Industrie

Lanxess verkauft Chromchemikalien-Geschäft

Lanxess-Hauptzentrale (Foto: Lanxess)
Lanxess-Hauptzentrale (Foto: Lanxess)

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess verkauft sein Geschäft mit Chromchemikalien an Brother Enterprises, einen chinesischen Hersteller für Lederchemikalien.

Beide Unternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Mit dem Abschluss der geplanten Transaktion rechnet Lanxess bis zum Jahresende 2019.

„Wir haben das Geschäft mit Chromchemikalien in den vergangenen Jahren erfolgreich neu aufgestellt. Allerdings passt es nicht mehr zu unserer strategischen Ausrichtung auf Spezialchemie. Daher sind wir überzeugt, dass künftiges Wachstum und die Weiterentwicklung des Geschäfts unter der Führung von Brother Enterprises besser umgesetzt werden können“, sagte Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG.

Das Geschäft mit Chromchemikalien wird vom Lanxess-Geschäftsbereich Leather geführt und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 100 Millionen Euro. Der Spezialchemie-Konzern stellt diese Chemikalien an zwei Standorten in Südafrika her. In Newcastle produziert Lanxess Natriumdichromat, das dort in Teilen zu Chromsäure weiterverarbeitet wird. Am Standort Merebank stellt der Konzern aus Natriumdichromat Chrom-Gerbsalze für die globale  Lederindustrie her. Das Werk in Newcastle mit rund 220 Mitarbeitern wird Brother Enterprises im Zuge der Transaktion übernehmen. Die Herstellung von Chrom-Gerbsalzen in Merebank wird Lanxess bis voraussichtlich 2024 für Brother Enterprises in Auftragsfertigung weiterführen.

Laura Klesper / 13.08.2019 - 09:30 Uhr

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