussichten der Verbraucher im April fort. Der Indikator Konjunkturerwartung verlor 5,1 Zähler und sank damit auf 6,1 Punkte. Somit hat die Konjunkturstimmung in den letzten zwölf Monaten mehr als 31 Punkte verloren. „Bei den Verbrauchern nimmt die Unsicherheit im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung in Deutschland wieder etwas zu. Eine globale Abschwächung der Konjunktur, das nicht endende Hin und Her um den Brexit sowie der anhaltende Handelskonflikt mit den USA sorgen dafür, dass das Risiko einer Rezession zuletzt wieder etwas gestiegen ist. Vor allem Handelsbeschränkungen, wie zum Beispiel höhere Zölle, sind für die Exportnation Deutschland eine ständige Bedrohung“, heißt es in der aktuellen GfK-Studie.

Kauflaune stabil

Nach wie vor stemmen sich die Einkommensaussichten gegen die schwächelnde Konjunktur. Der Indikator Einkommenserwartung gewann im April 2,5 Zähler und stieg auf 58,4 Punkte. Dadurch kompensierte er einen wesentlichen Teil der im Vormonat erlittenen Verluste von 4,1 Punkten. Somit ging auch die Schere zwischen Konjunktur- und Einkommenserwartung wieder weiter auf.
Von steigenden Einkommensaussichten konnte im April auch die Anschaffungsneigung profitieren. Der Indikator legte nach einem Plus von 4,6 Zählern auf 54,8 Punkte zu. Damit wurden die Vormonatsverluste in Höhe von 3,4 Punkten mehr als ausgeglichen. „Die Konsumstimmung bleibt trotz der schwächelnden Konjunktur auch im Frühjahr 2019 intakt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, darf für Beschäftigte auf dem Arbeitsmarkt keinerlei Verunsicherung entstehen. Sollten die Hinweise, dass Unternehmen aufgrund des Handelsstreits oder des Brexits ihre Beschäftigungspläne überdenken, zunehmen, wäre das sicherlich eine Belastung für die Konsumlaune“, schreiben die Experten der GfK.

Helge Neumann / 30.04.2019 - 12:57 Uhr

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