Schuhindustrie

Mindestlohn in Kambodscha steigt weiter

Im kommenden Jahr steigen die Mindestlöhne in Kambodscha um 11%. Arbeiter in der Schuh- und Textilindustrie verdienen damit künftig rund 170 Dollar pro Monat.

Die Steigerung der Mindestlöhne in Kambodscha fällt höher als erwartet aus. Premierminister Hun Sen verkündete die Einigung nach zahlreichen Gesprächen mit den Gewerkschaften. Laut Medienberichten steht die deutliche Erhöhung im Zusammenhang mit Wahlen, die im kommenden Jahr in dem südostasiatischen Land anstehen.  

Seit 2012 sind die Mindestlöhne in der kambodschanischen Modeindustrie um 180% gestiegen. Hält diese Entwicklung an, werden die Löhne bis zum Jahr 2022 auf 384 Dollar steigen. Der Verband der Textilhersteller warnte vor diesem Hintergrund vor einem Standortnachteil gegenüber anderen Ländern in der Region.

Zum Vergleich: Im Nachbarland Vietnam steigen die Mindestlöhne 2018 je nach Region auf 121 bis 175 Dollar. In Myanmar streiten aktuell ebenfalls Gewerkschaften und Arbeitgeber um die Höhe der Mindestlöhne. Experten rechnen mit einer deutlichen Steigerung. Allerdings werden die monatlichen Löhne voraussichtlich weiterhin unter der 100 Dollar-Marke liegen.

Helge Neumann / 10.10.2017 - 12:34 Uhr

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