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Lenzing investiert in Tencel-Produktion

Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. (Foto: Lenzing)
Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. (Foto: Lenzing)

Die Lenzing Gruppe investiert in den nächsten Jahren mehr als 1 Mrd. Euro in neue Produktionsanlagen für Lyocellfasern. Hintergrund ist die große Nachfrage nach Fasern der Marke Tencel.

Die erste Expansionsphase des Wachstumsplans von Lenzing – die Errichtung einer Lyocellfaser-Produktionsanlage in Prachinburi (Thailand) – wurde kürzlich genehmigt. Das Investitionsvolumen für die neue Anlage mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen beträgt etwa 400 Mio. Euro. Diese Produktionsstätte werde weltweit die größte ihrer Art sein, teilt Lenzing mit. Die Vorbereitung des Standortes wie die Einebnung des Geländes im Industriepark 304, etwa 150 Kilometer östlich von Bangkok, wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Die Bauarbeiten starten im Herbst, die Produktion wird gegen Ende 2021 aufgenommen werden. 

„Tencel Lyocellfasern gelten als Maßstab auf dem Gebiet umweltverträglicher Fasern. Die jetzt genehmigte Expansion unterstreicht Lenzings Engagement, den ökologischen Fußabdruck der Textilbranche weltweit zu verbessern“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. Im Laufe der nächsten Jahre wird das österreichische Unternehmen den Standort in Thailand, der ausreichend Platz für mehrere Anlagen bietet, weiter ausbauen. Die Investitionen der ersten Phase beinhalten bereits die allgemeine Infrastruktur, von der auch zukünftige Expansionsschritte profitieren werden. Darüber hinaus wird Lenzing auch in anderen Teilen der Welt den Ausbau von Lyocellfasern weiter forcieren.

„Unser Projekt wurde von Anlagenbauern mit großem Interesse aufgenommen. Lenzing will das Projekt in strategischer Partnerschaft mit einem internationalen Anlagenbauer umsetzen. Die Wahl des Unternehmens richtet sich dabei nach dessen Fähigkeiten, Lenzings weltweites organisches Wachstum auch in Zukunft zu unterstützen. Die integrierten Teams mit internationalen und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Lenzing werden mit denen des Anlagenbauers, der demnächst ausgewählt wird, eng zusammenarbeiten. Die Inbetriebnahme sowie der Produktionsstart der Anlage sind für die zweite Hälfte des Jahres 2021 anberaumt“, sagt Heiko Arnold, Technikvorstand der Lenzing Gruppe.

Helge Neumann / 12.07.2019 - 08:08 Uhr

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