HDS/L

Lederwarenindustrie verzeichnet kleines Plus

Manfred Junkert (Foto: Redaktion)
Manfred Junkert (Foto: Redaktion)

Die deutsche Lederwarenindustrie hat 2018 ein Plus von 0,8 Prozent erzielt. Mehrere Unsicherheiten trüben den Blick in die Zukunft.

Das Wachstum der deutschen Lederwarenindustrie hat sich im vergangenen Jahr deutlich abgeschwächt. Die Umsätze kletterten von 608,2 Mio. Euro auf 613 Mio. Euro (+0,8%). Dabei entwickelte sich das Inlandsgeschäft mit einem Plus von 1,1 Prozent auf 415,2 Mio. Euro im Vergleich zum Auslandsumsatz (+0,2%) noch vergleichsweise gut, berichtete Manfred Junkert auf der Pressekonferenz im Vorfeld der ILM Winter Styles (16. bis 18.2.2019) in Offenbach. Da hatte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) in den Vorjahren zumeist wesentliche bessere Zahlen vermelden können. Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellt er aber fest: „Das Jahr ist noch ganz gut gelaufen.“ 

Die Exporte stiegen um 3,1 Prozent auf rund 2 Mrd. Euro. Hauptabnehmer bleibt die EU mit einem Anteil von 64,6 Prozent an der gesamten Ausfuhr. Zuwächse erzielt wurden u.a. auch in China (+12,6% auf 69,7 Mio. Euro)  oder Südkorea (+8,7% auf 49,1 Mio. Euro). Die Ausfuhr von Lederwaren nach Japan ging dagegen um 12,4 Prozent auf 30,5 Mio. Euro zurück. Doch Manfred Junkert hofft auf eine Wende: „Wir erwarten eine Aufwärtsbewegung aufgrund eines neues Freihandelsabkommens.“

Politische Unsicherheitsfaktoren, allen voran der Brexit, erschweren den Blick in die Zukunft. Die Industrieunternehmen gehen aber dennoch von einem „kleinen Plus für 2019“ aus, berichtete Junkert.

Tobias Kurtz / 15.02.2019 - 16:00 Uhr

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