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Mitarbeiter-Überwachung? Zalando bezieht Stellung

Logistikzentrum von Zalando in Polen. (Foto: Zalando)
Logistikzentrum von Zalando in Polen. (Foto: Zalando)

Laut einer Studie soll Zalando umfangreich Mitarbeiter überwachen. Nun äußert sich der Onlinehändler zu den Vorwürfen.

Am 19. November hatte zuerst die Süddeutsche Zeitung über eine Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung berichtet. Demnach nutzt Zalando die Software Zonar zur Bewertung und Kontrolle von Mitarbeitern. Dieses Vorgehen verursache Überwachung, Leistungsdruck und Stress. Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

In einem Statement widerspricht Zalando nun den Ergebnissen der Studie. So sei die Untersuchung nicht repräsentativ, da lediglich zehn Interview mit Beschäftigten des Onlinehändlers geführt wurden. Dies entspreche lediglich 0,2% aller Mitarbeiter. Darüber hinaus enthalte die Untersuchung „grobe faktische Fehler“, teilt Zalando weiter mit. So heißt es in der Studie, Zalando Mitarbeiter seien „in keinerlei Prozesse der Mitbestimmung eingebunden.” Tatsächlich sei die Einführung und Weiterentwicklung von Zonar nach dem Betriebsverfassungsgesetz mitbestimmungspflichtig und sei von Zalando-Betriebsräten mitbestimmt worden.

Darüber hinaus seien bei Zalando Transparenz und eine offene Feedbackkultur seit jeher gelebte Realität. „Aus diesem Grund führen wir viermal im Jahr freiwillige Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit durch. In der aktuellen Umfrage vom September 2019 gaben lediglich 13% der befragten Mitarbeiter an, sich in den nächsten ein bis zwei Jahren beruflich außerhalb Zalandos orientieren zu wollen. 67% würden Zalando als guten Arbeitgeber weiterempfehlen“, teilt das Unternehmen aus Berlin mit. Und weiter: „Zalando wurde im Frühjahr 2018 von der Studienleitung zur Stellungnahme angefragt. Wir haben uns bewusst gegen eine Teilnahme entschieden, da bereits zum Zeitpunkt der Anfrage - also vor Studienbeginn - die Einseitigkeit und mangelnde Neutralität der Studie zu erkennen war.“

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Helge Neumann / 20.11.2019 - 09:50 Uhr

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