HDS/L

Lederwarenindustrie: Plus im Ausland – Minus im Inland

Die deutsche Lederwaren- und Kofferindustrie hat im ersten Halbjahr 2017 ihren Umsatz um 4,9 Prozent auf 297,5 Mio. Euro gesteigert. Besonders gut liefen die Geschäfte im Ausland.

Der Auslandsumsatz stieg um 20,2 Prozent auf 96 Mio. Euro, teilte HDS/L-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert im Vorfeld der ILM Summer Styles (2. bis 4. September 2017) in Offenbach mit. Wachstumstreiber war vor allem die Eurozone, während das Geschäft im übrigen Ausland eher unterdurchschnittlich verlief. Der Inlandsumsatz ging in den ersten sechs Monaten dagegen leicht zurück (-1,1 Prozent) und betrug 201,5 Mio. Euro.

Stark verlief das Exportgeschäft mit einem Plus von 10,1 Prozent auf 946 Mio. Euro. Dabei platzierte sich die Schweiz (+55,9 Prozent) an der Spitze der Abnehmerländer, vor Österreich, Frankreich und Großbritannien.

Die Importe blieben im ersten Halbjahr 2017 nahezu konstant. Das Volumen beträgt 1,72 Mrd. Euro. Davon stammen über 42 Prozent aus China. Die Erzeugerpreise entwickelten sich ebenfalls nahezu stabil (+1,1 Prozent).

 

Optimismus

 

Die Lederwarenindustrie ging optimistisch in die zweite Jahreshälfte, so Manfred Junkert. Laut einer Verbandsumfrage rechne knapp die Hälfte der Teilnehmer mit einem Plus. Zwei von drei Unternehmen erwarten Zuwächse im Ausland.

Tobias Kurtz / 01.09.2017 - 17:49 Uhr

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